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  • Verkehrsministerkonferenz: Sicherheit im Zug – um welche Maßnahmen es geht

    Verkehrsministerkonferenz: Sicherheit im Zug – um welche Maßnahmen es geht

    Anfang Februar wird ein 36 Jahre alter Zugbegleiter bei einer Ticketkontrolle tödlich verletzt. Seither wird über mehr Sicherheit für Bahnmitarbeiter diskutiert. Ein Thema auch für Bund und Länder.

    Der tödliche Angriff auf einen Zugbegleiter im Rahmen einer Ticketkontrolle löste Anfang Februar bundesweit Entsetzen aus. Die Bahn reagierte mit verschiedenen Maßnahmen, um die Sicherheit von Beschäftigten mit Kundenkontakt zu erhöhen. Die zentrale Forderung der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft nach Doppelbesetzungen in den Zügen wurde bisher aber nicht erfüllt. In Lindau (Bayern) endet heute die zweitägige Verkehrsministerkonferenz (VMK), Ergebnisse werden vorgestellt – auch zu mehr Sicherheit in Zügen.

    Was ist passiert?

    Der 36-jährige Zugbegleiter Serkan Çalar wollte am Abend des 2. Februars in einem Regionalzug bei Kaiserslautern einen Fahrgast des Zuges verweisen. Der damals 26 Jahre alte Mann hatte bei der Kontrolle mutmaßlich kein Ticket dabei. Anstatt sich den Anweisungen des Zugbegleiters zu fügen, soll der Mann ihn angegriffen und mehrmals heftig mit der Faust gegen den Kopf geschlagen haben. Çalar starb zwei Tage später im Krankenhaus, laut vorläufiger Obduktion an einer Hirnblutung. Der mutmaßliche Angreifer wurde später festgenommen.

    Welche Maßnahmen wurden ergriffen?

    Die Tat löste eine bundesweite Debatte über die Verrohung der Gesellschaft im Allgemeinen und die Sicherheit von Bahnbeschäftigten im Speziellen aus. Insbesondere die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) betont seit langem, dass sich viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Kundenkontakt unsicher fühlen. Sie fordert unter anderem eine durchgehende Doppelbesetzung in den Regionalzügen und Kameras mit Tonaufnahme, die an der Dienstkleidung befestigt werden, sogenannte Bodycams.

    Was Sie über Verkehrsministerkonferenz wissen müssen

    Die Chefin der Deutschen Bahn, Evelyn Palla, lud einige Tage nach Çalars Tod zu einem Spitzentreffen mit Vertretern der Gewerkschaften, der Branche und der Politik ein. Dabei sagte sie verschiedene Schutzmaßnahmen zu: So sollen noch in diesem Jahr alle Beschäftigten mit Kundenkontakt auf freiwilliger Basis mit Bodycams ausgestattet werden, auch an den Bahnhöfen und im Fernverkehr.

    Außerdem will die Bahn 200 zusätzliche Sicherheitskräfte einstellen. Die Kontrolle des Personalausweises sollen Kontrolleure nach eigenem Ermessen durchführen können.

    Hat sich die Lage seither verbessert?

    Der EVG zufolge nicht. Eine Umfrage der Gewerkschaft ergab kürzlich, dass viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Beleidigungen und Bedrohungen erleben. Viele gingen mit Angst zur Arbeit.

    In den vergangenen Wochen gab es immer wieder Schlagzeilen nach Angriffen auf Beschäftigte im Bahnverkehr. Vor knapp einer Woche wurde ein 17-Jähriger verhaftet, der im baden-württembergischen Pforzheim zwei Fahrkartenkontrolleure mit Pfefferspray attackiert haben, um seinem Begleiter die Flucht zu ermöglichen. Ende Februar rief ein Zugbegleiter die Polizei, weil er von einem 35-jährigen Fahrgast verbal bedroht worden sei.

    Derweil läuft die Verteilung der Bodycams seitens der Deutschen Bahn an diejenigen Beschäftigten, die eine möchten. Bis Mitte des Jahres sollen 50 Prozent der Kundenbetreuer im Regionalverkehr freiwillig mit einer solchen Kamera ausgestattet werden können, teilte die Bahn mit. Das wären das doppelt so viele wie zu Beginn des Jahres, teilte die Bahn mit. Im Fernverkehr soll die Verteilung der Kameras demnach im Sommer beginnen.

    Worüber diskutieren Bund und Länder? 

    Bei dem von Bahnchefin Palla einberufenen Bahngipfel im Februar gab es neben den Direktmaßnahmen in zentralen Fragen keine Einigung. Dazu zählt etwa die Forderung der EVG, dass künftig flächendeckend stets zwei Zugbegleiter in den Regionalzügen Tickets kontrollieren statt wie bisher oft nur einer. Hier wären auch die Aufgabenträger gefragt, die im Namen der Länder den Regionalverkehr in der Fläche organisieren und bestellen. 

    Verkehrsministerkonferenz: Die Details

    Bei dem Treffen wurde lediglich das Ziel bekräftigt, die Personalpräsenz durch Doppelbesetzungen erhöhen zu wollen, wie Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) damals sagte. „Die Frage ist, wie man das macht, in welchen Zügen man das macht, in welchen Zeiträumen man das macht.“

    Was ist strittig? 

    In einer Beschlussvorlage zur Verkehrsministerkonferenz heißt es: „Die Verkehrsministerkonferenz stellt fest, dass Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit von Zugbegleitpersonal und Fahrgästen mit einem deutlichen finan­ziellen Mehraufwand verbunden sein werden, dessen Finanzierung durch den Bund zu klären ist.“ Auch im Bund aber gibt es Haushaltszwänge.

    Worum geht es noch?

    In der Vorlage heißt es weiter, die VMK halte weiterhin ein „bundesweit kohärentes Waffen- und Messerverbot im öffentlichen Personenverkehr“ für notwendig.

    Außerdem geht es zum Beispiel um Kontrollen: Digitale Fahrausweise sollen einschließlich des Deutschlandtickets im Nah- und Regionalverkehr laut Vorlage so weiterentwickelt werden, dass konflikt­trächtige Ausweiskontrollen im Zug weitgehend entbehrlich werden.

    Quelle: Stern

  • Bodycams Zugpersonal: Flächendeckender Einsatz Geplant

    Bodycams Zugpersonal: Flächendeckender Einsatz Geplant

    Zum besseren Schutz von Zugpersonal sollen bundesweit Bodycams in Zügen eingesetzt werden. Die Länderregierungschefs sprechen sich für eine breite Einführung dieser Kleinkameras aus, die idealerweise auch Ton aufzeichnen sollen. Ein besonderer Fokus soll bei der Finanzierung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) auf das Thema Sicherheit gelegt werden. Bodycams Zugpersonal steht dabei im Mittelpunkt.

    Symbolbild zum Thema Bodycams Zugpersonal
    Symbolbild: Bodycams Zugpersonal (Bild: Picsum)
    Steckbrief: Alexander Schweitzer
    Vollständiger Name Alexander Schweitzer
    Geburtsdatum 25. Juli 1973
    Geburtsort Kusel, Rheinland-Pfalz
    Alter 50 Jahre
    Beruf Politiker (SPD), Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz
    Bekannt durch Politische Ämter in Rheinland-Pfalz
    Aktuelle Projekte Amtsgeschäfte als Ministerpräsident
    Wohnort Nicht öffentlich bekannt
    Partner/Beziehung Nicht öffentlich bekannt
    Kinder Nicht öffentlich bekannt
    Social Media Nicht öffentlich bekannt

    Mehr Sicherheit im ÖPNV durch Bodycams für Zugpersonal

    Nach der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) in Berlin betonte der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD), der derzeit MPK-Vorsitzende ist, die Notwendigkeit, bei der Finanzierung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) einen Schwerpunkt auf das Thema Sicherheit zu legen. Wie Stern berichtet, sollten die Kameras auch den Ton aufzeichnen können.

    Hintergrund der Forderung ist der gewaltsame Tod eines Zugbegleiters in Rheinland-Pfalz Anfang Februar. Der Mann war in einem Regionalzug von einem Fahrgast so schwer verletzt worden, dass er später starb. Der Fall hatte bundesweit für Entsetzen gesorgt. (Lesen Sie auch: Flughafenterminal getroffen: Aufnahmen zeigen iranische Drohneneinschläge in…)

    Deutschlandticket mit Passbild geplant

    Um Ausweiskontrollen zu vereinfachen und Übergriffe zu vermeiden, unterstützt Schweitzer den Vorstoß, das Deutschlandticket mit einem Passbild zu versehen. Gemeinsam mit dem Co-Vorsitzenden der MPK, Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU), hatte er sich vor den Beratungen mit dem Vorsitzenden der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Martin Burkert, getroffen.

    📌 Hintergrund

    Regionalisierungsmittel sind Gelder, die der Bund den Ländern für die Finanzierung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) zur Verfügung stellt. Die Länder leiten diese Mittel dann an die Kommunen weiter.

    Was kosten Bodycams für Zugpersonal?

    Die Kosten für die Anschaffung und den Betrieb von Bodycams für das Zugpersonal sind abhängig von verschiedenen Faktoren, wie der Anzahl der benötigten Kameras, der Qualität der Geräte und den laufenden Kosten für Datenspeicherung und Wartung. Genaue Zahlen liegen derzeit noch nicht vor, da die konkrete Umsetzung noch in Planung ist. Die Länder fordern jedoch, dass der Bund die entsprechenden Regionalisierungsmittel so gestaltet, dass die Länder und Kommunen dieser Aufgabe nachkommen können. (Lesen Sie auch: Eintritt Kölner Dom: Touristen Zahlen Bald)

    Alexander Schweitzer privat: Was ist aktuell über ihn bekannt?

    Alexander Schweitzer, geboren am 25. Juli 1973 in Kusel, Rheinland-Pfalz, ist ein deutscher Politiker der SPD. Seit 2024 ist er Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz. Zuvor bekleidete er verschiedene politische Ämter in seinem Bundesland.

    Über das Privatleben von Alexander Schweitzer ist wenig öffentlich bekannt. Er legt Wert darauf, sein Privatleben von seiner politischen Tätigkeit zu trennen. Informationen über seinen Partner, seine Familie oder seinen Wohnort sind daher nicht öffentlich zugänglich.

    Schweitzer engagiert sich stark für die Belange seines Bundeslandes und setzt sich für eine Stärkung des ländlichen Raums ein. Ein besonderes Anliegen ist ihm die Förderung von Bildung und die Schaffung von Arbeitsplätzen in Rheinland-Pfalz. Mehr Informationen zu seiner politischen Arbeit finden sich auf der Webseite der SPD Rheinland-Pfalz. (Lesen Sie auch: Mentale Gesundheit Ausstellung: Was Erwartet Besucher in…)

    Häufig gestellte Fragen

    Wie alt ist Alexander Schweitzer?

    Alexander Schweitzer wurde am 25. Juli 1973 geboren und ist somit aktuell 50 Jahre alt. Er feiert im Sommer 2024 seinen 51. Geburtstag.

    Detailansicht: Bodycams Zugpersonal
    Symbolbild: Bodycams Zugpersonal (Bild: Picsum)

    Hat Alexander Schweitzer einen Partner/ist er verheiratet?

    Über den Familienstand von Alexander Schweitzer ist nichts öffentlich bekannt. Er hält sein Privatleben weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus.

    Hat Alexander Schweitzer Kinder?

    Es gibt keine öffentlichen Informationen darüber, ob Alexander Schweitzer Kinder hat. Auch diesbezüglich hält er sich bedeckt. (Lesen Sie auch: Marius Høiby Anklage: Eskalierte Gewalt gegen Ex-Freundin)

    Warum fordert die Politik den Einsatz von Bodycams für Zugpersonal?

    Der Einsatz von Bodycams soll das Zugpersonal besser vor Übergriffen schützen und zur Deeskalation in Konfliktsituationen beitragen. Zudem können die Aufzeichnungen im Fall von Straftaten als Beweismittel dienen.

    Welche Vorteile hätte ein Deutschlandticket mit Passbild?

    Ein Deutschlandticket mit Passbild würde die Ausweiskontrollen vereinfachen und beschleunigen. Zudem könnte es dazu beitragen, Übergriffe auf das Kontrollpersonal zu reduzieren, da die Hemmschwelle für aggressive Fahrgäste steigen könnte.

    Illustration zu Bodycams Zugpersonal
    Symbolbild: Bodycams Zugpersonal (Bild: Picsum)