Schlagwort: Iranische Marine

  • Irankrieg: Wieso Schiffe eines griechischen Milliardärs vom Iran verschont werden

    Irankrieg: Wieso Schiffe eines griechischen Milliardärs vom Iran verschont werden

    Wer die Straße von Hormus passiert, riskiert Beschuss durch den Iran. Die Tanker eines Reeders fahren jedoch problemlos hindurch. Das liegt auch an seinen guten Beziehungen.

    Die Straße von Hormus ist seit Beginn des Irankrieges blockiert. Teheran lässt kaum Schiffe durch die Meerenge fahren. Mehrere Frachter, darunter ein Tanker der deutschen Reederei Hapag Lloyd, wurden bereits angegriffen. Für westliche Reedereien ist die Route, die den Persischen Golf mit dem Golf von Oman verbindet, praktisch unpassierbar.

    Trotzdem gelang es der griechischen Reederei Dynacom Medienberichten zufolge, heimlich fünf Tanker durch die Straße von Hormus zu schleusen – unbeschadet. Bewaffnete Wachleute hätten auf den Decks der Schiffe patrouillierten, während diese mit ausgeschalteten Transpondern durch die Meerenge gefahren seien, um nicht ins Visier des iranischen Feuers zu geraten. Dies geht aus Schiffsverfolgungsdaten hervor, wie das „Wall Street Journal“ und das „Handelsblatt“ berichten. 

    Hinter der Firma Dynacom steht der griechische Milliardär George Prokopiou. Warum lässt der Iran ausgerechnet seine Schiffe passieren und wer ist dieser mysteriöse Reeder?

    Im Irankrieg helfen milliardenschwerem Reeder gute Kontakte

    Nicht alle Tanker werden vom Iran angegriffen. Teheran lässt Schiffe passieren, die Öl und Gas für strategisch wichtige Partner wie China und Indien transportieren. Dank seiner jahrzehntelangen China-Verbindungen konnten auch Prokopious Schiffe die Passage nutzen.

    Während die meisten griechischen Reeder in Japan oder Korea vernetzt sind, erkannte Prokopiou früh das Potenzial der aufstrebenden chinesischen Schiffbauindustrie. Er unterstützte sie technisch beim Bau von Supertankern. In den vergangenen 25 Jahren bestellte er rund 160 Schiffe bei chinesischen Werften. Heute bauen diese sogar hochkomplexe Spezialschiffe wie LNG-Tanker. Eine wichtige Rolle beim Aufstieg der Werften spielten den Medienberichten zufolge Leasingfinanzierungen chinesischer Banken, mit denen viele dieser Schiffe finanziert worden seien.

    Von diesen Beziehungen profitiert Prokopiou nun: Laut der „Financial Times“ bietet er angeblich Tanker für bis zu 400.000 Dollar pro Tag an. Das ist rund viermal so viel wie vor dem Krieg. Weil durch die Blockade der Straße von Hormus rund 200 Tanker im Persischen Golf festsitzen, schießen die Frachtraten weltweit in die Höhe. In der Branche heißt es zudem, Prokopiou habe seinen Seeleuten für Fahrten durch das Krisengebiet ungewöhnlich hohe Löhne bezahlt.

    Einer der reichsten Männer Griechenlands

    Das Magazin „Forbes“ führt George Prokopiou mit einem geschätzten Vermögen von 4,7 Milliarden Dollar auf Platz fünf der reichsten Griechen. Das Schifffahrtsmedium Lloyd’s List zählt ihn zu den weltweit einflussreichsten Reedern.

    Angefangen hat seine Karriere bescheiden: Wie das „Handelsblatt“ schreibt, erzähle Prokopiou gern, wie er als Sechsjähriger am Strand des Athener Vororts Glyfada aus alten Brettern ein Floß gebaut habe und damit auf den Saronischen Golf hinausgepaddelt sei. Nach einem Ingenieurstudium in Athen kaufte er mit zwei Partnern und geliehenem Geld seinen ersten Tanker von Getty Oil, die 55.000 Tonnen große „Pennsylvania“. 1974 gründete er das Schifffahrtsunternehmen Sea Trades, das sich auf den weltweiten Transport von Massengütern spezialisierte, 17 Jahre später folgte Dynacom Tankers. 2013 brachte Prokopiou die Gasreederei Dynagas in New York an die Börse.

    Sein Vermögen verdiente der Geschäftsmann vor allem damit, seine Schiffe dorthin fahren zu lassen, wo andere Reeder aus Angst fernblieben. „Wer kein Risiko eingeht, hat in der Schifffahrt nichts verloren“, sagte Prokopiou einmal zum Branchenportal „Trade Winds“. Auch zuletzt blieb er aktiv auf dem russischen Ölmarkt, während viele Konkurrenten wegen Sanktionen ausstiegen. Eines der Dynacom-Schiffe, das diese Woche die Straße von Hormus passierte, kam laut der „Financial Times“gerade von einem Transport russischen Rohöls von einem Schwarzmeerhafen nach Indien zurück.

    Zu Beginn des Ukrainekriegs warf Kiew Prokopiou und anderen Reedern vor, mit dem Transport russischen Öls den Krieg indirekt zu finanzieren. Gleichzeitig half er aber auch Europa: Von seiner LNG-Firma charterte Deutschland zwei schwimmende Importterminals, damit die Infrastruktur hier ohne russisches Gas auskommen konnte.

    Heute kontrolliert Prokopiou laut„Handelsblatt“über Dynacom, Sea Traders und Dynagas sowie die börsennotierte Dynagas LNG Partners eine Flotte von 183 Schiffen. Bis 2027 sollen es rund 240 werden. Weitere 118 Schiffe sind im Bau, die meisten in China. Ein großer Teil seiner globalen Geschäfte wird von seiner Megajacht „Dream“ gesteuert, auf der er lebt und arbeitet. Sein Credo: Nur wer Risiken eingeht, kann in der Schifffahrt gewinnen.

    Quelle: Stern

  • Iranische Kriegsschiffe Indien: Was plant die Marine Genau

    Iranische Kriegsschiffe Indien: Was plant die Marine Genau

    Zwei iranische Kriegsschiffe dürfen in Häfen von Indien und Sri Lanka anlegen. Diese Entscheidung, die inmitten geopolitischer Spannungen getroffen wurde, wirft Fragen nach den strategischen Interessen der beteiligten Nationen und den möglichen Auswirkungen auf die regionale Sicherheit auf. Die Zulassung iranischer Kriegsschiffe durch Indien könnte als Zeichen für eine Vertiefung der bilateralen Beziehungen interpretiert werden. Iranische Kriegsschiffe Indien steht dabei im Mittelpunkt.

    Symbolbild zum Thema Iranische Kriegsschiffe Indien
    Symbolbild: Iranische Kriegsschiffe Indien (Bild: Picsum)

    Warum erlauben Indien und Sri Lanka das Anlegen iranischer Kriegsschiffe?

    Indien und Sri Lanka haben zwei iranischen Kriegsschiffen die Erlaubnis erteilt, ihre Häfen anzulaufen. Diese Entscheidung könnte auf einer Mischung aus wirtschaftlichen und diplomatischen Interessen beruhen. Indien unterhält traditionell gute Beziehungen zum Iran, und Sri Lanka sucht möglicherweise nach neuen Partnern, um seine wirtschaftliche und strategische Autonomie zu stärken. (Lesen Sie auch: Sri Lanka Kriegsschiff: USA versenken iranische Fregatte)

    Die Entscheidung Indiens und Sri Lankas, iranischen Kriegsschiffen die Einfahrt in ihre Häfen zu gestatten, ist komplex. Wie die Neue Zürcher Zeitung berichtet, könnte dies als Zeichen wachsender Beziehungen zwischen den drei Ländern interpretiert werden.

    Geopolitische Auswirkungen in der Region

    Die Region erlebt eine zunehmende militärische Aktivität verschiedener Mächte. Die Präsenz iranischer Kriegsschiffe in der Nähe indischer und sri-lankischer Gewässer könnte als Signal an andere Akteure in der Region gedeutet werden, insbesondere an die USA, die traditionell eine starke Marinepräsenz im Indischen Ozean haben. Diese Entwicklung könnte das regionale Kräfteverhältnis beeinflussen und zu neuen strategischen Überlegungen führen. (Lesen Sie auch: Manuel neuer Verletzung: Bayern in Sorge um…)

    Die wichtigsten Fakten

    • Indien und Sri Lanka erlauben iranischen Kriegsschiffen das Anlegen in ihren Häfen.
    • Die USA beobachten die Entwicklung aufmerksam.
    • Experten sehen die amerikanische Marine im Vorteil gegenüber den iranischen Fregatten.
    • Die Entscheidung könnte regionale geopolitische Spannungen verstärken.

    Wie reagieren die USA auf die iranische Marinepräsenz?

    Die USA beobachten die zunehmende Präsenz iranischer Kriegsschiffe in der Region aufmerksam. Während offizielle Stellungnahmen zurückhaltend sind, ist es wahrscheinlich, dass die US-Marine ihre Überwachung der Schifffahrtsrouten verstärken wird. Die US-Regierung könnte auch diplomatische Kanäle nutzen, um ihre Bedenken gegenüber Indien und Sri Lanka zu äussern und auf die potenziellen Risiken einer engeren militärischen Zusammenarbeit mit dem Iran hinzuweisen.

    Die militärische Stärke der USA im Vergleich zu den iranischen Streitkräften ist ein wichtiger Faktor. Experten sind sich einig, dass die amerikanische Marine den iranischen Fregatten technologisch und quantitativ überlegen ist. Diese Einschätzung beeinflusst die strategischen Überlegungen der USA in Bezug auf die iranische Marinepräsenz im Indischen Ozean. (Lesen Sie auch: Neuer Wwe Champion: Cody Rhodes besiegt Drew…)

    🌍 Landes-Kontext

    Indien verfolgt eine Politik der strategischen Autonomie, die es dem Land ermöglicht, Beziehungen zu verschiedenen globalen Akteuren zu pflegen, ohne sich ausschliesslich an eine Seite zu binden. Diese Politik spiegelt sich in der Zusammenarbeit mit dem Iran wider, trotz der engen Beziehungen Indiens zu den USA.

    Detailansicht: Iranische Kriegsschiffe Indien
    Symbolbild: Iranische Kriegsschiffe Indien (Bild: Picsum)

    Indiens strategische Interessen

    Die Entscheidung Indiens, iranische Kriegsschiffe aufzunehmen, könnte auch als Signal an Pakistan interpretiert werden, mit dem Indien eine angespannte Beziehung hat. Durch die Stärkung seiner maritimen Präsenz und die Zusammenarbeit mit anderen Ländern demonstriert Indien seine Fähigkeit, seine Interessen in der Region zu schützen. Die indische Marine spielt eine wichtige Rolle bei der Wahrung der Sicherheit der Seewege und der Bekämpfung von Piraterie im Indischen Ozean. (Lesen Sie auch: China Tourismus Probleme: Kampf gegen Betrug und…)

    Die Zulassung iranischer Kriegsschiffe durch Indien ist ein komplexes Thema mit weitreichenden geopolitischen Auswirkungen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiterentwickeln wird und welche Auswirkungen sie auf die regionalen Beziehungen und die globale Sicherheit haben wird. Die USA werden die Entwicklung genau beobachten und ihre Strategie entsprechend anpassen müssen. Informationen zur amerikanischen Aussenpolitik sind auf der Website des US State Department verfügbar.

    Illustration zu Iranische Kriegsschiffe Indien
    Symbolbild: Iranische Kriegsschiffe Indien (Bild: Picsum)
  • Golfküste: Explosion im Video: Iranischer Angriff reißt riesiges Loch in Öltanker

    Golfküste: Explosion im Video: Iranischer Angriff reißt riesiges Loch in Öltanker

    Im Persischen Golf wird ein Öltanker iran-angriffe-israel/“ title=“Iran Angriffe Israel: NATO erhöht Alarmbereitschaft!“>offenbar durch einen Iran-Angriff beschädigt. Ob ein Sprengboot oder eine Wasserdrohne eingesetzt wurde, ist unklar.

    Im Persischen Golf wird ein Öltanker offenbar durch einen Iran-Angriff beschädigt. Ob ein Sprengboot oder eine Wasserdrohne eingesetzt wurde, ist unklar.

    Quelle: Stern