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  • Familienzuwachs: Erstausstattung für Katzen: Das sind die wichtigsten Basics und Kosten

    Familienzuwachs: Erstausstattung für Katzen: Das sind die wichtigsten Basics und Kosten

    Die Anschaffung einer Katze sollte wohlüberlegt sein, immerhin kann sie bis zu 20 Jahre alt werden. Wägen Sie im Vorfeld gut ab, ob es möglich ist, das Tier sein Leben lang zu versorgen. 

    In Deutschland gibt es über sieben Millionen Haustierbesitzer, die eine Katze haben. Das geht aus einer Statista-Umfrage (Stand 2021) hervor. Durch die Corona-Pandemie ist sogar davon auszugehen, dass die Zahl in den letzten drei Jahren noch weiter gestiegen ist. Sehr zum Bedauern der örtlichen Tierheime, die viele Katzen aufnehmen müssen, nachdem sie keine süßen Kitten mehr sind. Und den Haltern klar geworden ist, dass sie den Tieren nicht gerecht werden.

    Umso dringender ist unser Appell an alle Menschen, die sich eine Katze anschaffen wollen: Denken Sie bitte gut darüber nach, ob Sie sich für die nächsten 15 bis 20 Jahren auf eine Samtpfote einlassen können. Eine gute Hilfestellung dabei ist die folgende Kostenaufstellung vom Deutschen Tierschutzbund. Wenn Sie danach immer noch bereit sind, sich ein Tier zuzulegen, soll Ihnen unsere Erstausstattung für eine Katze bei den Vorbereitungen helfen.

    Wie hoch sind die Haltungskosten für eine Katze?

    Laut Deutschem Tierschutzbund e.V. belaufen sich die Gesamtkosten für eine Katze, die im Schnitt 16 Jahre alt wird, auf fast 11.500 Euro. Diese setzen sich aus den folgenden Punkten zusammen:

    Einmalig anfallende Kosten

    • Anschaffung: Je nachdem, ob Sie eine Katze aus dem Tierheim zu sich holen oder einen Züchter aufsuchen, können die Kosten für ein Tier zwischen 100 und bis zu 2.000 Euro liegen.
    • Erstausstattung: Damit sich Ihre Katze so schnell wie möglich in ihrem neuen Zuhause eingewöhnt, zählen ein Napf und ein Körbchen, ein Kratzbaum und ein Katzenklo sowie etwas Spielzeug zu den wichtigsten Utensilien. Rechnen Sie hier mit 150 und 200 Euro für die Erstausstattung.

    Jährlich anfallende Kosten

    • Vorsorge und Pflege: Wiederkehrende Ausgaben für Katzenfutter und -streu fallen jedes Jahr aufs Neue an. Hinzukommen weitere Kosten für den Tierarzt, der Ihre Katze mehrmals entwurmen und impfen muss – oder auch Parasiten behandeln. Die Gesamtkosten bekaufen sich somit schätzungsweise auf bis zu 700 Euro im Jahr.

    Sonderausgaben

    • Tierarzt: Wenn Ihre Katze kastriert oder sterilisiert werden soll, unerwartet krank wird oder sich verletzt, können weitere Kosten auf Sie zukommen. Je nach Schwere und Dauer der Behandlung müssen Sie mit hohen Zusatzausgaben rechnen.

    Erstausstattung für die Katze: Was gehört dazu?

    Transportbox
    Am Tag der Übergabe (egal, ob im Tierheim oder beim Händler) benötigen Sie eine sichere Transportbox für die Katze – damit die Autofahrt für Mensch und Tier so angenehm wie möglich wird. Und die Samtpfote weniger Stress hat. Abgesehen davon benötigen Sie spätestens dann eine Kiste, wenn Sie die Katze zum Tierarzt fahren müssen. Je nach Größe des Tieres sollten Sie darauf achten, dass es sich in der Box hinlegen kann. Und auch das Gewicht der Tasche sollte berücksichtigt werden, damit sie gut in der Hand liegt und leicht getragen werden kann. Bedenken Sie hier: Weidenkörbe sind schön anzusehen, aber schwer zu reinigen. Stoff hingegen ist leichter als Plastik, aber Plastik dafür leichter zu reinigen. Wägen Sie individuell ab, welche Transportbox die beste für Ihre Katze ist.

    Katzenklo
    Unabhängig davon, ob Ihre Katze ein Freigänger wird oder nicht, benötigt sie innerhalb der Wohnung eine Toilette – wenn bei Ihnen mehrere Stubentiger leben, sollten Sie auch mehr als ein Katzenklo aufstellen. Die Tiere haben eine sensible Nase und verrichten (in manchen Fällen) nicht dort ihr Geschäft, wo die Hinterlassenschaften ihrer Artgenossen bereits vergraben wurden. Wenn Sie ein Jungtier zu sich holen, ist eine Katzentoilette mit niedrigem Rand für einen leichteren Einstieg empfehlenswert. Später sollten Sie ein Modell wählen, das groß genug ist, damit sich das erwachsene Tier darin problemlos umdrehen kann. Beim Katzenstreu ist es in der Anfangszeit wichtig, das gleiche zu nutzen, das im Tierheim oder beim Händler verwendet wurde. Zum Reinigen der Hinterlassenschaften benötigen Sie zudem noch eine gelochte Schaufel.

    Futterstelle
    Jede Katze benötigt zwei Näpfe, am besten aus Edelstahl oder Keramik, dann sind sie leichter zu reinigen: einen für das Futter und einen für frisches Wasser. Achten Sie auf genügend Abstand zwischen den Schalen, damit keine Essensreste im Trinknapf landen und diesen verunreinigen. Stellen Sie die beiden Näpfe auf eine Unterlage, schützen Sie den Fußboden vor herunterfallendem Katzenfutter. Verwenden Sie am besten die gleichen Sorten, die das Tier im Heim oder beim Züchter zu fressen bekommen hat. Alternativ gibt es auch spezielle Sorten für Jungtiere, die sie in den ersten Lebensmonaten mit allen wichtigen Nährstoffen versorgen sollen. Achten Sie in jedem Fall auf eine artgerechte und ausgewogene Ernährung, damit Ihre Katze gesund bleibt. Ebenso sinnvoll kann auch die Anschaffung eines Trinkbrunnens für das Haustier sein, da manche Samtpfoten gerne fließendes Wasser aus dem Hahn trinken.

    Rückzugsort
    Besonders in den ersten Wochen nach dem Einzug sollten Katzen die Möglichkeit haben, sich zurückzuziehen. Abgesehen davon, dass sie bis zu 16 Stunden am Tag schlafen können, benötigen sie zur Eingewöhnung ausreichend Ruhephase – um sich an das neue Heim zu gewöhnen. Da sich die Tiere ihre Schlafplätze am liebsten selbst aussuchen, sollten Sie eine gemütliche Decke, ein Kissen oder Schlafkörbchen dort hinlegen, wo die Samtpfote am liebsten schläft. Alternativ bietet sich auch ein Kratzbaum an, da er gleich mehrerer Vorteile mit sich bringt: Er ist Rückzugsort, Schlafplatz und Aussichtspunkt in einem. Abgesehen davon können sich besonders Wohnungskatzen daran (statt an Ihren Möbeln) die Krallen wetzen und schärfen – oder einfach nur darauf herumklettern. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass er sicher steht und nicht umkippen kann.

    Sicherheit
    Wenn Sie einen Balkon haben, sollten Sie diesen auch Ihrer Katze zur Verfügung stellen. Die Tiere lieben es, an der frischen Luft zu sein und die Gegend zu beobachten. Hier ist jedoch auch Vorsicht geboten: Damit der Vierbeiner keinen Sprung in die Tiefe unternimmt und sich dabei verletzt oder gar wegläuft, sollten Sie ein Sicherungsnetz anbringen. Klären Sie im Vorfeld mit Ihrem Vermieter, ob Sie die Erlaubnis dafür bekommen. Alternativ gibt es auch spezielle Schutzgitter für Fenster, die auf kipp stehen – falls Ihre Katze Gefahr läuft, sich darin einzuquetschen oder abzuhauen. Wägen Sie jedoch ab, ab die Anschaffung wirklich nötig ist. Je nachdem, in welchem Stockwerk Sie leben und wie ausgehfreudig Ihr Haustier ist, macht eine Anbringung Sinn. Für Freigänger kann eine Katzenklappe nützlich sein, auch hier benötigen Sie die Erlaubnis Ihres Vermieters. 

    Spielzeug
    Katzen lieben es zu spielen, egal wie alt sie sind. Aus diesem Grund darf auch das passende Spielzeug in der Erstausstattung nicht fehlen. Vor allem dann, wenn das Tier keinen Freigang bekommt, ist es umso wichtiger, dass es bei Laune gehalten wird. Sorgen Sie für ausreichend Abwechslung, die eine Katze körperlich – und auch geistig – fordert. Ob Katzenangel oder Federwedel, Bälle oder Fellmäuse: Im Internet findet sich ein ganzes Arsenal an Spielzeug, das Sie sowohl einzeln als auch im Set kaufen können. Achten Sie auf eine ausgewogene Mischung, die sowohl den Jagdtrieb des Tieres befriedigt als auch kleine Kitten trainiert. Wichtig ist aber auch, dass Sie dem Stubentiger nicht alles auf einmal anbieten, da er sonst schnell das Interesse daran verlieren könnte.

    Fellpflege
    Zu guter Letzt steht auch noch die Fellpflege auf dem Programm. Den größten Teil davon übernimmt eine Katze von selbst, dennoch kann es nicht schaden, das Tier regelmäßig abzubürsten – wenn Sie nicht wollen, dass sämtliche Haare (besonders wenn ein Fellwechsel ansteht) auf Ihren Möbeln landen. Abgesehen davon genießen Katzen die regelmäßige Massage, wenn Sie beispielsweise einen speziellen Fellpflegehandschuh mit Gumminoppen verwenden. Für Polstermöbel hingegen gibt es Fusselrollen zum Entfernen von Tierhaaren.

    Quelle: Deutscher Tierschutzbund e.V.

    Quelle: Stern

  • Wie Lange Katze Alleine Bleiben darf – und Wann es Kritisch wird

    Wie Lange Katze Alleine Bleiben darf – und Wann es Kritisch wird

    Wie lange darf eine Katze alleine zu Hause bleiben?

    Wie lange eine Katze alleine bleiben darf, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Generell sollten gesunde, erwachsene Katzen nicht länger als 24 Stunden allein gelassen werden. Längere Abwesenheiten von bis zu 48 Stunden sind nur in Ausnahmefällen und unter bestimmten Bedingungen zu verantworten. Wie Lange Katze Alleine steht dabei im Mittelpunkt.

    Symbolbild zum Thema Wie Lange Katze Alleine
    Symbolbild: Wie Lange Katze Alleine (Bild: Picsum)

    Die wichtigsten Fakten

    • Gesunde, erwachsene Katzen sollten nicht länger als 24 Stunden allein bleiben.
    • Junge, alte oder kranke Katzen brauchen häufiger Gesellschaft.
    • Anzeichen von Einsamkeit können Unsauberkeit oder Zerstörungswut sein.
    • Eine Studie zeigt, dass viele Katzen unter Trennungsangst leiden.

    Die Einsamkeit der Stubentiger: Was Studien zeigen

    Katzen gelten oft als unabhängige Tiere, doch aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass sie unter Einsamkeit leiden können. Eine Studie, veröffentlicht im Fachjournal PLOS ONE, belegt, dass Wohnungskatzen Verhaltensauffälligkeiten entwickeln können, wenn sie regelmäßig längere Zeit allein sind. Wie Stern berichtet, entwickeln über zehn Prozent der Katzen Verhaltensprobleme aufgrund von Einsamkeit oder Trennungsangst.

    Welche Verhaltensprobleme deuten auf Einsamkeit hin?

    Zu den häufigsten Anzeichen von Einsamkeit bei Katzen gehören Unsauberkeit, Zerstörungswut, Apathie und übermäßiges Miauen. Diese Probleme treten besonders oft auf, wenn Katzen fünf bis sieben Tage pro Woche mehr als sechs Stunden allein gelassen werden. (Lesen Sie auch: Wie Lange Katze Alleine Bleiben darf –…)

    📌 Hintergrund

    Die genannten Verhaltensauffälligkeiten können auch andere Ursachen haben. Ein Tierarztbesuch kann helfen, gesundheitliche Probleme auszuschließen.

    Wie lange kann eine Katze maximal alleine bleiben?

    Die maximale Zeitspanne, die eine Katze alleine verbringen kann, variiert je nach Alter, Gesundheitszustand und Haltungsform. Während gesunde, erwachsene Katzen im Idealfall nicht länger als 24 Stunden alleine sein sollten, können maximal 48 Stunden in Ausnahmefällen toleriert werden. Jüngere, ältere oder kranke Tiere benötigen deutlich mehr Aufmerksamkeit und sollten nur kurz unbeaufsichtigt bleiben.

    Was ist bei längerer Abwesenheit zu beachten?

    Unabhängig davon, wie lange eine Katze alleine ist, muss sichergestellt sein, dass ausreichend Futter und frisches Wasser zur Verfügung stehen. Eine saubere Katzentoilette ist ebenso wichtig wie genügend Beschäftigungsmöglichkeiten, um Langeweile vorzubeugen. Es empfiehlt sich, einen Tiersitter zu organisieren, der nach dem Rechten sieht. (Lesen Sie auch: Eintagsfliegen Paarung: Akrobatik mit Doppeltem Penis Entdeckt)

    Wie beziehungsfähig sind Katzen wirklich?

    Das Bild der eigenständigen Einzelgängerin trifft auf die moderne Hauskatze nur bedingt zu. Studien zeigen, dass viele Katzen unter Trennungsangst leiden, wenn sie regelmäßig und über längere Zeit allein gelassen werden. Die Forschung deutet darauf hin, dass Katzen beziehungsfähiger und sozial abhängiger sind als lange angenommen. Die Tierärztliche Hochschule Berlin bietet weitere Informationen zur artgerechten Haltung von Katzen.

    Häufig gestellte Fragen

    Welche Rolle spielt das Alter der Katze, wie lange sie alleine ist?

    Junge Kätzchen und ältere Katzen benötigen mehr Aufmerksamkeit und sollten nicht so lange alleine gelassen werden wie gesunde, erwachsene Tiere. Sie sind anfälliger für Stress und benötigen möglicherweise häufigere Fütterungen oder medizinische Betreuung.

    Was kann ich tun, um meiner Katze die Zeit alleine angenehmer zu gestalten?

    Bieten Sie Ihrer Katze ausreichend Spielzeug und Kratzmöglichkeiten. Ein interaktives Futterspielzeug kann die Katze beschäftigen und Langeweile reduzieren. Auch ein Platz am Fenster, von dem aus sie die Umgebung beobachten kann, ist hilfreich. (Lesen Sie auch: Plastikmüll Bali: Traumstrände Werden zur Müllkippe)

    Detailansicht: Wie Lange Katze Alleine
    Symbolbild: Wie Lange Katze Alleine (Bild: Picsum)

    Wie erkenne ich, ob meine Katze unter Trennungsangst leidet?

    Anzeichen für Trennungsangst können übermäßiges Miauen, Unsauberkeit außerhalb der Katzentoilette, Zerstörungswut oder Apathie sein, wenn Sie das Haus verlassen oder zurückkehren. Auch verstärktes Putzen kann ein Zeichen sein.

    Sollte ich eine zweite Katze anschaffen, damit sich meine Katze nicht so alleine fühlt?

    Eine zweite Katze kann eine gute Lösung sein, um Einsamkeit zu vermeiden, aber es ist wichtig, dass die Katzen vom Charakter her zueinander passen. Nicht jede Katze ist glücklich über einen Artgenossen. Eine langsame Zusammenführung ist entscheidend.

    Was kostet ein Katzensitter pro Tag?

    Die Kosten für einen Katzensitter variieren je nach Region und Leistungsumfang. Im Durchschnitt können Sie mit 15 bis 30 Euro pro Tag rechnen, wenn der Sitter die Katze zu Hause besucht, füttert, die Katzentoilette reinigt und mit ihr spielt. (Lesen Sie auch: Transrapid Comeback: Schnieder plant neue Magnetschwebebahn)

    Illustration zu Wie Lange Katze Alleine
    Symbolbild: Wie Lange Katze Alleine (Bild: Picsum)
  • Wie Lange Katze Alleine Bleiben darf – Tipps für Halter

    Wie Lange Katze Alleine Bleiben darf – Tipps für Halter

    Wie lange darf eine Katze alleine bleiben? Gesunde, erwachsene Katzen können maximal 24 bis 48 Stunden allein zu Hause bleiben, wobei 24 Stunden als empfohlene Höchstdauer gelten. Jüngere, ältere oder kranke Katzen sowie sehr anhängliche Tiere sollten hingegen nur wenige Stunden ohne Aufsicht sein. Wie Lange Katze Alleine steht dabei im Mittelpunkt.

    Symbolbild zum Thema Wie Lange Katze Alleine
    Symbolbild: Wie Lange Katze Alleine (Bild: Picsum)

    Zusammenfassung

    • Katzen können unter Einsamkeit leiden, wenn sie regelmäßig längere Zeit allein sind.
    • Wohnungskatzen entwickeln häufiger Verhaltensprobleme durch Einsamkeit.
    • Die empfohlene maximale Zeit, die eine gesunde, erwachsene Katze allein bleiben sollte, beträgt 24 Stunden.
    • Junge, alte oder kranke Katzen benötigen häufiger Gesellschaft.

    Katzen und Einsamkeit: Mehr als nur unabhängige Tiere

    Katzen gelten oft als unabhängige Haustiere, doch Studien zeigen, dass sie unter Einsamkeit leiden können. Insbesondere Wohnungskatzen neigen zu Verhaltensauffälligkeiten, wenn sie regelmäßig längere Zeit allein gelassen werden. Wie Stern berichtet, kann dies zu Problemen führen.

    Welche Verhaltensauffälligkeiten können auftreten, wenn eine Katze zu lange alleine ist?

    Mehr als jede zehnte Katze entwickelt Auffälligkeiten, die auf Einsamkeit oder Trennungsangst zurückzuführen sein können. Dazu gehören Unsauberkeit, Zerstörungswut, Apathie oder exzessives Miauen. Diese Probleme treten besonders häufig auf, wenn Katzen an fünf bis sieben Tagen pro Woche jeweils mehr als sechs Stunden allein gelassen werden. (Lesen Sie auch: Besonderheit im Körperbau: Warum Katzen einen kleinen…)

    Wie lange kann eine Katze maximal alleine bleiben?

    Grundsätzlich variiert die Zeitspanne, die eine Katze alleine verbringen kann, je nach Alter, Gesundheitszustand und Haltungsform. Gesunde, erwachsene Katzen können in der Regel 24 bis maximal 48 Stunden allein gelassen werden, wobei 24 Stunden als ideal gelten. Es ist wichtig, dass während dieser Zeit ausreichend Futter, Wasser und eine saubere Katzentoilette zur Verfügung stehen.

    💡 Tipp

    Sorgen Sie für ausreichend Beschäftigungsmöglichkeiten, wenn Ihre Katze alleine ist. Kratzbäume, Spielzeug und Fensterplätze können helfen, Langeweile vorzubeugen.

    Was ist bei besonders anhänglichen, jungen, alten oder kranken Katzen zu beachten?

    Besonders anhängliche, junge, alte oder kranke Katzen benötigen deutlich mehr Aufmerksamkeit und sollten nicht länger als wenige Stunden unbeaufsichtigt bleiben. Ihre Bedürfnisse nach Gesellschaft und Pflege sind höher, und längere Phasen der Isolation können ihr Wohlbefinden beeinträchtigen. (Lesen Sie auch: Prozess in Norwegen: „Ich bin nicht mehr…)

    Das Bild der eigenständigen Einzelgängerin trifft auf die moderne Hauskatze nur bedingt zu. Neuere wissenschaftliche Studien belegen, dass rund 13 bis 14 Prozent aller untersuchten Katzen mindestens eine Form trennungsbedingter Verhaltensauffälligkeit entwickeln, sobald sie regelmäßig und über längere Zeit allein gelassen werden. Der Deutsche Tierschutzbund bietet weitere Informationen zur artgerechten Haltung von Katzen.

    Wie erkenne ich, ob meine Katze unter Einsamkeit leidet?

    Katzenbesitzer sollten aufmerksam werden, wenn ihre Katze destruktives Verhalten zeigt, übermäßig miaut, unsauber ist, Apathie zeigt oder gesteigerte Ängstlichkeit entwickelt. Diese Anzeichen können darauf hindeuten, dass die Katze unter der Abwesenheit ihrer Bezugspersonen leidet. In solchen Fällen ist es ratsam, die Zeit, in der die Katze allein ist, zu reduzieren oder alternative Betreuungsmöglichkeiten in Betracht zu ziehen.

    ⚠️ Wichtig

    Bei Verhaltensauffälligkeiten sollte ein Tierarzt oder Verhaltenstherapeut für Katzen konsultiert werden, um die Ursache zu ermitteln und geeignete Maßnahmen zu ergreifen. (Lesen Sie auch: Wildschwein Einkaufszentrum: Tierischer Besuch in Berlin!)

    Die Forschung legt nahe, dass Katzen beziehungsfähiger und sozial abhängiger sind als lange angenommen. Fehlt der Kontakt zu ihren Menschen, kann dies negative Auswirkungen auf ihr Verhalten und ihre Gesundheit haben. Petdoctors.at bietet weitere Informationen zum Thema.

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    Symbolbild: Wie Lange Katze Alleine (Bild: Picsum)

    Häufig gestellte Fragen

    Welche Rolle spielt das Alter der Katze, wie lange sie alleine bleiben kann?

    Jüngere Katzen und Kitten benötigen mehr Aufmerksamkeit und können nicht so lange alleine gelassen werden wie ausgewachsene, gesunde Katzen. Ältere Katzen haben möglicherweise gesundheitliche Einschränkungen, die ebenfalls eine häufigere Betreuung erforderlich machen.

    Können zwei Katzen sich gegenseitig Gesellschaft leisten, wenn der Halter abwesend ist?

    Ja, zwei Katzen können sich in der Regel gegenseitig Gesellschaft leisten. Es ist jedoch wichtig, dass die Katzen gut sozialisiert sind und sich verstehen. Andernfalls kann es zu Konflikten kommen, die das Problem der Einsamkeit nicht lösen. (Lesen Sie auch: Schönheitsoperationen: Botox und Co. – Minimalinvasive Eingriffe…)

    Welche Alternativen gibt es, wenn eine Katze nicht alleine bleiben kann?

    Wenn eine Katze nicht alleine bleiben kann, gibt es verschiedene Alternativen. Dazu gehören die Betreuung durch Freunde oder Nachbarn, die Inanspruchnahme eines professionellen Katzensitters oder die vorübergehende Unterbringung in einer Katzenpension.

    Wie kann man einer Katze die Eingewöhnung an das Alleinsein erleichtern?

    Die Eingewöhnung an das Alleinsein kann durch schrittweises Training erfolgen. Beginnen Sie mit kurzen Abwesenheiten und verlängern Sie diese allmählich. Bieten Sie der Katze währenddessen ausreichend Beschäftigungsmöglichkeiten und belohnen Sie ruhiges Verhalten.

    Was sind Anzeichen dafür, dass eine Katze unter Trennungsangst leidet?

    Anzeichen für Trennungsangst bei Katzen können übermäßiges Miauen, Unsauberkeit, Zerstörungswut, Erbrechen oder Durchfall sein, insbesondere kurz vor oder nach der Abwesenheit des Halters. Auch exzessives Putzen oder Verfolgen des Halters können Hinweise sein.

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  • Besonderheit im Körperbau: Warum Katzen einen kleinen Schwabbelbauch haben

    Besonderheit im Körperbau: Warum Katzen einen kleinen Schwabbelbauch haben

    Viele Katzen tragen ein bisschen Bauch – er hängt etwas und schwingt beim Laufen leicht hin und her. Das kleine Pölsterchen haben unsere Haustiere nicht ohne Grund.

    Bei manchen katze-4149114.html“ title=“Katze“ class=“taxonomy-entity keyword“>Katzen ist er besonders gut zu sehen, wenn sie seitlich liegen: Da lugt doch ein kleiner Bauch hervor. Er sieht aus wie überschüssige Haut oder eine Speckfalte mit Fell darauf. Ist das einfach Übergewicht, das sich an dieser Stelle sammelt? Oder wurde die Haut der Katze nach einer Operation in der Tierarztpraxis falsch zusammengenäht?

    Weit gefehlt – zumindest, wenn es sich um eine normalgewichtige Katze handelt. Denn dieser kleine Hängebauch ist bei Katzen ganz normal und erfüllt sogar wichtige anatomische Funktionen. Und nicht nur Hauskatzen haben ihn, sondern auch ihre wilden Verwandten und Vorfahren wie Wildkatzen oder Tiger.

    Die Engländer haben natürlich ein viel schöneres Wort für den Bauch bei Katzen

    Es gibt in Beiträgen über dieses Phänomen eine ganze Reihe von Ausdrücken für das kleine Polster an der Unterseite des Stubentigers, zwei davon sind Ur-Wampe oder Fettschürze. Im englischsprachigen Raum spricht man von „primordial pouch“, was so viel wie „ursprüngliches Täschchen“ oder „Ur-Beutel“ heißt und damit wesentlich vornehmer klingt als irgendwas mit „Wampe“.

    Da wir keine vornehmen Engländer sind, versuchen wir es mal mit der „Fettschürze“ – und kommen der Funktion der kleinen Plauze schon ein Stück näher: Denn die zusätzlichen Hautlappen am Bauch dienen tatsächlich dem Schutz innerer Organe bei der Katze und wirken wie eine Art Polster, um Angriffe – etwa durch Schläge von Artgenossen oder scharfe Krallen – abzuwehren. Die Katze hat also durch das kleine Fettpolster einen Extra-Schutz an empfindlichen Stellen ihres Körpers. Wer einmal Zeuge einer Katzen-Schlägerei war, kann sich vorstellen, dass eine zusätzliche Knautschzone eine gute Idee ist.

    Zusätzliche Haut – die Katze kann sich besser strecken und klettern

    Doch die „Ur-Wampe“ dient nicht nur zum Schutz der Katze, wie in einer Reihe von Artikeln erklärt wird. Sie verschafft den Haustigern tatsächlich mehr Bewegungsfreiheit. Durch die zusätzliche Haut mit dem kleinen Fettpolster können sie sich besser strecken und ausdehnen, was beispielsweise beim Klettern hilfreich ist.

    Manche Menschen meinen, die kleine Speckfalte am Bauch rühre bei weiblichen Tieren speziell von der Kastration her (Stichwort: „Nach der Operation nicht richtig zusammengenäht“). Das ist zwar falsch, jedoch tritt der kleine „Schwabbelbauch“ nur bei erwachsenen Tieren auf. Und je älter der Kater oder die Katze, desto schwächer das Bindegewebe. Zudem veränderten sich durch eine Kastration die Hormone der Tiere, was das Bindegewebe zusätzlich schwäche und so die Bildung der Bauchfalten begünstige, schreibt beispielsweise die Katzenbetreuung Dortmund.

    Der kleine Bauch hat nichts mit Übergewicht zu tun

    Erwachsene Katzen mit kleinem Schwabbelbauch sind in der Regel also kerngesund und anatomisch gut gebaut. Zu viel Fett sollte sich dort jedoch nicht ansammeln. Übergewicht ist für Katzen genauso ungesund wie für Menschen. Und schwillt der Bauch an oder lässt sich beispielsweise verändertes Gewebe ertasten, sollte man auf jeden Fall mit seiner Katze in die nächste Tierarztpraxis.

    Quellen: Katzenbetreuung Dortmund, „Livescience.com“, 

    Quelle: Stern