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  • Rohstoffe China Unabhängigkeit: EU Sichert Deal mit Australien

    Rohstoffe China Unabhängigkeit: EU Sichert Deal mit Australien

    „Der weltweit größte Lithiumlieferant“ – mit diesen Worten beschreibt EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen Australien. Um sich den Zugang zu wichtigen Rohstoffen zu sichern und die Abhängigkeit von China zu verringern, hat die Europäische Union nun ein Handelsabkommen mit Australien geschlossen. Ziel ist es, europäische Unternehmen unabhängiger von einzelnen Lieferanten zu machen.

    Symbolbild zum Thema Rohstoffe China Unabhängigkeit
    Symbolbild: Rohstoffe China Unabhängigkeit (Bild: Picsum)

    Warum strebt die EU rohstoffe china unabhängigkeit an?

    Die Europäische Union möchte ihre Abhängigkeit von China reduzieren, da das Land derzeit den Großteil der europäischen Rohstoffimporte liefert und zahlreiche Patente für die Verarbeitung dieser Rohstoffe hält. Die EU will sicherstellen, dass kein Land den Zugang zu wichtigen Ressourcen als Druckmittel einsetzen kann. Wie Stern berichtet, sollen durch das Abkommen Zölle abgebaut und der Handel erleichtert werden. (Lesen Sie auch: Lufthansa München Ausbau: Zehn Millionen Mehr Passagiere?)

    Das Handelsabkommen zwischen der EU und Australien

    Nach jahrelangen Verhandlungen unterzeichneten EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der australische Premierminister Anthony Albanese in Canberra das Abkommen. Es zielt darauf ab, Zölle abzubauen und den Handel mit Dienstleistungen sowie gegenseitige Investitionen zu erleichtern. Ein zentraler Punkt ist der Abbau von Zöllen auf Rohstoffe und verarbeitete Produkte.

    Die EU exportiert im Gegenzug Maschinen, Chemikalien und Bauteile für den Verkehrssektor nach Australien. Davon profitiert insbesondere die deutsche Maschinenbau- und Chemieindustrie. (Lesen Sie auch: Mercosur Freihandelsabkommen: Startschuss am 1. Mai?)

    Länder-Kontext

    • Österreichische Unternehmen könnten von dem Abkommen profitieren, insbesondere im Bereich Maschinenbau und spezialisierte chemische Produkte.
    • Die österreichische Bundesregierung unterstützt grundsätzlich die Diversifizierung der Rohstoffquellen, um die Abhängigkeit von einzelnen Ländern zu verringern.
    • Das Abkommen könnte auch Auswirkungen auf den Hafenstandort Triest haben, der als wichtiger Umschlagplatz für Waren zwischen Asien und Europa fungiert.
    • Die zuständigen Behörden in Österreich, wie das Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft, werden die Umsetzung des Abkommens genau beobachten.

    Welche Rohstoffe sind besonders wichtig?

    Australien gilt als bedeutender Lieferant von Lithium und verfügt über weitere Rohstoffe, die für Zukunftstechnologien unerlässlich sind. Dazu gehören beispielsweise Rohstoffe für Elektroautos und Offshore-Windkraftanlagen. Die Europäische Union will durch das Abkommen sicherstellen, dass europäische Unternehmen einen besseren Zugang zu diesen Ressourcen erhalten.

    Wie geht es weiter?

    Der Handelsvertrag wird nun einer juristischen Prüfung unterzogen und in die 24 Amtssprachen der EU übersetzt. Anschließend müssen das Europäische Parlament und das australische Parlament das Abkommen ratifizieren. Dieser Prozess kann mehrere Monate dauern. (Lesen Sie auch: Immobilienmarkt Babyboomer: Kommt die Preiswelle Wirklich?)

    EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen betonte, dass durch das Abkommen sichergestellt werden solle, dass kein Land den Zugang zu Energie, Halbleitern oder Seltenerdmineralien als Waffe nutzen könne, um die europäische Wirtschaft zu beeinflussen. Mehr Informationen zum Thema finden sich auf der abschaffen.EU Seite.

    Detailansicht: Rohstoffe China Unabhängigkeit
    Symbolbild: Rohstoffe China Unabhängigkeit (Bild: Picsum)

    Ausblick auf die regionale Bedeutung

    Für Österreich könnte das Abkommen mit Australien neue Chancen eröffnen, insbesondere für Unternehmen, die im Bereich der erneuerbaren Energien und der Elektromobilität tätig sind. Die Diversifizierung der Rohstoffquellen könnte dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Industrie zu stärken und die Abhängigkeit von einzelnen Lieferländern zu reduzieren. Die ORF bietet regelmäßig Updates zu diesem Thema. (Lesen Sie auch: Nvidia Aktie: Analysten sehen Kurspotenzial – KI-Boom)

    Illustration zu Rohstoffe China Unabhängigkeit
    Symbolbild: Rohstoffe China Unabhängigkeit (Bild: Picsum)
  • Start-ups: Schnell und für 100 Euro gründen: "EU Inc." vorgestellt

    Start-ups: Schnell und für 100 Euro gründen: "EU Inc." vorgestellt

    Start-ups gründen oft lieber in den USA als in Europa. Das soll sich ändern. Der Vorschlag der EU-Kommission: Eine neue Unternehmensform namens „EU Inc.“

    Unternehmen sollen in der EU schneller gegründet werden und leichter in der gesamten Union aktiv sein können. „Jeder Unternehmer kann dann innerhalb von 48 Stunden von jedem Ort in der Europäischen Union aus ein Unternehmen gründen – und zwar vollständig online“, sagte Ursula von der Leyen, Präsidentin der EU-Kommission. Sie stellte den Vorschlag für eine „EU Inc.“ genannte neue Unternehmensform vor. Die Gründung soll maximal 100 Euro kosten und auch ohne ein bestimmtes Startkapital möglich sein. 

    Als EU Inc. kann dem Vorschlag zufolge grundsätzlich jedes Unternehmen eingetragen werden, unabhängig von der Größe. Für die Unternehmensform soll vieles einfacher sein: etwa persönliche Behördengänge entfallen, Vorstandstreffen online möglich sein und Unternehmen schneller abgewickelt werden können. 

    Unternehmen sollen leichter expandieren können

    Das Ziel: Die europäische Wirtschaft stärken durch mehr Innovation in Europa, Investitionen in Start-ups und leichtere Expansion in den gesamten europäischen Binnenmarkt. Denn die Regeln sollen grundsätzlich in der ganzen EU gleich sein, unabhängig vom Sitz des Unternehmens. 

    Nationale Regelungen etwa zu Arbeits-, Sozial- und Steuerrecht werden laut Kommission aber nicht berührt. In diesen Bereichen soll das Recht des Staates gelten, in dem die EU Inc. eingetragen ist. So sollen etwa Arbeitnehmerrechte gewahrt werden. 

    Sorge um Arbeitnehmerrechte

    Vor der Vorstellung des Kommissionsvorschlags hatten sich unter anderem Gewerkschaften besorgt gezeigt, ob dies ausreichend sichergestellt ist. Auch SPD-Politiker René Repasi, der im Europaparlament federführend für einen Vorschlag zum gleichen Thema war, warnte, es wäre bei Umsetzung des EU Inc.-Vorschlags der Kommission einfach, wirtschaftliche Tätigkeit und rechtlichen Sitz einer Gesellschaft voneinander zu trennen. Es bestehe die Gefahr, dass so die Mitbestimmungsrechte der Arbeitnehmer umgangen würden. Diese sind etwa in Deutschland groß.

    Für die Umsetzung des Vorschlags sind die Zustimmung der Mitgliedstaaten und des Europäischen Parlaments nötig.