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Firmeninsolvenzen 2025: Höchster Stand seit über Zehn Jahren

Ariane Nagel Ariane Nagel 13. März 2026 3 Min. Lesezeit 406 Aufrufe 0

Firmeninsolvenzen 2025 erreichen Höchststand seit 2014 – Ein Überblick

Die Zahl der Firmeninsolvenzen 2025 in Deutschland ist auf den höchsten Stand seit 2014 gestiegen, was auf anhaltende wirtschaftliche Herausforderungen hinweist. Trotz einer leichten Verlangsamung des Anstiegs bleibt die Situation angespannt, insbesondere in bestimmten Branchen.

Symbolbild zum Thema Firmeninsolvenzen 2025
Symbolbild: Firmeninsolvenzen 2025 (Bild: Picsum)

Die wichtigsten Fakten

  • 24.064 beantragte Firmeninsolvenzen in Deutschland im Jahr 2025.
  • Anstieg der Firmeninsolvenzen um 10,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
  • Forderungen der Gläubiger aus Firmeninsolvenzen beliefen sich auf 47,9 Milliarden Euro.
  • Verkehr, Lagerei, Gast- und Baugewerbe am stärksten betroffen.
Unternehmen Details
Insolvenzen 2025 24.064
Veränderung zum Vorjahr +10,3%
Gläubigerforderungen 47,9 Mrd. Euro

Wie haben sich die Firmeninsolvenzen 2025 entwickelt?

Die Zahl der beantragten Firmeninsolvenzen in Deutschland erreichte 2025 mit 24.064 Fällen den höchsten Stand seit 2014. Das Statistische Bundesamt meldete einen Anstieg von 10,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Obwohl der Anstieg geringer ausfiel als in den Vorjahren 2023 und 2024, als die Firmenpleiten um jeweils mehr als 20 Prozent zunahmen, signalisiert die Entwicklung weiterhin wirtschaftliche Schwierigkeiten für viele Unternehmen.

Die Entwicklung der Verbraucherinsolvenzen

Neben den Firmeninsolvenzen stiegen auch die Verbraucherinsolvenzen. Im Jahr 2025 wurden 77.219 Fälle verzeichnet, was einem Anstieg von 8,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dies deutet darauf hin, dass auch private Haushalte zunehmend unter finanziellen Belastungen leiden. (Lesen Sie auch: Eintracht Frankfurt Verlust: Bosse Suchen Lösungen)

Welche Branchen sind besonders betroffen?

Besonders stark von den Firmeninsolvenzen betroffen waren im vergangenen Jahr die Branchen Verkehr und Lagerei sowie das Gast- und Baugewerbe. Bezogen auf 10.000 Unternehmen gab es 69 Insolvenzen. Diese Zahlen verdeutlichen, dass bestimmte Wirtschaftsbereiche anfälliger für die aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen sind.

📊 Wirtschaftlicher Hintergrund

Die Pleitewelle in Deutschland wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst, darunter steigende Energiepreise, Lieferkettenprobleme und eine allgemeine Konjunkturabschwächung. Auch geopolitische Unsicherheiten, wie der mögliche Iran-Krieg, tragen zur Verunsicherung bei.

Wie hoch waren die Forderungen der Gläubiger?

Die Forderungen der Gläubiger aus den Unternehmensinsolvenzen beliefen sich 2025 auf rund 47,9 Milliarden Euro. Im Vorjahr waren es noch 58,1 Milliarden Euro. Der Rückgang ist darauf zurückzuführen, dass es 2024 mehr Großinsolvenzen gab, die entsprechend höhere Forderungen nach sich zogen. (Lesen Sie auch: Deutsche Börse Allfunds: Mega-Deal Rückt Näher)

Wie ist der Ausblick für 2026?

Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) äußert sich vorsichtig optimistisch. BVR-Chefvolkswirt Andreas Bley prognostiziert, dass die Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2026 um 3,7 Prozent auf 23.100 Fälle sinken könnten, wenn der Iran-Krieg bald endet und die Energiepreise sinken. Auch die Verbraucherinsolvenzen könnten leicht zurückgehen. Steigende Energiepreise könnten die Situation jedoch verschärfen.

Wie Stern berichtet, hatte die Zahl der Unternehmensinsolvenzen zuletzt im Jahr 2014 mit 24.085 Fällen einen ähnlich hohen Wert erreicht.

Das Statistische Bundesamt stellt detaillierte Daten zu Firmeninsolvenzen bereit.

Die Bundesbank analysiert regelmäßig die wirtschaftliche Lage und deren Auswirkungen auf Unternehmen.

Häufig gestellte Fragen

Welche Faktoren tragen zum Anstieg der Firmeninsolvenzen bei?

Verschiedene Faktoren spielen eine Rolle, darunter steigende Energiekosten, anhaltende Lieferkettenprobleme, eine schwächere Konjunktur und geopolitische Unsicherheiten wie der Konflikt im Nahen Osten. Diese Einflüsse belasten die Unternehmen und führen zu finanziellen Schwierigkeiten. (Lesen Sie auch: Forbes Liste Milliardäre: KI macht Reichste noch…)

Detailansicht: Firmeninsolvenzen 2025
Symbolbild: Firmeninsolvenzen 2025 (Bild: Picsum)

Wie wirkt sich die aktuelle Situation auf Arbeitnehmer aus?

Die steigende Zahl an Firmeninsolvenzen kann zu Arbeitsplatzverlusten führen, insbesondere in den betroffenen Branchen. Arbeitnehmer sollten sich über ihre Rechte informieren und gegebenenfalls Beratungsangebote in Anspruch nehmen, um sich auf mögliche Veränderungen vorzubereiten.

Gibt es staatliche Hilfen für Unternehmen in Not?

Die Bundesregierung bietet verschiedene Unterstützungsprogramme für Unternehmen an, die in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind. Diese reichen von Kreditprogrammen bis hin zu Beratungsleistungen. Unternehmen sollten sich frühzeitig über diese Angebote informieren.

Welche Rolle spielen die Energiepreise bei den Insolvenzen?

Hohe Energiepreise belasten energieintensive Branchen besonders stark und können zu Wettbewerbsnachteilen führen. Viele Unternehmen sind gezwungen, ihre Preise zu erhöhen, was wiederum die Nachfrage beeinflussen kann. Langfristig können hohe Energiepreise die Wirtschaftlichkeit von Unternehmen gefährden. (Lesen Sie auch: Vorzeitiger Renteneintritt: Geld Verschenken? das Sollten Sie…)

Illustration zu Firmeninsolvenzen 2025
Symbolbild: Firmeninsolvenzen 2025 (Bild: Picsum)