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Rohölverarbeitung verkauft: BP

Marketing Marketing 26. Mai 2026 2 Min. Lesezeit 17 Aufrufe 0

Eine der größten Raffinerien Deutschlands soll den Eigentümer wechseln. Der Mineralölkonzern BP will die Raffinerie Gelsenkirchen an die Klesch-Gruppe verkaufen. Nun stimmt die EU-Kommission zu.

Symbolbild zum Thema Rohölverarbeitung Verkauft
Symbolbild: Rohölverarbeitung Verkauft (Bild: Picsum)

Der Mineralölkonzern BP darf aus EU-Sicht seine Raffinerie in Gelsenkirchen an den Raffineriebetreiber Klesch-Gruppe verkaufen. Es gebe keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken gegen einen Zusammenschluss, teilte die EU-Kommission mit. Die Unternehmen hätten nur eine begrenzte gemeinsame Marktstellung. Bei großen Übernahmen prüft die Brüsseler Behörde, ob dadurch unverhältnismäßig große Einschränkungen des freien Wettbewerbs entstehen können.  (Lesen Sie auch: Rohölverarbeitung: BP verkauft Raffinerie Gelsenkirchen – EU…)

Die Raffinerie Gelsenkirchen ist eine der größten Deutschlands. Der aus zwei Standorten bestehende Komplex kann jährlich rund zwölf Millionen Tonnen Rohöl verarbeiten. Hergestellt werden vor allem Kraftstoffe für den Straßen- und Luftverkehr. Produziert werden auch Rohstoffe für die petrochemische Industrie. 

Rund 1.800 Beschäftigte (Lesen Sie auch: Kein Geld verschenken: Fünf Tricks für mehr…)

Der integrierte Raffineriekomplex mitsamt Tanklager in Bottrop beschäftigt laut BP-Angaben von März rund 1.800 Menschen. Der Konzern hatte im März angekündigt, die Raffinerie an die konzernunabhängige Klesch-Gruppe zu verkaufen. Der Verkauf soll nach einer Zustimmung der Behörden noch in der zweiten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen werden, hieß es damals.

Die auf Malta ansässige Klesch‑Gruppe des US-Amerikaners A. Gary Klesch betreibt in Europa zwei Ölraffinerien: die Raffinerie Heide im schleswig-holsteinischen Kreis Dithmarschen und eine Raffinerie im dänischen Kalundborg.  (Lesen Sie auch: Gemeinde-Check: Wo man in Deutschland besonders gut…)

Bericht: Bundesministerium prüft

Detailansicht: Rohölverarbeitung Verkauft
Symbolbild: Rohölverarbeitung Verkauft (Bild: Picsum)

Das Bundeswirtschaftsministerium prüft laut einem „Spiegel“-Bericht von April ebenfalls den Verkauf der Raffinerie und nimmt dafür eine Investitionsprüfung vor. Hinter der auf Malta ansässigen Klesch-Gruppe stehe ein undurchsichtiges Firmenkonstrukt in der Steueroase Jersey, berichtete der „Spiegel“. Der Staat kann unter bestimmten Voraussetzungen den Erwerb von Firmen durch nicht-europäische Investoren untersagen. (Lesen Sie auch: Anwältin für Kündigungen: „Man kann jeden Mitarbeiter…)

Ursprünglich berichtet von: Stern

Illustration zu Rohölverarbeitung Verkauft
Symbolbild: Rohölverarbeitung Verkauft (Bild: Picsum)