FHM.
Home Digital Leben mit Zöliakie: Glutenfrei – Was…
Digital

Leben mit Zöliakie: Glutenfrei – Was Betroffene Wissen Müssen

Ariane Nagel Ariane Nagel 16. Mai 2026 4 Min. Lesezeit 9 Aufrufe 0

Leben Mit Zöliakie bedeutet für Betroffene eine strikt glutenfreie Ernährung. Doch was genau verbirgt sich hinter dieser Autoimmunerkrankung, welche Symptome treten auf und was ist im Alltag beim Umgang mit Lebensmitteln zu beachten? Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Verbraucher-Warnung

  • Zöliakie ist eine Autoimmunerkrankung, die eine lebenslange glutenfreie Ernährung erfordert.
  • Symptome können vielfältig sein, von Durchfall bis hin zu Verstopfung.
  • Achten Sie auf verstecktes Gluten in verarbeiteten Lebensmitteln.
  • Bei Verdacht auf Zöliakie sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Was ist Gluten eigentlich?

Gluten ist ein Klebereiweiß, das vor allem in Getreidesorten wie Weizen, Dinkel, Gerste und Roggen vorkommt. Wie Stern berichtet, ist es für Menschen mit Zöliakie problematisch.

Was ist Zöliakie?

Zöliakie ist eine Autoimmunerkrankung. Bei Betroffenen löst Gluten eine Immunreaktion aus, die zu Entzündungen im Dünndarm und zur Schädigung der Darmschleimhaut führt. Schon kleinste Mengen Gluten können diese Reaktion auslösen, so die Deutsche Zöliakie Gesellschaft (DZG). Langfristig kann dies zu Nährstoffmängeln und Folgeerkrankungen wie Osteoporose führen.

📌 Hintergrund

Die Darmschleimhaut ist mit Zotten ausgekleidet, die für die Nährstoffaufnahme zuständig sind. Bei Zöliakie werden diese Zotten durch die Entzündung zurückgebildet, was die Nährstoffaufnahme beeinträchtigt.

Symbolbild zum Thema Leben Mit Zöliakie
Symbolbild: Leben Mit Zöliakie (Bild: Picsum)

Die Gastroenterologin Birgit Terjung erklärt, dass sich die Darmschleimhaut bei einer glutenfreien Ernährung in der Regel innerhalb von ein bis zwei Jahren wieder aufbaut.

Es ist wichtig, Zöliakie von einer Weizenallergie zu unterscheiden. Bei einer Weizenallergie reagieren Betroffene auf bestimmte Weizenproteine, vertragen aber oft andere glutenhaltige Getreidearten.

Welche Symptome treten bei Zöliakie auf?

Typische Symptome von Zöliakie sind Durchfall, Gewichtsverlust und Müdigkeit. Es können aber auch Verstopfung, Bauchschmerzen und Blähungen auftreten.

Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) bietet weitere Informationen zu Zöliakie und ihren vielfältigen Erscheinungsformen.

Was müssen Betroffene beim Leben mit Zöliakie beachten?

Das A und O ist eine strikt glutenfreie Ernährung. Das bedeutet, dass Betroffene alle Lebensmittel meiden müssen, die Gluten enthalten. Dazu gehören nicht nur offensichtliche Produkte wie Brot, Nudeln und Gebäck, sondern auch viele verarbeitete Lebensmittel, in denen Gluten als Zutat oder Trägerstoff enthalten sein kann.

💡 Tipp

Achten Sie beim Einkauf auf das glutenfreie Symbol (eine durchgestrichene Ähre) und lesen Sie die Zutatenlisten sorgfältig durch. Im Zweifelsfall lieber auf das Produkt verzichten. (Lesen Sie auch: Toter Wal Anholt: Buckelwal vor Dänischer Insel…)

Beim Kochen und Backen sollten glutenfreie Mehle und andere glutenfreie Zutaten verwendet werden. Auch bei der Zubereitung von Speisen ist Vorsicht geboten: Kontaminierung mit Gluten kann bereits durch die Verwendung derselben Küchenutensilien oder Arbeitsflächen erfolgen.

Wie funktioniert die Diagnose von Zöliakie?

Bei Verdacht auf Zöliakie sollte ein Arzt aufgesucht werden. Dieser kann verschiedene Untersuchungen durchführen, um die Diagnose zu sichern. Dazu gehören Bluttests, bei denen bestimmte Antikörper im Blut nachgewiesen werden, sowie eine Dünndarmbiopsie, bei der eine Gewebeprobe entnommen und untersucht wird.

Die Deutsche Zöliakie Gesellschaft (DZG) bietet Betroffenen und Interessierten umfassende Informationen und Unterstützung.

Welche Getreidesorten sind bei Zöliakie erlaubt?

Erlaubt sind glutenfreie Getreidesorten wie Reis, Mais, Hirse, Buchweizen und Quinoa. Auch spezielle glutenfreie Mehle und Backmischungen sind erhältlich.

Wo versteckt sich Gluten in Lebensmitteln?

Gluten kann in vielen verarbeiteten Lebensmitteln enthalten sein, z.B. in Soßen, Suppen, Fertiggerichten, Wurstwaren und Süßigkeiten. Achten Sie auf Zutaten wie Weizenstärke, modifizierte Stärke oder Malz. (Lesen Sie auch: Buckelwal Ostsee Verschollen: Lebt Er noch)

Wie vermeide ich Kontamination mit Gluten in der Küche?

Verwenden Sie separate Küchenutensilien, Schneidebretter und Arbeitsflächen für glutenfreie Speisen. Reinigen Sie alle Oberflächen gründlich, bevor Sie glutenfreie Lebensmittel zubereiten.

Welche Auswirkungen hat Zöliakie auf die Lebensqualität?

Mit einer konsequenten glutenfreien Ernährung können die Symptome der Zöliakie in der Regel vollständig beseitigt werden. Dies führt zu einer deutlichen Verbesserung der Lebensqualität. (Lesen Sie auch: Drip Spa Infusionen: Bundesinstitut warnt vor Risiken!)

Detailansicht: Leben Mit Zöliakie
Symbolbild: Leben Mit Zöliakie (Bild: Picsum)

Gibt es eine Heilung für Zöliakie?

Nein, Zöliakie ist derzeit nicht heilbar. Die einzige Behandlungsmöglichkeit ist eine lebenslange glutenfreie Ernährung.

Illustration zu Leben Mit Zöliakie
Symbolbild: Leben Mit Zöliakie (Bild: Picsum)