Zeitumstellung Frauen: Umfrage zeigt Stärkere Beschwerden

Viele Frauen leiden stärker unter den Auswirkungen der Zeitumstellung als Männer. Laut einer aktuellen Umfrage klagen 38 Prozent der Frauen über gesundheitliche Beschwerden wie Schlafstörungen und Gereiztheit nach der Umstellung, verglichen mit nur 22 Prozent der Männer.

Welche Beschwerden treten bei der Zeitumstellung auf?
Die häufigsten Beschwerden nach der Zeitumstellung sind Müdigkeit und Schlappheit, von denen 78 Prozent der Betroffenen berichten. Zwei Drittel haben Einschlafprobleme und Schlafstörungen, während knapp die Hälfte Schwierigkeiten hat, sich zu konzentrieren. Zudem fühlen sich 34 Prozent der Frauen häufiger gereizt, im Vergleich zu 27 Prozent der Männer. (Lesen Sie auch: Verkehrsministerkonferenz: Sicherheit im Zug – um welche…)
Zusammenfassung
- Frauen leiden häufiger unter den Folgen der Zeitumstellung als Männer.
- Müdigkeit und Schlafstörungen sind die häufigsten Beschwerden.
- Vor allem jüngere Menschen halten die Zeitumstellung für sinnvoll.
- Die Mehrheit der Deutschen befürwortet die Abschaffung der Zeitumstellung.
Wer leidet besonders unter der Zeitumstellung?
Besonders betroffen von gesundheitlichen Problemen nach der Zeitumstellung sind die 30- bis 44-Jährigen, von denen 36 Prozent bereits Schwierigkeiten hatten. Dicht dahinter folgen die 45- bis 59-Jährigen mit 33 Prozent. Jüngere Menschen zwischen 24 und 29 Jahren scheinen weniger belastet zu sein, hier klagt nur knapp ein Viertel (24 Prozent) über Beschwerden.
Wie stehen die Deutschen zur Zeitumstellung?
Die Mehrheit der Deutschen, nämlich 71 Prozent, hält die Zeitumstellung für überflüssig. Dieser Wert ist fast gleich hoch wie im Vorjahr. Interessanterweise befürworten vor allem die über 60-Jährigen die Abschaffung, obwohl sie selbst am wenigsten unter den Folgen leiden (80 Prozent). Die größte Zustimmung zur Zeitumstellung findet sich bei den 14- bis 29-Jährigen, von denen sich 44 Prozent dafür aussprechen. Bei den Menschen ab 45 Jahren sind es nur noch 18 Prozent. (Lesen Sie auch: Angriff auf Journalisten: Polizei Nimmt Rechtsextreme in…)
Seit wann gibt es die Sommerzeit in Deutschland und der EU?
In Deutschland wurde die Sommerzeit im Jahr 1980 eingeführt. Seit 1996 gilt sie EU-weit einheitlich. Ziel war es, Energie zu sparen und die Abendstunden besser zu nutzen. Ob diese Ziele erreicht wurden, ist jedoch umstritten. Kritiker bemängeln die gesundheitlichen Auswirkungen und die geringe Energieeinsparung. Das Umweltbundesamt hat sich bereits kritisch zur Energieeinsparung geäußert.
Die Zeitumstellung erfolgt zweimal jährlich: Im Frühjahr wird die Uhr um eine Stunde vorgestellt, im Herbst um eine Stunde zurückgestellt. Ziel ist es, das Tageslicht besser zu nutzen und Energie zu sparen. (Lesen Sie auch: Ostseeküste: Kommt ein Wal nach Timmendorf –…)
Welche Auswirkungen hat die Zeitumstellung auf die Arbeitswelt?
Erwerbstätige Frauen, die unter der Zeitumstellung leiden, haben seltener Probleme, pünktlich zur Arbeit zu erscheinen (15 Prozent) als Männer (24 Prozent). Laut der Umfrage der DAK-Gesundheit belastet die Zeitumstellung insgesamt 30 Prozent der Menschen, ähnlich viele wie im Vorjahr. Wie Stern berichtet, zeigt die Umfrage deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern.

Die Debatte um die Abschaffung der Zeitumstellung ist nicht neu. Das Europäische Parlament hat sich bereits 2019 für eine Abschaffung ausgesprochen, jedoch konnte sich der Rat der Europäischen Union bisher nicht auf eine gemeinsame Position einigen. Somit bleibt die Zeitumstellung vorerst bestehen. Die DAK-Gesundheit bietet auf ihrer Webseite Informationen und Tipps zum Umgang mit den Beschwerden nach der Zeitumstellung. (Lesen Sie auch: Gesundheitsgefahr: Bakterien: Aldi nimmt Kräutermischung aus dem…)
Die Ergebnisse der Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit zeigen, dass die zeitumstellung frauen unterschiedlich betrifft und ein Großteil der Bevölkerung die Abschaffung befürwortet. Es bleibt abzuwarten, ob die Politik auf diese Stimmen reagiert und die Zeitumstellung in Zukunft tatsächlich abgeschafft wird.




