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  • Rohstoffpreise Anstieg: Deutsche Industrie in großer Sorge

    Rohstoffpreise Anstieg: Deutsche Industrie in großer Sorge

    Der Rohstoffpreise Anstieg trifft die deutsche Industrie hart. Nicht nur Energie wird teurer, sondern fast alle Metalle. Die Rohstoffpreise eilen fast wieder zu ihrem Rekordhoch von 2021, so die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw). Der Iran-Krieg verstärke diese Entwicklung noch.

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    Symbolbild: Rohstoffpreise Anstieg (Bild: Picsum)
    Event Rohstoffpreise steigen
    Datum Aktuell
    Ort Weltweit
    Schlüsselmomente Anstieg der Edelmetallpreise, Verteuerung seltener Erden, Industriemetalle legen zu

    Explosion bei Edelmetallen und Seltenen Erden

    Die Edelmetalle führen die Preisrallye an. Im ersten Quartal gab es ein Plus von über 34 Prozent, wie Stern berichtet. Obwohl Gold und Silber im März wieder etwas günstiger wurden, bleibt der Trend deutlich.

    Seltene Erden folgen mit einem Preisanstieg von 29,3 Prozent. Hier spielen Chinas Exportkontrollen eine große Rolle, da das Land den Großteil des Weltmarktes kontrolliert. Die künstliche Verknappung treibt die Preise. (Lesen Sie auch: Kraftstoffe: Tankrabatt kappt Preise – ADAC: Noch…)

    Industriemetalle ziehen nach

    Auch Industriemetalle verteuerten sich, und zwar um 14,3 Prozent. Besonders auffällig: Lithium verteuerte sich um über 80 Prozent. Wolfram legte sogar um mehr als 130 Prozent zu. Lithium wird unter anderem für Batterien von Elektroautos benötigt. Wolfram wird laut vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt für KI-Chips und Waffen gebraucht.

    Ergebnis & Fakten

    • Edelmetalle: Preisanstieg von über 34 Prozent im ersten Quartal
    • Seltene Erden: Verteuerung um 29,3 Prozent, beeinflusst durch Chinas Exportkontrollen
    • Industriemetalle: Anstieg um 14,3 Prozent, Lithium und Wolfram besonders betroffen
    • Iran-Krieg: Befeuert die Entwicklung zusätzlich

    Was bedeutet das Ergebnis?

    Der Preisanstieg bei Rohstoffen ist ein schlechtes Signal für die deutsche Industrie. Höhere Kosten für Energie und Metalle belasten die Unternehmen zusätzlich. Kaum eine Branche bleibt von den Preissteigerungen unberührt, so die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw).

    Die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten, wie China bei den Seltenen Erden, verschärft die Situation. Die deutsche Wirtschaft muss sich breiter aufstellen und alternative Bezugsquellen erschließen. Das Handelsblatt analysiert regelmäßig die Auswirkungen solcher Entwicklungen auf den deutschen Markt. (Lesen Sie auch: Gelber Riese: Neuer Konzernname: Deutsche Post wird…)

    Wie kann die Industrie reagieren?

    Die Unternehmen müssen ihre Produktionsprozesse optimieren und effizienter mit den Ressourcen umgehen. Auch die Entwicklung neuer Technologien, die weniger Rohstoffe benötigen, ist entscheidend. Die Politik ist gefordert, die Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Rohstoffversorgung zu schaffen.

    📌 Gut zu wissen

    Einige Unternehmen setzen bereits auf Recycling und die Rückgewinnung von Rohstoffen aus alten Produkten, um die Abhängigkeit von neuen Rohstoffen zu verringern.

    Detailansicht: Rohstoffpreise Anstieg
    Symbolbild: Rohstoffpreise Anstieg (Bild: Picsum)

    Die Rolle des Iran-Kriegs

    Der Iran-Krieg verschärft die Situation zusätzlich. Die Unsicherheit auf den Energiemärkten treibt die Preise für Öl und Gas nach oben. Auch die Lieferketten sind durch die Konflikte gefährdet. Die deutsche Industrie muss sich auf weitere Turbulenzen einstellen. (Lesen Sie auch: Neue Drohungen aus den USA: Klingbeil fordert…)

    Die aktuelle Situation zeigt, wie wichtig eine stabile und sichere Energieversorgung ist. Die Abhängigkeit von einzelnen Ländern und Regionen birgt Risiken. Es ist an der Zeit, die Energiewende voranzutreiben und auf erneuerbare Energien zu setzen. Die Bundesregierung hat sich dazu verpflichtet, die Energiewende in Deutschland zu beschleunigen.

    Die steigenden Rohstoffpreise sind ein Weckruf für die deutsche Wirtschaft. Es ist Zeit, umzudenken und neue Wege zu gehen. Nur so kann die Industrie ihre Wettbewerbsfähigkeit erhalten und die Herausforderungen der Zukunft meistern.

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    Symbolbild: Rohstoffpreise Anstieg (Bild: Picsum)
  • DIHK Rüstungsumfrage: Industrie Sieht Chance im Konflikt

    DIHK Rüstungsumfrage: Industrie Sieht Chance im Konflikt

    Die aktuelle konjunkturelle Lage ist angespannt, während geopolitische Konflikte die Weltlage bestimmen. Die aktuelle DIHK Rüstungsumfrage zeigt, dass fast ein Drittel der deutschen Industrieunternehmen in der Rüstungsproduktion eine Chance für ihr Geschäftsmodell sieht. Dies spiegelt die Erwartung guter Perspektiven in der Verteidigungsindustrie wider.

    Symbolbild zum Thema Dihk Rüstungsumfrage
    Symbolbild: Dihk Rüstungsumfrage (Bild: Picsum)

    Auf einen Blick

    • DIHK-Umfrage sieht Chancen in der Rüstungsindustrie
    • Jeder sechste Industriebetrieb in Deutschland ist bereits in die Wertschöpfungskette der Rüstungsindustrie eingebunden
    • Fahrzeugbau ist Vorreiter bei der Einbindung in die Rüstungsindustrie
    • Weitere Unternehmen planen Engagement im Verteidigungssektor

    Deutsche Industrie entdeckt Rüstung als Geschäftsfeld

    Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) hat eine Sonderauswertung durchgeführt, die der „Wirtschaftswoche“ vorliegt. Wie Stern berichtet, deutet die dihk rüstungsumfrage darauf hin, dass sich die deutsche Industrie zunehmend der Rüstungsproduktion zuwendet. Fast ein Drittel der befragten Unternehmen erblickt im Bereich der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie neue Geschäftsmöglichkeiten. DIHK-Experte Rainer Kambeck kommentierte, dass die Umfrage die positiven Aussichten in diesem Sektor aufgrund der aktuellen geopolitischen Auseinandersetzungen widerspiegelt.

    Wer ist bereits in der Rüstungsindustrie aktiv?

    Laut der Sonderauswertung der DIHK ist bereits jeder sechste Industriebetrieb in Deutschland in die Wertschöpfungskette der Rüstungsindustrie integriert. Der Fahrzeugbau nimmt hierbei eine Spitzenposition ein: Dort sind 36 Prozent der Unternehmen direkt oder indirekt in der Verteidigungswirtschaft tätig. Allerdings produzieren nur 2,5 Prozent aller Industriebetriebe explizit militärische Güter. Ein größerer Anteil, nämlich 6,9 Prozent, fertigt Güter, die sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden können. Weitere 7,6 Prozent sehen sich als Zulieferer. (Lesen Sie auch: Ulrike Malmendier Interview: Ökonomin fordert Dialog!)

    📌 Hintergrund

    Die geopolitische Lage, insbesondere der Krieg in der Ukraine, hat zu einer verstärkten Nachfrage nach Rüstungsgütern geführt. Dies eröffnet der deutschen Industrie neue Perspektiven, insbesondere im Bereich der sicherheitspolitischen und militärischen Ausrüstung.

    Wie sieht die Zukunft aus?

    Die dihk rüstungsumfrage zeigt, dass über die bereits aktiven 17 Prozent der Industriebetriebe hinaus weitere 12,3 Prozent planen, sich im Verteidigungssektor zu engagieren. Dies deutet auf ein wachsendes Interesse und eine potenzielle Verlagerung von Ressourcen in diesen Bereich hin. Die allgemeine Wirtschaftslage wird jedoch weiterhin als angespannt wahrgenommen, was die Notwendigkeit neuer Geschäftsfelder unterstreicht.

    Was bedeutet das für Bürger?

    Die stärkere Ausrichtung der Industrie auf die Rüstungsproduktion könnte sowohl positive als auch negative Auswirkungen haben. Einerseits könnten neue Arbeitsplätze geschaffen und die deutsche Wirtschaft gestärkt werden. Andererseits wirft die vermehrte Rüstungsproduktion ethische Fragen auf und könnte zu einer weiteren Eskalation internationaler Konflikte beitragen. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Entwicklung langfristig auf die Gesellschaft auswirken wird. (Lesen Sie auch: Spritpreise Aktuell: Koalition plant Schnelle Entlastungen)

    Welche politischen Perspektiven gibt es?

    Während einige Politiker die Stärkung der heimischen Rüstungsindustrie als notwendig erachten, um die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und Europas zu gewährleisten, sehen andere die Entwicklung kritisch. Sie warnen vor einer Aufrüstungsspirale und fordern stattdessen verstärkte diplomatische Bemühungen zur Konfliktlösung. Die Bundesregierung steht vor der Herausforderung, die wirtschaftlichen Interessen der Industrie mit den sicherheitspolitischen und ethischen Bedenken der Bevölkerung in Einklang zu bringen.

    Häufig gestellte Fragen

    Welche konkreten Branchen profitieren am meisten von der Entwicklung?

    Neben dem Fahrzeugbau profitieren vor allem Unternehmen aus den Bereichen Maschinenbau, Elektrotechnik und IT-Sicherheit von der steigenden Nachfrage nach Rüstungsgütern und sicherheitsrelevanten Technologien.

    Detailansicht: Dihk Rüstungsumfrage
    Symbolbild: Dihk Rüstungsumfrage (Bild: Picsum)

    Welche ethischen Bedenken gibt es im Zusammenhang mit der Rüstungsproduktion?

    Kritiker bemängeln, dass die Rüstungsproduktion zur Eskalation von Konflikten beiträgt und Leid verursacht. Zudem wird argumentiert, dass die Ressourcen besser in zivile Bereiche wie Bildung, Gesundheit oder Klimaschutz investiert werden sollten. (Lesen Sie auch: Sonderangebote Supermarkt Seltener: So Sparen Sie Jetzt…)

    Wie beeinflusst die aktuelle geopolitische Lage die deutsche Wirtschaft?

    Die geopolitische Instabilität führt zu erhöhten Energiepreisen, Lieferengpässen und einer allgemeinen Unsicherheit, die sich negativ auf die Konjunktur auswirken kann. Gleichzeitig entstehen aber auch neue Geschäftsmöglichkeiten, beispielsweise in der Rüstungsindustrie.

    Welche Rolle spielt die Bundeswehr bei der Nachfrage nach Rüstungsgütern?

    Die Bundeswehr ist einer der Hauptabnehmer von Rüstungsgütern in Deutschland. Die beschlossene Erhöhung des Verteidigungshaushaltes und die geplanten Modernisierungsmaßnahmen werden die Nachfrage nach militärischer Ausrüstung weiter ankurbeln.

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    Symbolbild: Dihk Rüstungsumfrage (Bild: Picsum)
  • Technologie: Mehr Patente – Industrie verstärkt Forschung und Entwicklung

    Technologie: Mehr Patente – Industrie verstärkt Forschung und Entwicklung

    Deutschlands Industrie ist in der schwierigsten Lage seit Jahrzehnten. Die Bilanz des Patentamts zeigt, wie die Unternehmen auf die technologische Konkurrenz aus China und anderen Ländern reagieren.

    Deutschlands Industrie reagiert mit verstärkter Forschung und Entwicklung auf die technologische Konkurrenz aus China und anderen Nationen. Die Unternehmen haben im vergangenen Jahr deutlich mehr Neuentwicklungen beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) angemeldet als 2024. Das teilte die Münchner Bundesbehörde mit. Insgesamt stieg die Zahl der Patentanmeldungen um 4,7 Prozent auf 62.050. 

    Der Großteil – 42.349 Anmeldungen – stammte nach wie vor von heimischen Unternehmen, ein Plus von 5,6 Prozent. „In wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es ein gutes Zeichen, dass der Schutz von Innovationen gerade für Unternehmen aus Deutschland weiter hohe Priorität hat“, erklärte DPMA-Präsidentin Eva Schewior. Ausländische Firmen reichten 19.701 Patentanmeldungen ein, das war ein niedrigerer Anstieg von 2,8 Prozent. 

    Bosch auf Platz eins

    Die zehn Unternehmen mit den meisten Anmeldungen waren sämtlich Autohersteller und -zulieferer, darunter acht deutsche Firmen. An erster Stelle lag Bosch, gefolgt von Mercedes-Benz, BMW, Audi, VW, Porsche und Schaeffler. Auf den Plätzen acht und neun lagen die US-Konzerne General Motors und Ford, auf dem zehnten Platz dann mit dem Zulieferer ZF wieder ein deutsches Unternehmen. 

    Zahlenmäßig stärkster Technologiesektor war der Maschinenbau mit 24.338 in- und ausländischen Anmeldungen (+2,2 Prozent), gefolgt von der Elektrotechnik mit 19.436 (+ 9,1 Prozent). 

    Die alljährliche Bilanz des Patent- und Markenamts ist ein Indikator der Entwicklungstätigkeit der deutschen Industrie. Ein vollständiges Bild liefern die Zahlen nicht, da Siemens und manche anderen deutschen Unternehmen ihre Neuentwicklungen bevorzugt beim ebenfalls in München sitzenden Europäischen Patentamt einreichen. 

    China im Überblick

    Welle der Markenanmeldungen aus China

    Dass die deutsche Industrie nicht zuletzt wegen des wirtschaftlichen Aufstiegs Chinas mit einer grundlegend veränderten Situation zu kämpfen hat, lässt sich am deutlichsten in einem anderen Bereich der Statistik ablesen: den Markenanmeldungen. Deren Zahl schoss um knapp 20 Prozent auf 96.328 nach oben. 

    Ein Hauptgrund war, dass chinesische Unternehmen die Zahl ihrer Markenanmeldungen im Vergleich zu 2024 fast verdreifachten: von 3.385 auf 10.027. Der Hintergrund: Viele chinesische Firmen haben in den vergangenen Jahren Überkapazitäten aufgebaut und sind dringend auf Exporte angewiesen, um ihre Produktion abzusetzen. Da die US-Regierung unter Präsident Donald Trump chinesische Importe begrenzen will, drängen Unternehmen aus der Volksrepublik verstärkt nach Europa. So haben chinesische Firmen auf Kundensuche auch ihre Präsenz auf europäischen Industriemessen stark erhöht.

    Patente sind profitabel für den Staat

    Für den Staat ist die Arbeit des Patentamts gewinnbringend: Die Behörde erwirtschaftete mit ihren Gebühren 2025 einen Überschuss von 232,6 Millionen Euro, 1,8 Prozent mehr als im Vorjahr.

    Quelle: Stern