2024 und 2025 mussten deutschlandweit bereits zahlreiche Depot-Filialen schließen. Nun soll der Deko-Händler ein weiteres Mal saniert werden. Geschäftsführer Gries nennt mehrere Gründe.
Die Deko-Kette Depot ist erneut in finanzielle Schieflage geraten. Die GDC Deutschland GmbH hat beim Amtsgericht Aschaffenburg die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beantragt, wie eine Gerichtssprecherin bestätigte.
Geschäftsführer Christian Gries will das Unternehmen sanieren. „Wir wollen auf jeden Fall weitermachen und möglichst viele Filialen erhalten“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Als Gründe für die Insolvenz nannte er neben Zöllen und der wachsenden Online-Konkurrenz durch Plattformen wie Temu auch die Kaufzurückhaltung. „Es ist eine schwierige Zeit für den Handel. Viele Kunden schauen stark auf die Preise.“ Preisreduzierungen seien jedoch auf Dauer kein Mittel, um ein rentables Geschäft zu führen.
Gries rechnet mit weiteren Filialschließungen. „Eine genaue Zahl können wir noch nicht sagen.“ Man werde „alles auf den Prüfstand stellen“ und Gespräche mit den Vermietern führen. Zudem soll das Konzept von Depot angepasst werden.
Probleme nach der Pandemie
Das Gericht hat die vorläufige Eigenverwaltung bereits angeordnet. Zum vorläufigen Sachwalter wurde der Rechtsanwalt Thomas Rittmeister aus Frankfurt bestellt. Bei der Eigenverwaltung bleibt die Geschäftsführung im Amt. Die „Lebensmittelzeitung“ hatte zuvor berichtet.Depot hat seinen Sitz im unterfränkischen Großostheim. Während und nach der Corona-Pandemie kämpfte die Kette mit Schwierigkeiten. Schon 2024 meldete das Unternehmen Insolvenz in Eigenverwaltung an. Daraufhin wurden bundesweit zahlreiche Filialen geschlossen.
Aktuell betreibt Depot noch mehr als 150 Geschäfte, vor einigen Jahren waren es noch rund 400. Zur Zahl der Beschäftigten machte Gries auf Nachfrage keine Angaben.
Viele Insolvenzen – Mäc Geiz ebenfalls in dieser Woche
Die Branche steht wegen der schwachen Konsumstimmung und des wachsenden Onlinehandels unter Druck. Jeder sechste Einzelhändler in Deutschland fürchtet laut der monatlichen Konjunkturumfrage des Ifo-Instituts inzwischen um die Existenz. Im April schätzten 17,4 Prozent der Unternehmen ihre Lage als existenzbedrohend ein, so viele wie nie zuvor.
In dieser Woche hatte auch der Non-Food-Discounter Mäc Geiz Insolvenz angemeldet. Die Zahl der Pleiten in der Branche befindet sich auf dem höchsten Stand seit zehn Jahren. Der Kreditversicherer Allianz Trade verzeichnete im vergangenen Jahr 2.571 Fälle. Branchenexperten erwarten weiter steigende Zahlen.
In den vergangenen Jahren haben bereits Zehntausende Geschäfte in Deutschland geschlossen – nicht nur wegen Insolvenzen. Laut einer Schätzung des Handelsverbands Deutschland (HDE) dürfte die Zahl der Läden in diesem Jahr unter 300.000 sinken. Ende 2015 waren es noch etwa 372.000.
Die Kette Mäc Geiz hat Insolvenz angemeldet. Betroffen sind 180 Filialen des Non-Food-Discounters. Als Grund für die Zahlungsunfähigkeit nennt das Unternehmen die anhaltend schwache Konsumlaune in Deutschland.
Symbolbild: Mäc Geiz Insolvenz (Bild: Picsum)
Zahlen & Fakten
Mäc Geiz betreibt 180 Filialen.
Das Unternehmen begründet die Insolvenz mit der Konsumzurückhaltung in Deutschland.
Auch andere bekannte Marken wie Esprit und Tupperware meldeten zuletzt Insolvenz an.
Mäc Geiz Insolvenz: Ein Zeichen für den Einzelhandel?
Wie Stern berichtet, reiht sich der Fall von Mäc Geiz in eine wachsende Zahl prominenter Pleiten ein. Neben der Modekette Esprit und dem Kosmetikhersteller The Body Shop musste auch die Traditionsmarke Tupperware Insolvenz anmelden. Diese Entwicklung wirft Fragen nach der Zukunft des Einzelhandels auf. (Lesen Sie auch: Energieversorgung: Speicherbetreiber sehen Unsicherheit bei Gas-Versorgung)
Welche Faktoren führen zu den aktuellen Insolvenzen?
Mehrere Faktoren tragen zu den finanziellen Schwierigkeiten vieler Unternehmen bei. Akute wirtschaftliche Probleme, wie die hohe Inflation und steigende Energiepreise, belasten die Betriebe. Hinzu kommen strukturelle Veränderungen, wie die Verlagerung der Produktion ins Ausland und die zunehmende Konkurrenz durch Online-Händler. Während der Corona-Pandemie wurden viele Insolvenzen durch staatliche Hilfen aufgeschoben. Nach dem Auslaufen dieser Maßnahmen zeigt sich nun die tatsächliche wirtschaftliche Lage vieler Unternehmen.
📊 Marktdaten
Im Jahr 2023 stieg die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland deutlich an. Besonders betroffen sind Modehändler, die zusätzlich unter dem Trend zum Online-Shopping leiden. (Lesen Sie auch: Bahnreise Günstig: Influencerin verrät Ihre besten Spartipps)
Was bedeutet das für Verbraucher und Arbeitnehmer?
Die Insolvenz von Mäc Geiz und anderen Unternehmen hat direkte Auswirkungen auf Verbraucher und Arbeitnehmer. Kunden müssen sich auf mögliche Filialschließungen und ein eingeschränktes Warenangebot einstellen. Für die Beschäftigten bedeutet die Insolvenz oft den Verlust ihres Arbeitsplatzes. Es bleibt abzuwarten, inwieweit es im Fall von Mäc Geiz zu einer Sanierung und dem Erhalt von Arbeitsplätzen kommen kann.
Wie geht es weiter für Mäc Geiz?
Das Unternehmen hat nun die Möglichkeit, sich im Rahmen eines Insolvenzverfahrens neu aufzustellen. Dies kann beispielsweise durch die Schließung unrentabler Filialen, die Anpassung des Sortiments oder die Suche nach neuen Investoren geschehen. Ob Mäc Geiz eine Zukunft hat, hängt maßgeblich von der erfolgreichen Umsetzung dieser Maßnahmen ab. Experten sehen in der aktuellen Situation eine Chance für eine Konsolidierung des Einzelhandels. Unternehmen, die sich an die veränderten Marktbedingungen anpassen und innovative Konzepte entwickeln, könnten gestärkt aus der Krise hervorgehen. (Lesen Sie auch: Influencerin und Vielfahrerin: „Bahnreisen sind oft günstiger…)
Einige Modehändler versuchen, dem Trend entgegenzuwirken, indem sie verstärkt auf Online-Shopping setzen. Handelsblatt berichtet, dass selbst große Unternehmen ihr Filialnetz verkleinern und sich auf den Online-Handel konzentrieren.
Historischer Vergleich: Insolvenzen im Wandel der Zeit
Insolvenzen sind kein neues Phänomen. Bereits in der Vergangenheit mussten traditionsreiche Unternehmen aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten aufgeben. Die Gründe dafür haben sich jedoch im Laufe der Zeit gewandelt. Während früher oft Produktionsfehler oder Managementfehler zu Insolvenzen führten, spielen heuteGlobalisierung, Digitalisierung und verändertes Konsumverhalten eine größere Rolle. Die Corona-Pandemie und die darauffolgende Inflation haben diese Entwicklung noch verstärkt. (Lesen Sie auch: VW Abgasskandal: Drohen neue Milliardenforderungen an VW?)
Symbolbild: Mäc Geiz Insolvenz (Bild: Picsum)
📌 Hintergrund
Die Insolvenzantragspflicht war während der Corona-Krise teilweise ausgesetzt. Dies führte dazu, dass viele Unternehmen, die eigentlich nicht mehr wirtschaftlich waren, künstlich am Leben erhalten wurden.
Die Insolvenz von Mäc Geiz ist ein Warnsignal für den Einzelhandel. Unternehmen müssen sich den Herausforderungen der Zeit stellen und innovative Wege finden, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Andernfalls droht ihnen das gleiche Schicksal wie Mäc Geiz und vielen anderen Traditionsunternehmen.
Die Bundesregierung hat das Insolvenzrecht in den letzten Jahren mehrfach reformiert, um Unternehmen in Krisensituationen besser zu unterstützen.
Im Privatkonkurs von karl-heinz grasser, dem ehemaligen österreichischen Finanzminister, sind Schulden in Höhe von 23,1 Millionen Euro anerkannt worden. Dies wurde bei einer Prüfungstagsatzung am Bezirksgericht Kitzbühel am Dienstag festgestellt, wie tirol.ORF.at berichtet. Von ursprünglich angemeldeten 35,6 Millionen Euro wurden letztendlich 23,1 Millionen Euro vom Insolvenzverwalter anerkannt.
Symbolbild: Karl-heinz Grasser (Bild: Picsum)
Karl-Heinz Grasser: Hintergrund des Privatkonkurses
Der Privatkonkurs von Karl-Heinz Grasser wurde Ende April 2025 angemeldet. Zuvor war Grasser in mehrere Gerichtsverfahren verwickelt, unter anderem im Zusammenhang mit der BUWOG-Affäre. Diese Affäre trug maßgeblich zu seinem finanziellen Ruin bei. Grasser war von 2000 bis 2007 Finanzminister Österreichs.
Ein wesentlicher Teil der Schulden resultiert aus Schadenersatzforderungen der Republik Österreich im Zusammenhang mit dem BUWOG-Strafverfahren. Zusätzlich bestehen erhebliche Steuerforderungen der Finanzbehörden. Ein weiteres Verfahren wegen Geldwäsche in Liechtenstein spielt ebenfalls eine Rolle bei der Klärung der finanziellen Verhältnisse Grassers.
Aktuelle Entwicklung im Privatkonkurs
Bei der Prüfungstagsatzung am Bezirksgericht Kitzbühel wurden die angemeldeten Forderungen der Gläubiger geprüft. Insgesamt waren 15 Forderungen angemeldet worden. Die Republik Österreich ist der Hauptgläubiger im Insolvenzverfahren. Sie fordert 12,9 Millionen Euro Schadenersatz aus dem BUWOG-Strafverfahren sowie 10,1 Millionen Euro an Steuerschulden. Der Insolvenzverwalter Herbert Matzunski erachtete diese Ansprüche als berechtigt. (Lesen Sie auch: ÖBB Vorteilscard: Gratis-Fahrten für Senioren sorgen)
Eine bedingte Forderung über knapp 12,5 Millionen Euro, die vom ebenfalls im BUWOG-Prozess verurteilten Ex-Immofinanz-Chef Karl Petrikovics gestellt wurde, wurde hingegen bestritten. Petrikovics hält sich damit den Regressweg gegenüber Grasser offen. Laut DiePresse.com wird nun auf Gelder von Grassers Konto in Liechtenstein gehofft.
Grasser selbst war bei der Tagsatzung nicht anwesend, hatte sich jedoch entschuldigt. Laut Oberösterreichische Nachrichten lebt Karl-Heinz Grasser mit einer Fußfessel in Kitzbühel und arbeitet dort für rund 2200 Euro brutto im Monat in einem Einrichtungsgeschäft.
Reaktionen und Einordnung
Die Insolvenz von karl-heinz grasser und die damit verbundenen finanziellenUnregelmäßigkeiten haben in Österreich breite öffentliche Aufmerksamkeit erregt. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die Verstrickungen zwischen Politik und Wirtschaft und die potenziellen Folgen von Korruption und Misswirtschaft. Die Republik Österreich wird voraussichtlich über einen langen Zeitraum versuchen, die ausstehenden Forderungen gegenüber Grasser geltend zu machen.
Die Creditreform berichtet, dass Grasser einen Zahlungsplanantrag eingebracht hat und seinen Gläubigern eine Quote von drei Prozent anbietet. (Lesen Sie auch: Deutschland – österreich: DFB-Frauen)
Was bedeutet das? / Ausblick
Die Anerkennung der Schulden im Privatkonkurs von karl-heinz grasser ist ein wichtiger Schritt im Insolvenzverfahren.Die Gelder auf dem Liechtensteiner Konto könnten dabei eine entscheidende Rolle spielen. Der Fall Grasser wird die österreichische Justiz und Politik noch lange beschäftigen.
Die Republik könnte Grasser 30 Jahre lang pfänden, um die Schulden zu begleichen. Dies verdeutlicht die langfristigen Konsequenzen seiner finanziellen Situation.
Das zuständige Gericht wird nun prüfen, ob der von Grasser vorgelegte Zahlungsplan genehmigt wird. Sollte dies nicht der Fall sein, droht die Eröffnung des Konkursverfahrens.
12,9 Mio. Euro (Schadenersatz BUWOG) + 10,1 Mio. Euro (Steuern)
Zahlungsplanantrag
3 Prozent Quote
Häufig gestellte Fragen zu Karl-Heinz Grasser
Häufig gestellte Fragen zu karl-heinz grasser
Wie hoch sind die anerkannten Schulden von Karl-Heinz Grasser im Privatkonkurs?
Im Privatkonkurs von Karl-Heinz Grasser wurden Schulden in Höhe von 23,1 Millionen Euro anerkannt. Diese Summe setzt sich hauptsächlich aus Forderungen der Republik Österreich zusammen, die Schadenersatzansprüche aus dem BUWOG-Verfahren und Steuerschulden geltend macht.
Wer ist der Hauptgläubiger im Privatkonkurs von Karl-Heinz Grasser?
Der Hauptgläubiger im Privatkonkurs von Karl-Heinz Grasser ist die Republik Österreich. Sie fordert insgesamt 23 Millionen Euro, aufgeteilt in 12,9 Millionen Euro Schadenersatz aus dem BUWOG-Verfahren und 10,1 Millionen Euro an Steuerschulden.
Welche Rolle spielt das BUWOG-Verfahren im Privatkonkurs von Karl-Heinz Grasser?
Das BUWOG-Verfahren spielt eine zentrale Rolle, da die Republik Österreich einen Großteil ihrer Forderungen im Privatkonkurs von Karl-Heinz Grasser auf Schadenersatzansprüche aus diesem Verfahren stützt. Es handelt sich um eine der Hauptursachen für Grassers finanzielle Schwierigkeiten.
Was bedeutet der Zahlungsplanantrag von Karl-Heinz Grasser für seine Gläubiger?
Karl-Heinz Grasser hat einen Zahlungsplanantrag eingebracht, in dem er seinen Gläubigern eine Quote von drei Prozent anbietet. Dies bedeutet, dass die Gläubiger bei Annahme des Antrags nur einen geringen Teil ihrer Forderungen zurückerhalten würden. Ob der Antrag genehmigt wird, entscheidet das Gericht. (Lesen Sie auch: Wochenhoroskop: Was erwartet den Widder vom 13.…)
Wie geht es im Privatkonkurs von Karl-Heinz Grasser weiter?
Nach der Prüfung der Forderungen wird das Gericht über den Zahlungsplanantrag von Karl-Heinz Grasser entscheiden. Wird der Antrag abgelehnt, droht die Eröffnung des Konkursverfahrens. Zudem wird weiterhin versucht, Gelder von Grassers Konto in Liechtenstein zu sichern.
Wo lebt Karl-Heinz Grasser aktuell?
Karl-Heinz Grasser lebt derzeit mit einer Fußfessel in Kitzbühel. Er arbeitet dort in einem Einrichtungsgeschäft und verdient rund 2200 Euro brutto im Monat. Die Fußfessel steht vermutlich im Zusammenhang mit den laufenden Verfahren gegen ihn.