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  • Künstliche Intelligenz: KI-Nutzung in Deutschland Nimmt

    Künstliche Intelligenz: KI-Nutzung in Deutschland Nimmt

    Künstliche Intelligenz durchdringt die deutsche Gesellschaft und Wirtschaft mit enormer Geschwindigkeit. Viele Unternehmen lassen die Anwender bei der Nutzung der KI aber alleine.

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    Symbolbild: Künstliche Intelligenz (Bild: Picsum)

    Die Mehrheit der Menschen in Deutschland benutzt regelmäßig Anwendungen der Künstlichen Intelligenz. Laut einer aktuellen repräsentativen Studie des Digitalverbands Bitkom verwendet bereits mehr als ein Drittel der Befragten (34 Prozent) KI-Anwendungen mindestens einmal pro Woche, 15 Prozent sogar täglich. Dazu kommen weitere 24 Prozent, die seltener als einmal in der Woche KI-Apps anwenden. 

    18 Prozent der Befragten sagten, dass sie KI-Anwendungen nicht verwenden, sich dies aber im Prinzip vorstellen können. Dazu kommen 22 Prozent von KI-Verweigerern, die sich auch künftig nicht den Anwendungen der Künstlichen Intelligenz öffnen wollen.  (Lesen Sie auch: Künstliche Intelligenz: Trump spricht nach Streit freundlich…)

    Defizite bei der KI-Weiterbildung

    Zu ähnlichen Ergebnissen wie der Bitkom kommt eine Studie des Marktforschungsinstituts Forsa zur KI-Nutzung in Firmen, die im Auftrag des TÜV-Verbands durchgeführt wurde. Viele Unternehmen in Deutschland verwenden dieser Umfrage zufolge bereits generative KI – deutlich weniger haben ihre Beschäftigten aber in der Nutzung solcher Anwendungen geschult. Demnach setzen 56 Prozent der befragten Unternehmen generative KI-Tools wie ChatGPT, Gemini, Claude oder Copilot im Arbeitsalltag ein.

    50 Prozent der Befragten sehen nach den Zahlen des TÜV-Verbands zudem einen hohen oder sehr hohen Weiterbildungsbedarf beim Thema KI. Allerdings sagten nur 27 Prozent der Befragten, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihres Unternehmens bereits entsprechende Weiterbildungen besucht hätten. Der Bitkom-Umfrage zufolge verpassen noch etwas mehr deutsche Firmen offenbar die Qualifizierung ihrer Belegschaft: Danach haben nur 21 Prozent der Erwerbstätigen bislang eine betriebliche KI-Fortbildung genutzt. Brisant für Unternehmen: Zwölf Prozent der beruflichen Nutzer setzen KI heimlich und ohne Wissen ihres Arbeitgebers ein.  (Lesen Sie auch: KI in der Schule: Revolutioniert Künstliche Intelligenz…)

    Künstliche Intelligenz ist in vielen Unternehmen längst im Arbeitsalltag angekommen, aber der Kompetenzaufbau hält mit der Nutzung nicht Schritt“, sagte Joachim Bühler, Geschäftsführer des TÜV-Verbands. „Wer KI produktiv und sicher einsetzen will, muss gezielt in die Qualifizierung der Beschäftigten investieren.“ Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst sagte: „Deutschland muss KI nicht nur nutzen, sondern mitgestalten – und die Skeptiker dabei mitnehmen.“

    Kritik an der Dominanz von US-Anbietern

    Zur Skepsis der Anwender trägt die Tatsache bei, dass die KI-Szene eindeutig von US-amerikanischen Anbietern bestimmt wird. Marktführer ist der Bitkom-Umfrage zufolge ChatGPT von OpenAI (71 Prozent), gefolgt von Googles Gemini (50 Prozent) und Microsofts Copilot (43 Prozent). Weitere US-Dienste wie Elon Musks Grok (6 Prozent) und Claude von Anthropic (5 Prozent) spielen dagegen nur eine untergeordnete Rolle, ähnlich wie die europäische Alternative Le Chat von Mistral mit vier Prozent Nutzung. (Lesen Sie auch: Künstliche Intelligenz: Nvidia-Chef sieht genug Nachfrage für…)

    Diese Marktmacht bleibt nicht ohne gesellschaftliches Echo: 72 Prozent der Bürger halten Deutschland bei der KI für zu abhängig von den USA. Wintergerst warnte davor, diese Abhängigkeit hinzunehmen. Europa müsse massiv in eigene Technologien investieren und Marktumgebungen schaffen, um im globalen Wettlauf nicht noch mehr zu einer „digitalen Kolonie“ zu verkommen.

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    Symbolbild: Künstliche Intelligenz (Bild: Picsum)

    Wer KI nicht nutzt, greift der Bitkom-Umfrage zufolge meist auf klassische Internetsuchmaschinen zurück (54 Prozent). Nur 13 Prozent der Nicht-Nutzer lehnen KI aus tiefster Überzeugung grundsätzlich ab. Dennoch begegnen nur elf Prozent der Menschen der Technologie völlig sorgenfrei. Die größte Angst der Deutschen gilt der Verbreitung schwer erkennbarer Falschinformationen (50 Prozent) sowie der Sorge, dass die KI zu viel Macht erlangen könnte (49 Prozent).

    Große Unternehmen sehen mehr Bedeutung in KI (Lesen Sie auch: Künstliche Intelligenz: Hoffnung auf Tausende Jobs dank…)

    Auffällig in der TÜV-Studie sind die Ergebnisse beim Blick auf die Größe der Unternehmen: Große Organisationen mit mehr als 250 Beschäftigten nutzen den Daten zufolge deutlich häufiger bereits generative KI, sehen häufiger einen Weiterbildungsbedarf und setzen diesen auch vielfach um. Fast jedes zweite Großunternehmen (49 Prozent) hat bereits geschult. Deutlich niedriger ist der Anteil bei mittelgroßen Unternehmen mit 50 bis 249 Beschäftigten (32 Prozent). In kleinen Unternehmen mit 20 bis 49 Beschäftigten liegt er bei nur 21 Prozent. „Angesichts der Bedeutung von Künstlicher Intelligenz geht der Kompetenzaufbau insbesondere im Mittelstand nur langsam voran“, sagte Bühler. Die Unternehmen sollten mehr in KI-Schulungen investieren und Fortbildungen von der Politik stärker gefördert werden.

    Für die Studie des Bitkom wurden 1.003 Personen ab 16 Jahren in Deutschland im Auftrag des Verbands im März und April befragt. Die Umfrage ist repräsentativ. Grundlage der TÜV-Studienergebnisse ist eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Verbands unter (Personalverantwortlichen von) 500 Unternehmen ab 20 Mitarbeitenden in Deutschland. Befragt wurden von Januar bis März 2026 Verantwortliche für Weiterbildung, Geschäftsführer, CEOs und Vorstände.

    Ursprünglich berichtet von: Stern

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    Symbolbild: Künstliche Intelligenz (Bild: Picsum)
  • Kommentar Künstliche: Werden Tech-Firmen Jetzt Kriegsziele?

    Kommentar Künstliche: Werden Tech-Firmen Jetzt Kriegsziele?

    Der Kommentar zur künstlichen Intelligenz beleuchtet eine zunehmend beunruhigende Entwicklung: Technologieunternehmen avancieren durch ihre KI-gestützten Systeme zu Rüstungsbetrieben. Diese Transformation birgt erhebliche Risiken, da sie die Unternehmen zu potenziellen militärischen Zielen macht. Kommentar Künstliche steht dabei im Mittelpunkt.

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    Symbolbild: Kommentar Künstliche (Bild: Picsum)

    Zusammenfassung

    • KI-Technologien machen Tech-Firmen zu Akteuren in militärischen Konflikten.
    • Der Schutz von Daten wird kriegsentscheidend.
    • Tech-Konzerne werden durch ihre militärische Relevanz zu Zielen.
    • Die ethische Verantwortung von KI-Entwicklern steigt.
    PRODUKT: KI-gestützte Waffensysteme, Hersteller: Diverse Tech-Konzerne, Preis: Unbekannt, Verfügbarkeit: Militärische Nutzung, Plattform: Cloud-basiert, Besonderheiten: Autonome Entscheidungsfindung
    SICHERHEIT: Betroffene Systeme: Militärische Infrastruktur, Schweregrad: Kritisch, Patch verfügbar?: Teilweise, Handlungsempfehlung: Strikte Zugangskontrollen, Verschlüsselung
    APP: (Beispiel) Palantir Gotham, Plattform: Web, Preis: Unternehmenslösung (kostenpflichtig), Entwickler: Palantir Technologies

    Künstliche Intelligenz als neue Kriegswaffe

    Die moderne Kriegsführung ist ohne Daten undenkbar. Künstliche Intelligenz (KI) analysiert riesige Datenmengen, um strategische Entscheidungen zu treffen, Ziele zu identifizieren und sogar autonome Waffensysteme zu steuern. Diese Entwicklung führt laut einem Kommentar der Neue Zürcher Zeitung dazu, dass Technologieunternehmen immer stärker in militärische Auseinandersetzungen involviert werden.

    Unternehmen, die KI-Systeme entwickeln und betreiben, werden somit zu zentralen Akteuren im militärischen Bereich. Dies hat weitreichende Konsequenzen, sowohl ethischer als auch sicherheitstechnischer Natur. (Lesen Sie auch: Hormus Iran: Straße von: macht Öffnung nach…)

    Warum werden Tech-Firmen zu militärischen Zielen?

    Die Abhängigkeit des Militärs von Technologieunternehmen macht diese verwundbar. Ein Angriff auf die IT-Infrastruktur eines Tech-Konzerns könnte verheerende Auswirkungen auf die Verteidigungsfähigkeit eines Landes haben. Kritische Infrastrukturen, Kommunikationsnetze und Waffensysteme sind zunehmend von KI-Systemen abhängig.

    Die physische und virtuelle Sicherheit dieser Unternehmen wird somit zu einer Frage nationaler Sicherheit. Es gilt, die Datenzentren und Netzwerke der Tech-Konzerne vor Angriffen zu schützen. Die Bundesregierung hat dazu eine Liste der KRITIS-Sektoren veröffentlicht, die besonders geschützt werden müssen.

    Wie funktioniert es in der Praxis?

    Ein Beispiel für die militärische Nutzung von KI ist die Auswertung von Satellitenbildern. KI-Systeme können automatisch Veränderungen in einem Gebiet erkennen, beispielsweise die Aufstellung von militärischer Ausrüstung. Diese Informationen können dann für strategische Entscheidungen genutzt werden. Auch in der Drohnensteuerung kommt KI zum Einsatz, um Ziele zu identifizieren und Angriffe präziser durchzuführen. (Lesen Sie auch: Trump Iran Verhandlungen: Kommt es Bald zum…)

    💡 Gut zu wissen

    Das US-Verteidigungsministerium arbeitet im Rahmen des „Project Maven“ eng mit Google und anderen Tech-Firmen zusammen, um KI-Technologien für militärische Zwecke zu entwickeln.

    Vorteile und Nachteile

    Die Nutzung von KI im militärischen Bereich bietet zweifellos Vorteile. KI-Systeme können schneller und präziser Daten analysieren als Menschen, was zu besseren Entscheidungen und einer höheren Effizienz führen kann. Autonome Waffensysteme könnten zudem das Risiko für Soldaten reduzieren.

    Allerdings gibt es auch erhebliche Nachteile. Die Entwicklung und der Einsatz von KI-Waffen werfen ethische Fragen auf. Wer trägt die Verantwortung, wenn ein autonomes System einen Fehler macht und unschuldige Zivilisten tötet? Zudem besteht die Gefahr, dass KI-Systeme gehackt oder manipuliert werden, was zu unkontrollierbaren Eskalationen führen könnte. (Lesen Sie auch: Leslie Tsou Interview: Irans Energy-Drinks als Erfolgsrezept?)

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    Symbolbild: Kommentar Künstliche (Bild: Picsum)

    Alternativen und Konkurrenz

    Neben den großen US-amerikanischen Tech-Konzernen drängen auch chinesische Unternehmen wie Baidu und Alibaba in den Markt für militärische KI-Technologien. Dies führt zu einem globalen Wettrüsten im Bereich der künstlichen Intelligenz. Eine mögliche Alternative zur Entwicklung eigener KI-Waffen wäre die Stärkung internationaler Abkommen zur Kontrolle und Regulierung dieser Technologien. Das Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI forscht zu solchen Themen.

    Welche ethischen Bedenken gibt es beim Einsatz von KI im Militär?

    Der Einsatz von KI im Militär wirft ethische Fragen auf, insbesondere im Hinblick auf autonome Waffensysteme. Es ist unklar, wer die Verantwortung trägt, wenn ein solches System eine Fehlentscheidung trifft. Zudem besteht die Gefahr, dass KI-Systeme diskriminierende Entscheidungen treffen, wenn sie mit verzerrten Daten trainiert wurden.

    Die Debatte um die ethischen Aspekte von KI im Militär ist in vollem Gange. Viele Experten fordern ein Verbot autonomer Waffensysteme, um die Kontrolle über den Einsatz von Gewalt nicht vollständig an Maschinen abzugeben. (Lesen Sie auch: Teheran Angriff: Satellitendaten Zeigen Zerstörungsausmaß)

    Die Zukunft der KI im Krieg

    Die Entwicklung der künstlichen Intelligenz wird die Kriegsführung in den kommenden Jahren grundlegend verändern. Es ist davon auszugehen, dass KI-Systeme eine immer größere Rolle bei der Analyse von Daten, der Steuerung von Waffensystemen und der Planung von militärischen Operationen spielen werden. Es ist daher entscheidend, dass ethische und sicherheitstechnische Aspekte bei der Entwicklung und dem Einsatz von KI-Technologien berücksichtigt werden.

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