Schlagwort: Konsumverhalten

  • Einzelhandel schrumpft: 300.000 Geschäfte Bald Unterschritten?

    Einzelhandel schrumpft: 300.000 Geschäfte Bald Unterschritten?

    Einzelhandel Schrumpft: Bald weniger als 300.000 Geschäfte

    Der Einzelhandel schrumpft in Deutschland weiter. Laut einer Schätzung des Handelsverbands Deutschland (HDE) wird die Zahl der Geschäfte in diesem Jahr unter 300.000 sinken. Das ist ein historischer Tiefstand seit der deutschen Wiedervereinigung. Viele Verbraucher kaufen lieber online oder halten ihr Geld zurück, was die Lage für den stationären Handel zunehmend verschärft.

    Symbolbild zum Thema Einzelhandel Schrumpft
    Symbolbild: Einzelhandel Schrumpft (Bild: Picsum)
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    Schätzung HDE Weniger als 300.000 Geschäfte 2024 Deutschland Rückgang seit 2015, Onlinehandel, Kaufzurückhaltung

    Was bedeutet der Rückgang im Einzelhandel?

    Der Rückgang im Einzelhandel hat gravierende Folgen für die Innenstädte. Leerstände nehmen zu, was das Stadtbild negativ beeinflusst und die Attraktivität mindert. Besonders betroffen sind mittelständische Händler, die mit der Konsumzurückhaltung und hohen Kosten zu kämpfen haben. Der HDE fordert die Politik zum Handeln auf, um Kosten bei Energie und Beschäftigung zu senken und die Konsumlaune anzukurbeln. (Lesen Sie auch: Weltrezession Prognose: Experte warnt vor großem Crash)

    Die wichtigsten Fakten

    • Die Zahl der Einzelhandelsgeschäfte sinkt seit 2015.
    • Für 2026 wird ein weiterer Rückgang erwartet.
    • Der Onlinehandel setzt dem stationären Handel zu.
    • Viele Innenstädte leiden unter Leerständen.

    Die Entwicklung seit der Wiedervereinigung

    Seit der deutschen Wiedervereinigung gab es laut HDE noch nie weniger als 300.000 Geschäfte. Ende 2015 waren es noch etwa 372.000. Wie Stern berichtet, hat sich die Lage besonders während der Corona-Pandemie verschärft, als viele Geschäfte zeitweise schließen mussten. 2021 sank die Zahl um 11.500, 2022 um 11.000. Im vergangenen Jahr schrumpfte sie um 4.500 auf rund 301.500.

    Die Rolle des Onlinehandels

    Der Onlinehandel spielt eine entscheidende Rolle beim Rückgang des stationären Einzelhandels. Viele Verbraucher nutzen die Bequemlichkeit des Online-Shoppings und bestellen Waren von zu Hause aus. Dies führt zu Umsatzeinbußen bei den stationären Händlern, die mit den Preisen und der Angebotsvielfalt des Onlinehandels oft nicht mithalten können. (Lesen Sie auch: Spam Anrufe Erkennen: So Entlarven Sie die…)

    Die Konsumlaune dümpelt vor sich hin

    HDE-Präsident Alexander von Preen sieht die seit Jahren vor sich hin dümpelnde Konsumlaune als großes Problem. Die Verbraucher halten ihr Geld zurück, was die Umsätze im stationären Handel zusätzlich belastet. Laut einer Händlerumfrage des Verbandes schätzen nur 14 Prozent der Unternehmen ihre Geschäftslage als gut ein. Jedes zweite Unternehmen erwartet für 2026 sinkende Umsätze.

    📌 Statistik

    Laut HDE stagnierten die Umsätze im stationären Handel im vergangenen Jahr, während der Onlinehandel um 3,5 Prozent zulegte. (Lesen Sie auch: Vorzeitig in Rente: So Gelingt der Frühe…)

    Was kann die Politik tun?

    Der HDE fordert die Politik zum Handeln auf. Es gelte, die Kosten bei Energie und Beschäftigung zu senken, um die Wettbewerbsfähigkeit des stationären Einzelhandels zu stärken. Zudem müsse die Politik Maßnahmen ergreifen, um die Konsumlaune der Verbraucher anzukurbeln. Eine Möglichkeit wäre beispielsweise die Senkung der Mehrwertsteuer auf bestimmte Produkte. Die Europäische Kommission hat einen Vorschlag zur Entlastung von KMUs vorgelegt.

    Detailansicht: Einzelhandel Schrumpft
    Symbolbild: Einzelhandel Schrumpft (Bild: Picsum)

    Die Zahl der Insolvenzen im Einzelhandel steigt. Dies ist ein weiteres Zeichen für die schwierige Lage der Branche. Viele Unternehmen können den zunehmenden Wettbewerbsdruck und die hohen Kosten nicht mehr stemmen und müssen Insolvenz anmelden. Die Umsatzzahlen des Einzelhandels werden vom Statistischen Bundesamt (Destatis) regelmäßig veröffentlicht. (Lesen Sie auch: 1&1 Dommermuth Verkauf: Doch Kein Deal mit…)

    Fazit

    Die Entwicklung im Einzelhandel ist besorgniserregend. Der Rückgang der Geschäfte gefährdet die Vielfalt und Attraktivität der Innenstädte. Es ist entscheidend, dass Politik und Wirtschaft gemeinsam Maßnahmen ergreifen, um den stationären Einzelhandel zu unterstützen und die negativen Folgen des Strukturwandels abzumildern. Die Herausforderungen sind groß, aber es ist möglich, den Einzelhandel zukunftsfähig zu machen.

    Illustration zu Einzelhandel Schrumpft
    Symbolbild: Einzelhandel Schrumpft (Bild: Picsum)
  • Baumarkt Umsatzrückgang: Kunden Weichen auf Discounter

    Baumarkt Umsatzrückgang: Kunden Weichen auf Discounter

    Baumarkt Umsatzrückgang: Kunden weichen auf Discounter aus

    Der Baumarkt Umsatzrückgang in Deutschland setzt sich fort. Kunden kaufen Werkzeug, Gartengeräte und Haushaltswaren zwar weiterhin, aber zunehmend seltener im Baumarkt. Stattdessen weichen Verbraucher auf preisgünstigere Alternativen wie Discounter und Online-Marktplätze aus. Das führt zu einem Minus in den Umsatzzahlen der Baumarktketten.

    Symbolbild zum Thema Baumarkt Umsatzrückgang
    Symbolbild: Baumarkt Umsatzrückgang (Bild: Picsum)

    Zahlen & Fakten

    • Umsatzrückgang in den drei wichtigsten Teilsortimenten (Werkzeug, Gartengeräte, Haushaltswaren) um jeweils ca. 4 % im Jahr 2025.
    • Gesamtumsatz der Baumärkte und Gartencenter (mit mind. 1.000 qm) in 2025: 20,58 Milliarden Euro.
    • Preisbereinigter Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr: 1,4 %.

    Umsatzeinbußen in fast allen Warengruppen

    Laut einer Auswertung des Handelsverbands Heimwerken, Bauen und Garten (BHB) schrumpften die Erlöse der Baumärkte im vergangenen Jahr in fast allen Warengruppen. Dieser Trend setzt sich fort, da Verbraucher verstärkt auf preisgünstige Alternativen für Haus und Garten ausweichen. Wie Stern berichtet, kaufen sie vermehrt bei Ketten wie Action, Thomas Philips und Jysk, auf Online-Marktplätzen wie Temu oder bei Discountern wie Aldi und Lidl.

    📌 Hintergrund

    Der BHB vertritt die Interessen der Baumarkt-, Bau- und Gartenfachhandelsbranche in Deutschland. Zu seinen Mitgliedern gehören sowohl große Baumarktketten als auch kleinere Fachhändler. (Lesen Sie auch: DZ Bank Gewinn: Rekord Dank Starker R+V…)

    Warum weichen Kunden auf Discounter aus?

    Branchenexperte Klaus Peter Teipel erklärt, dass sich Kunden zwar weiterhin für die Sortimente interessieren, aber immer öfter woanders einkaufen. Viele Verbraucher wollen oder können sich die Ausgaben im Baumarkt nicht leisten. Discounter sind oft nicht nur günstiger, sondern auch näher. Für Gelegenheitsnutzer reicht die Qualität der dort angebotenen Produkte meist aus. Noch mehr Auswahl zu Discountpreisen finden Kunden laut Teipel bei Anbietern wie Repo, Posten-Börse oder Jawoll.

    Verbraucherorganisationen weisen jedoch darauf hin, dass die Qualität der Produkte bei Discountern stark variieren kann.

    Was bedeutet das für Verbraucher und die Branche?

    Der Baumarkt Umsatzrückgang ist ein Zeichen für verändertes Konsumverhalten. Verbraucher achten stärker auf Preise und kaufen vermehrt dort ein, wo sie die günstigsten Angebote finden. Für die Baumarktbranche bedeutet dies, dass sie sich neu positionieren und möglicherweise ihre Preisstrategien überdenken muss, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Eine Möglichkeit wäre die Stärkung der Fachberatung, um sich von Discountern abzugrenzen.

    📊 Wirtschaftlicher Hintergrund

    Die gestiegenen Lebenshaltungskosten und die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit tragen dazu bei, dass Verbraucher verstärkt auf preisgünstige Alternativen achten. Dies betrifft nicht nur den Baumarktbereich, sondern auch andere Branchen. (Lesen Sie auch: Wolfgang Grupp Gysi: Was Zählt nach dem…)

    Wie beeinflusst die Konkurrenz die Baumärkte?

    Die Konkurrenz durch Discounter und Online-Händler zwingt die Baumärkte, ihre Geschäftsmodelle anzupassen. Während Baumärkte traditionell auf ein breites Sortiment und Fachberatung setzen, punkten Discounter mit niedrigen Preisen und Bequemlichkeit. Online-Händler bieten eine noch größere Auswahl und oft auch günstigere Preise. Um im Wettbewerb zu bestehen, müssen Baumärkte ihre Stärken ausspielen und gleichzeitig auf die veränderten Kundenbedürfnisse eingehen.

    Branchenverbände fordern eine fairen Wettbewerb, bei dem alle Anbieter die gleichen Auflagen erfüllen müssen.

    Wie geht es weiter für die Baumarktbranche?

    BHB-Vorstandssprecher Peter Abraham sieht die Verunsicherung der Verbraucher als Hauptgrund für den Umsatzrückgang. Budgets flossen verstärkt in Bereiche wie Urlaub, Freizeitaktivitäten und Gastronomie. Anschaffungen fürs Eigenheim wurden hingegen häufig verschoben. Ob sich die Situation in Zukunft bessert, hängt von der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung und dem Konsumverhalten der Verbraucher ab. Die Baumarktbranche muss sich auf einen weiterhin intensiven Wettbewerb einstellen und innovative Wege finden, um Kunden zurückzugewinnen.

    Häufig gestellte Fragen

    Welche konkreten Produkte sind von dem Baumarkt Umsatzrückgang betroffen?

    Besonders betroffen sind Werkzeuge, Gartengeräte und Haushaltswaren. Aber auch andere Sortimente verzeichnen Einbußen, da Kunden verstärkt auf günstigere Alternativen ausweichen. Die genauen Zahlen variieren je nach Baumarktkette und Region. (Lesen Sie auch: Geschlechterungleichheit Einkommen: Frauen Selten Hauptverdiener)

    Detailansicht: Baumarkt Umsatzrückgang
    Symbolbild: Baumarkt Umsatzrückgang (Bild: Picsum)

    Welche Rolle spielen Online-Marktplätze bei dem Baumarkt Umsatzrückgang?

    Online-Marktplätze wie Temu bieten eine breite Auswahl und oft niedrigere Preise als traditionelle Baumärkte. Dies führt dazu, dass viele Kunden ihre Produkte online bestellen, anstatt in den Baumarkt zu gehen. Dies verstärkt den Baumarkt Umsatzrückgang.

    Können Baumärkte mit besonderen Angeboten gegen den Baumarkt Umsatzrückgang vorgehen?

    Ja, viele Baumärkte versuchen, mit Sonderangeboten, Rabattaktionen und Kundenbindungsprogrammen gegenzusteuern. Auch die Stärkung der Fachberatung und die Schaffung eines Einkaufserlebnisses können helfen, Kunden zurückzugewinnen.

    Werden die Baumarktketten aufgrund des Baumarkt Umsatzrückgangs Stellen abbauen müssen?

    Ob es zu Stellenabbau kommt, hängt von der weiteren Entwicklung der Umsatzzahlen ab. Wenn sich der Trend fortsetzt, könnten einige Baumarktketten gezwungen sein, Maßnahmen zur Kostensenkung zu ergreifen. Bisher liegen jedoch keine konkreten Ankündigungen vor. (Lesen Sie auch: Solarpaneele Reinigen: So Steigern Sie Ihre Stromausbeute)

    Welche Trends sind im Bereich Garten und Bauen aktuell besonders gefragt?

    Nachhaltigkeit, Smart Home-Lösungen und energieeffizientes Bauen sind wichtige Trends. Kunden suchen vermehrt nach Produkten und Lösungen, die umweltfreundlich sind und ihnen helfen, Energie zu sparen. Baumärkte, die diese Trends bedienen, haben bessere Chancen, Kunden zu gewinnen.

    Illustration zu Baumarkt Umsatzrückgang
    Symbolbild: Baumarkt Umsatzrückgang (Bild: Picsum)