Weniger private Investitionen und fehlende Fachkräfte bremsen das Wachstum in Ostdeutschland. Forschende warnen: Ohne Gegenmaßnahmen könnte der Abstand zum Westen wieder steigen.
Symbolbild: Konjunktur Studie (Bild: Picsum)
Ostdeutschlands Wirtschaft droht nach Einschätzung des Dresdner ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung den Anschluss zu verlieren. Wie aus dem „Wettbewerbsreport Ostdeutschland 2026“ hervorgeht, ist es vor allem ein Mangel an privaten Investitionen und Fachkräften, der das Wirtschaftswachstum in den östlichen Bundesländern aus Sicht der Forschenden behindert. Der Abstand zwischen Ostdeutschland und dem Rest des Landes drohe trotz wachsenden Wohlstands wieder zu wachsen, „wenn Politik und Wirtschaft jetzt nicht entschieden gegensteuern“, sagte der stellvertretende Niederlassungsleiter Joachim Ragnitz. (Lesen Sie auch: Konjunktur: Gesamtumsatz der Dax-Konzerne sinkt das dritte…)
Die privaten Investitionen je Einwohner im Osten haben den Studienautoren zufolge zwischen 2019 und 2023 etwa drei Viertel des Westniveaus erreicht. Abzüglich der Bereiche Wohnungsbau und öffentliche Infrastruktur erreichten die Privatinvestitionen gar nur zwei Drittel des Westniveaus. Für zusätzliche Herausforderungen sorgt zudem der demografische Wandel. Die Anzahl Erwerbstätiger werde in Ostdeutschland bis 2035 um sieben Prozent sinken. Noch deutlicher falle der Rückgang für Thüringen und Sachsen-Anhalt aus, heißt es weiter.
Bekämpft werden könne der Trend etwa durch mehr Innovationen. „Sinnvoll wäre es, sehr viel stärker auf Technologietransfer zu setzen als bisher. Damit könnte die strukturelle Innovationsschwäche ostdeutscher Unternehmen überwunden werden“, so der Dresdner Ifo-Chef Ragnitz. (Lesen Sie auch: Boom Speicherchips: KI-: Im Höhenflug)
Die Ifo-Studie zu Ostdeutschland basiert den Angaben zufolge auf dem „Ifo-Faktenmonitor“. Dieser enthalte rund 250 Kennzahlen zu den wirtschaftlichen Aktivitäten für alle Bundesländer.
Der Hype um Künstliche Intelligenz in der deutschen Wirtschaft ist groß. Doch der Schritt vom ersten Testlauf in den täglichen Arbeitsalltag gelingt einer Studie zufolge bislang noch relativ selten.
Symbolbild: Künstliche Intelligenz (Bild: Picsum)
Künstliche Intelligenz ist in den Zukunftsplanungen der deutschen Wirtschaft fest verankert, doch auf dem Weg in den produktiven Arbeitsalltag in den Unternehmen verliert sie oft massiv an Schwung. Das ist das zentrale Ergebnis einer Studie des IT-Beratungsunternehmens Zoi. Für einen erfolgreichen KI-Einsatz mangle es weniger an Geld, sondern an der passenden Unternehmensorganisation und der praktischen Umsetzung.
Basis der Studie ist eine Befragung von 500 IT-Verantwortlichen aus Unternehmen mit mehr als 2.000 Beschäftigten durch das Meinungsforschungsinstitut Civey. Wissenschaftlich begleitet wurde die Umfrage von der Hochschule der Medien in Stuttgart. (Lesen Sie auch: Künstliche Intelligenz: KI-Nutzung in Deutschland Nimmt)
Lücke zwischen Pilotprojekt und Arbeitsalltag
Drei Jahre nach dem großen technologischen Durchbruch haben der Studie zufolge die meisten deutschen Großunternehmen erste Anwendungsfälle ausgemacht und Pilotprojekte gestartet. Doch zwischen dem ersten Ausprobieren und dem tatsächlichen, gewinnbringenden Einsatz im normalen Betrieb klaffe in vielen Unternehmen eine erhebliche Lücke.
In der Umfrage wurde auch nach konkreten Hindernissen gefragt, die einen erfolgreichen KI-Einsatz erschweren. Die IT-Verantwortlichen nannten dabei die Komplexität der bestehenden IT-Infrastruktur, fehlendes Fachwissen beim Personal sowie die schwierige Integration der neuen Technik in veraltete Computersysteme. Budgetfragen oder Unsicherheiten über den finanziellen Nutzen wurden hingegen deutlich seltener als Hindernis genannt. Die Studie ergab auch, dass ausgerechnet die erfolgreichen Vorreiter-Unternehmen stark unter der Komplexität ihrer Technik leiden. (Lesen Sie auch: Künstliche Intelligenz: Trump spricht nach Streit freundlich…)
Zu selten messbare Ziele
In vielen Fällen sind die Fehlerursachen demnach in der Chefetage zu suchen: Zwar geben rund drei Viertel der Unternehmen an, über eine schriftlich festgehaltene Strategie der Unternehmensleitung zu verfügen, doch nur bei etwa einem Drittel ist diese auch mit konkreten messbaren Zielen verknüpft. Ohne solche Erfolgskennzahlen bleibe die Strategie oft nur eine Absichtserklärung.
Zoi-Geschäftsführer Benjamin Hermann sagte, die Studienergebnisse zeigten, dass bei der KI-Transformation zwischen der technologischen Exzellenz und einer vorbildhaften operativen Umsetzung noch Welten lägen. „Mit KI anfangen ist einfacher, als mit KI produktiv zu sein.“ (Lesen Sie auch: KI in der Schule: Revolutioniert Künstliche Intelligenz…)
Professor Jan Kirenz von der Hochschule der Medien Stuttgart sagte, die Daten zeichneten ein klares Bild: „76 Prozent der deutschen Großunternehmen erproben KI-Agenten bereits aktiv, was das breite Innovationsinteresse belegt.“ Aber da erst 19 Prozent diese Technologien in ihren Kernprozessen einsetzten, stehe die breite Wertschöpfung noch aus.
Symbolbild: Künstliche Intelligenz (Bild: Picsum)
IT-Verantwortliche sehen KI nicht als Jobkiller
In der Studie wurden die IT-Verantwortlichen auch danach gefragt, ob der KI-Einsatz mit einem massiven Jobverlust verbunden sei. Davon gehen die Befragten mehrheitlich nicht aus: 79 Prozent der befragten IT-Entscheider sagten, dass generative KI die Mitarbeiterzahl im Unternehmen stabil halte oder sogar steigen lasse. (Lesen Sie auch: Künstliche Intelligenz: Nvidia-Chef sieht genug Nachfrage für…)
Am 29. März 2026 ist es wieder so weit: Die Sommerzeit beginnt. In der kommenden Nacht werden die Uhren in ganz Deutschland und der restlichen EU um eine Stunde vorgestellt. Doch die Diskussion um die Sinnhaftigkeit der Zeitumstellung ist wieder neu entfacht. Die EU-Kommission plant eine neue Studie zu dem Thema.
Symbolbild: Sommerzeit (Bild: Picsum)
Hintergrund der Zeitumstellung
Die Idee der Sommerzeit ist nicht neu. Bereits im Ersten Weltkrieg gab es in einigen Ländern Überlegungen, die Uhren im Sommer vorzustellen, um Energie zu sparen. In Deutschland wurde die Sommerzeit erstmals 1916 eingeführt, aber nach dem Krieg wieder abgeschafft. Während der Ölkrise 1973 wurde die Idee erneut aufgegriffen, um den Energieverbrauch zu senken. In Österreich wurde die Sommerzeit erst 1979 eingeführt. Seitdem wird in den meisten europäischen Ländern zweimal jährlich die Uhr umgestellt.
Das Ziel der Sommerzeit war es, die Tageslichtstunden besser zu nutzen und dadurch Energie zu sparen. Kritiker bezweifeln jedoch, dass dieser Effekt tatsächlich eintritt. Stattdessen wird argumentiert, dass die Zeitumstellung negative Auswirkungen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen hat. Viele Menschen klagen über Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme und andere Beschwerden im Zusammenhang mit der Zeitumstellung. Auch die Wirtschaft leidet unter den Folgen der Zeitumstellung, da die Produktivität der Arbeitnehmer beeinträchtigt wird. (Lesen Sie auch: Zeitumstellung Sommerzeit: -Start 2026: In Nordamerika)
Aktuelle Entwicklung: EU plant neue Studie
Die Europäische Kommission bereitet eine Studie zu dem seit Langem anhängigen Legislativvorschlag zur saisonalen Zeitumstellung vor, wie VOL.AT berichtet. „Sollte die Studie während unserer Präsidentschaft vorliegen, wären wir bereit, sie vorzustellen und einen Meinungsaustausch in der zuständigen Arbeitsgruppe zu führen“, so ein Diplomat der derzeit turnusmäßig amtierenden zypriotischen EU-Ratspräsidentschaft. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sei jedoch davon auszugehen, dass sie frühestens gegen Ende der Präsidentschaft fertiggestellt werde, das wäre Ende Juni.
Das EU-Parlament hat bereits 2019 für die Abschaffung der Zeitumstellung gestimmt. Allerdings ist die Umsetzung bisher gescheitert, da sich die Mitgliedstaaten nicht einigen konnten. Einige Länder befürworten die Beibehaltung der Sommerzeit, während andere eine ganzjährige Normalzeit bevorzugen. Um eine Entscheidung treffen zu können, benötigt die EU-Kommission eine fundierte Grundlage. Die geplante Studie soll dazu beitragen, die Auswirkungen der Zeitumstellung auf die Wirtschaft, die Gesundheit und die Gesellschaft besser zu verstehen.
Wie Salzburg24 berichtet, sorgt die Zeitumstellung, die ursprünglich zur Energieeinsparung eingeführt wurde, heute vor allem für Unmut. Das EU-Parlament hat das „Aus“ zwar schon 2019 abgesegnet, doch seitdem liegt das Projekt auf Eis – bis jetzt. (Lesen Sie auch: ZeitUmstellung 2026: Wann, warum und die Debatte…)
Reaktionen und Stimmen zur Zeitumstellung
Die Meinungen über die Sommerzeit sind geteilt. Befürworter argumentieren, dass die Zeitumstellung dazu beiträgt, Energie zu sparen und die Lebensqualität zu verbessern. Durch die längeren Tageslichtstunden im Sommer können die Menschen mehr Zeit im Freien verbringen und ihren Freizeitaktivitäten nachgehen. Kritiker hingegen bemängeln die negativen Auswirkungen auf die Gesundheit und die Wirtschaft. Sie fordern die Abschaffung der Zeitumstellung und die Einführung einer ganzjährigen Normalzeit.
Auch innerhalb der EU-Mitgliedstaaten gibt es unterschiedliche Auffassungen über die Zeitumstellung. Einige Länder, wie beispielsweise Griechenland und Portugal, befürworten die Beibehaltung der Sommerzeit, während andere Länder, wie beispielsweise Finnland und Polen, eine Abschaffung fordern. Um eine einheitliche Lösung zu finden, ist ein Kompromiss zwischen den verschiedenen Interessen erforderlich.
Die geplante Studie der EU-Kommission könnte ein wichtiger Schritt zur Abschaffung der Zeitumstellung sein. Wenn die Studie zu dem Ergebnis kommt, dass die Zeitumstellung negative Auswirkungen hat, könnte die EU-Kommission einen Vorschlag zur Abschaffung der Zeitumstellung vorlegen. Ob dieser Vorschlag von den Mitgliedstaaten angenommen wird, bleibt jedoch abzuwarten. Es ist möglich, dass es noch einige Jahre dauern wird, bis die Zeitumstellung tatsächlich abgeschafft wird.
Sollte die Zeitumstellung abgeschafft werden, stellt sich die Frage, welche Zeitregelung stattdessen gelten soll. Es gibt zwei Optionen: die Beibehaltung der Sommerzeit oder die Einführung einer ganzjährigen Normalzeit. Beide Optionen haben Vor- und Nachteile. Die Beibehaltung der Sommerzeit würde bedeuten, dass die Menschen im Winter später aufstehen müssten und weniger Tageslicht am Morgen hätten. Die Einführung einer ganzjährigen Normalzeit würde hingegen bedeuten, dass die Menschen im Sommer früher aufstehen müssten und weniger Tageslicht am Abend hätten.
FAQ zu sommerzeit
Häufig gestellte Fragen zu sommerzeit
Wann genau beginnt die Sommerzeit im Jahr 2026?
Die Sommerzeit 2026 beginnt am 29. März. An diesem Tag werden die Uhren um 2:00 Uhr um eine Stunde vorgestellt, sodass die Zeit dann 3:00 Uhr beträgt. Dies bedeutet eine Stunde weniger Schlaf in dieser Nacht. (Lesen Sie auch: Mexico: Zwischen Traumurlaub und Realität – Einblicke…)
Warum gibt es überhaupt eine Sommerzeit und eine Winterzeit?
Die Sommerzeit wurde eingeführt, um das Tageslicht besser zu nutzen und Energie zu sparen. Indem die Uhren im Sommer vorgestellt werden, verschiebt sich die Helligkeit des Tages nach hinten, wodurch abends weniger künstliches Licht benötigt wird. Ob dies wirklich Energie spart, ist aber umstritten.
Welche gesundheitlichen Auswirkungen kann die Zeitumstellung haben?
Viele Menschen erleben durch die Zeitumstellung einen Mini-Jetlag. Schlafstörungen, Müdigkeit, Konzentrationsprobleme und eine Beeinträchtigung des Herz-Kreislauf-Systems können die Folge sein. Besonders betroffen sind Menschen, die ohnehin schon empfindlich auf Veränderungen reagieren.
Wie hat das Europäische Parlament zur Abschaffung der Zeitumstellung gestimmt?
Das Europäische Parlament hat bereits im Jahr 2019 für die Abschaffung der Zeitumstellung gestimmt. Allerdings müssen sich die Mitgliedstaaten der EU noch auf eine gemeinsame Position einigen, welche Zeit zukünftig gelten soll. Daher ist die Umsetzung bisher noch nicht erfolgt.
Welche Länder sind von der Zeitumstellung betroffen?
Die Zeitumstellung betrifft die meisten Länder der Europäischen Union. Es gibt aber auch einige Länder außerhalb der EU, die ebenfalls die Uhren umstellen, beispielsweise die Schweiz. Andere Länder, wie Russland oder Island, haben die Zeitumstellung bereits abgeschafft.
Multitasking: Auch Übung verschiebt die Grenzen nicht
Die Grenzen des Multitasking sind enger gesteckt als viele glauben. Auch wer fleißig übt, kann laut einer neuen Studie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, der Fernuniversität in Hagen und der Medical School Hamburg zwei Aufgaben nicht gleichzeitig erledigen. Das Gehirn bearbeitet sie lediglich sehr schnell nacheinander. Grenzen Multitasking steht dabei im Mittelpunkt.
Symbolbild: Grenzen Multitasking (Bild: Picsum)
Die wichtigsten Fakten
Das Gehirn kann Aufgaben nicht parallel, sondern nur nacheinander bearbeiten.
Durch Übung optimiert das Gehirn die Reihenfolge der Aufgabenbearbeitung.
Bei kleinsten Veränderungen an den Aufgaben steigt die Fehlerquote.
Multitasking kann im Alltag, z.B. beim Autofahren, riskant sein.
Event
Ergebnis
Datum
Ort
Schlüsselmomente
Studie zu Multitasking
Gehirn arbeitet Aufgaben nacheinander ab
–
Halle, Hagen, Hamburg
Optimierung der Aufgabenreihenfolge, erhöhte Fehlerquote bei Veränderungen
Wie funktioniert Multitasking wirklich?
Multitasking ist eigentlich ein Mythos. Unser Gehirn kann Aufgaben nicht parallel verarbeiten, sondern schaltet blitzschnell zwischen ihnen hin und her. Durch Übung können wir diese Umschaltprozesse optimieren, sodass sie uns kaum noch bewusst werden. Dennoch bleibt es eine serielle Abarbeitung, bei der die Aufmerksamkeit immer nur auf eine Sache gleichzeitig gerichtet ist.
📌 Hintergrund
Das Phänomen des „Virtually Perfect Time Sharing“ wurde lange als Beweis für parallele Verarbeitung im Gehirn angesehen. Die neue Studie widerlegt diese Annahme jedoch. (Lesen Sie auch: Ber Flugbetrieb Unterbrochen: Ufo-Sichtung Sorgte für Störung)
Die Studie im Detail
Für die Studie absolvierten die Teilnehmer zwei Aufgaben gleichzeitig: Mit der rechten Hand die Größe eines kurz eingeblendeten Kreises anzeigen und gleichzeitig beurteilen, ob ein abgespielter Ton hoch, mittel oder tief war. Gemessen wurden Reaktionszeit und Fehlerquote. Die Tests wurden über mehrere Tage wiederholt.
Was bedeutet das Ergebnis?
Laut Psychologe Tilo Strobach von der Medical School Hamburg zeigt die Studie, dass Multitasking im Alltag, beispielsweise beim Autofahren oder in Berufen mit vielen parallelen Aufgaben, ein erhebliches Risiko darstellen kann. Konzentration auf eine Aufgabe ist entscheidend für fehlerfreies Arbeiten.
Die Forscher um Torsten Schubert von der Universität Halle stellten fest, dass selbst kleinste Veränderungen an den Aufgaben zu einer höheren Fehlerquote und längeren Reaktionszeiten führten. Dies deutet darauf hin, dass die Optimierung der Aufgabenreihenfolge ihre Grenzen hat.
Man kann lernen, schneller zwischen Aufgaben hin- und herzuschalten. Echte Parallelverarbeitung findet im Gehirn jedoch nicht statt. Die Effizienzsteigerung beruht auf Optimierung, nicht auf gleichzeitiger Ausführung.
Symbolbild: Grenzen Multitasking (Bild: Picsum)
Welche Risiken birgt Multitasking im Alltag?
Multitasking kann zu erhöhter Fehleranfälligkeit und längeren Bearbeitungszeiten führen. Besonders in Situationen, die hohe Konzentration erfordern, wie beim Autofahren, kann es gefährlich sein. (Lesen Sie auch: Arzt Hannover Bewährung: Nacktfotos an Minderjährige Geschickt)
Wie kann man die Konzentration verbessern?
Regelmäßige Pausen, ausreichend Schlaf und eine ruhige Arbeitsumgebung können die Konzentration fördern. Auch spezielle Konzentrationstrainings können helfen, die Aufmerksamkeit gezielter zu steuern.
Welche Rolle spielt die Reihenfolge der Aufgaben beim Multitasking?
Die Reihenfolge, in der Aufgaben bearbeitet werden, ist entscheidend. Das Gehirn optimiert diese Reihenfolge, um Interferenzen zu minimieren und die Effizienz zu steigern. Diese Optimierung hat jedoch Grenzen.
Die Euphorie war groß, als Abnehmspritzen auf den Markt kamen. Doch nach dem Absetzen der Abnehmspritze folgt oft die Ernüchterung: Das Gewicht steigt schnell wieder. Eine aktuelle Studie zeigt, dass Patienten im Schnitt 60 Prozent des verlorenen Gewichts innerhalb eines Jahres nach Therapieende wieder zunehmen. Abnehmspritze Absetzen steht dabei im Mittelpunkt.
Symbolbild: Abnehmspritze Absetzen (Bild: Picsum)
Event
Ergebnisse der Studie zu Abnehmspritzen
Datum
Aktuell
Ort
University of Cambridge
Schlüsselmomente
Gewichtszunahme nach Absetzen der Spritzen, langfristiger Erhalt von ca. einem Viertel des Gewichtsverlusts
Studie enthüllt: Gewichtszunahme nach Absetzen von Abnehmspritzen
Das Team um Brajan Budini von der University of Cambridge analysierte Daten von 3.236 Teilnehmern aus sechs verschiedenen Studien. Dabei wurden Medikamente mit sogenannten GLP-1-Rezeptor-Agonisten untersucht. In den Studien kamen die Wirkstoffe Semaglutid (Ozempic, Wegovy), Tirzepatid und Liraglutid zum Einsatz. (Lesen Sie auch: Newcastle Krankheit: Ausbrüche Bedrohen Geflügelbestände)
Wie Stern berichtet, nehmen Patienten nach dem Absetzen der Präparate zunächst schnell, dann langsamer wieder zu. Experten vermuten, dass langfristig etwa 75 Prozent des verlorenen Gewichts zurückkehren könnten. Allerdings basieren diese Annahmen auf theoretischen Berechnungen, da reale Langzeitwerte noch fehlen.
Die wichtigsten Fakten
Studie zeigt rasche Gewichtszunahme nach Absetzen von Abnehmspritzen.
Durchschnittlich 60% des verlorenen Gewichts kehren innerhalb eines Jahres zurück.
Langfristig könnten bis zu 75% des Gewichts wieder erreicht werden.
Häufige Gründe für Therapieabbruch: Nebenwirkungen, Kosten, Zugangsbeschränkungen.
Warum brechen so viele die Therapie ab?
Studien zeigen, dass etwa die Hälfte der Patienten die Therapie mit Abnehmspritzen vorzeitig beendet. Budini und seine Kollegen nennen in ihrer Veröffentlichung in der Fachzeitschrift „EClinicalMedicine“ mehrere Gründe: Nebenwirkungen im Magen-Darm-Trakt, finanzielle Belastungen und eingeschränkter Zugang aufgrund von Versicherungsrichtlinien. (Lesen Sie auch: Umfrage in 29 Ländern: Generationen-Umfrage: Gen-Z hat…)
Die Kosten für eine Behandlung mit Abnehmspritzen zur reinen Gewichtsreduktion können mehrere Hundert Euro pro Monat betragen. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen diese Kosten in der Regel nicht.
Wie viel Gewicht kann man verlieren?
Das durchschnittliche Ausgangsgewicht der Studienteilnehmer lag zwischen 104 und 112 Kilogramm. Mit Semaglutid nahmen die Teilnehmer durchschnittlich 11 bis 17 Prozent ab, mit Tirzepatid sogar 15 bis 23 Prozent. Allerdings erstreckte sich die Behandlung mit Tirzepatid über einen längeren Zeitraum von mehr als drei Jahren. (Lesen Sie auch: Horn Bad Meinberg CO2: Zwei Bewusstlose im…)
📌 Hintergrund
GLP-1-Rezeptor-Agonisten wie Semaglutid und Tirzepatid wirken, indem sie die Wirkung des körpereigenen Hormons GLP-1 nachahmen. Dieses Hormon reguliert den Blutzuckerspiegel und beeinflusst das Sättigungsgefühl. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft bietet weitere Informationen zu diesem Thema.
Symbolbild: Abnehmspritze Absetzen (Bild: Picsum)
Was bedeutet das Ergebnis?
Die Studienergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit einer langfristigen Strategie zur Gewichtserhaltung. Eine lebenslange Fortsetzung der Therapie mit Abnehmspritzen ist für viele Patienten jedoch unrealistisch. Umso wichtiger sind begleitende Maßnahmen wie eine Ernährungsumstellung und regelmäßige Bewegung, um den Gewichtsverlust auch nach dem Absetzen der Spritzen zu stabilisieren. Es bedarf weiterer Forschung, um individuelle Therapieansätze zu entwickeln, die den langfristigen Erfolg gewährleisten. (Lesen Sie auch: Hund überfahren Fahrerflucht: Polizei Sucht SUV-Fahrer)