Schlagwort: Digitale Sicherheit

  • Collien Fernandes: Bei "Caren Miosga" spricht sie öffentlich über ihren Fall

    Collien Fernandes: Bei "Caren Miosga" spricht sie öffentlich über ihren Fall

    Der Schutz von Frauen vor sexualisierter collien-fernandes-klaas-heufer-umlauf/“ title=“Klaas Heufer-Umlauf: Collien Fernandes: Debatte um digitale“>Gewalt ist wichtig und wird nun öffentlich viel mehr diskutiert. Bei „Caren Miosga“ spricht Collien Fernandes darüber und macht erneut auf die kritische Lage aufmerksam. 

    Seit wenigen Tagen findet in Deutschland eine wichtige politische und gesellschaftliche Debatte über gesetzliche Lücken unter anderem im Zusammenhang mit Identitätsbetrug im Internet und der Veröffentlichung von pornografischen Inhalten – etwa durch KI erstellte Bilder und Videos – ohne die Zustimmung einer betroffenen Person statt. Die Betroffenen sind in den meisten Fällen Frauen. In der Talkrunde „Caren Miosga“ lautete am Sonntag daher das Thema: „Digitale Gewalt – wie können Frauen besser geschützt werden?“

    Zum Gespräch begrüßte die Moderatorin Caren Miosga, 56, unter anderem Collien Fernandes, 44, die seit geraumer Zeit auf digitalisierte sexualisierte Gewalt hinweist. Die aktuelle Diskussion geht auf den persönlichen Fall der Moderatorin und Schauspielerin zurück. Tausende Menschen gingen seit der Veröffentlichung des Artikels auf die Straßen, um sich mit Fernandes sowie anderen Betroffenen sexualisierter und digitaler Gewalt zu solidarisieren sowie auf gesetzliche Lücken in Deutschland aufmerksam zu machen.

    Collien Fernandes: „So eine wahnsinnige Bewegung“

    Eine der zentralen Forderungen in der Debatte ist ein besserer Schutz für Frauen durch den Gesetzgeber. Im Talk mit Miosga erklärt Fernandes, dass sie teils mit der Reaktion auf den angesprochenen Artikel gerechnet habe, teilweise aber auch nicht. So sei es nicht überraschend für sie gewesen, dass ihr so viel Hass entgegenschlagen würde. Auf der anderen Seite habe sie „im Leben nicht“ erwartet, „dass das so eine wahnsinnige Bewegung auslöst […]“.

    Es sei wichtig, Frauen „geht raus“ zu sagen, da sich nichts ändern könne, wenn man nicht auf Missstände hinweise. Darüber hinaus fordert sie eine Aufklärung in der Thematik schon in den Schulen und bei Kindern. Schulungen für Menschen, die Anzeigen entgegennehmen, seien ihrer Ansicht nach ebenfalls ratsam. Jene müssten sensibel mit solchen Fällen umgehen, „denn es kostet Überwindung“. Verfahren würden in Deutschland häufig „wegen Geringfügigkeit“ eingestellt. Es habe „eine gewisse Signalwirkung, wenn man den Frauen sagt: ‚Das was euch passiert, nehmen wir als geringfügig wahr.’“ Und wenn man Erfahrungsberichte von Frauen höre, müsse man sich „nicht wundern, dass wir dieses riesige Dunkelfeld“ haben.

    Besseres Bewusstsein und härtere Strafen

    Fernandes fordere, ein besseres Bewusstsein zu schaffen. In dem Gespräch kommen sie und Miosga zudem auf Spanien zu sprechen, das im Gegensatz zu Deutschland vorbildlich im Umgang mit Gewalt gegen Frauen sei – und wo es auch „schärfere Gesetze“ gebe, wie Fernandes sagt. „In Spanien gibt es weitaus härtere Strafen für all diese Dinge, die in erster Linie Frauen betreffen – sowohl die häusliche Gewalt als auch die digitale Gewalt. Und das finde ich wichtig, dass man den Tätern ganz klar zeigt: ‚Das geht so nicht.’“ Vor etwas mehr als einer Woche hatte Fernandes im Gespräch mit den Tagesthemen Deutschland als „absolutes Täterparadies“ bezeichnet.

    Sie schildert in der Sendung auch ihren persönlichen Fall. Wie die Moderatorin erklärt, hätten sich mehrere Männer bei ihr oder ihrem Management gemeldet und hätten auf solche Fake-Profile hingewiesen. Jemand, mit dem sie beruflich zu tun hatte, habe sie etwa auf eine angebliche Online-Affäre angesprochen, von der sie nichts wusste.

    Fernandes geht es „gerade nicht immer gut“

    Im Rahmen der Ausstrahlung der Sendung hat sich Fernandes auch bei Instagram zu Wort gemeldet. Sie dankte in ihrem Beitrag zunächst allen Personen, die Solidarität zeigen und demonstrieren: „Ich habe gerade erst von Caren Miosga erfahren, dass heute in München eine Demo in Solidarität mit mir stattgefunden hat. Danke an all die tausenden Menschen, die heute in München, gestern in Köln und in diversen anderen Städten für mich auf die Straße gegangen sind! Das bedeutet mir wirklich unendlich viel!“

    Danach deutet die Moderatorin an, wie seelisch fordernd dies alles derzeit für sie sein muss. „Wie ihr euch denken könnt, geht es mir gerade nicht immer gut“, schreibt Fernandes. „Es ist ein emotionales Auf und Ab, trotzdem freue ich mich natürlich darüber, dass die politische Debatte Fahrt aufgenommen hat, Frauen (und es betrifft tatsächlich in erster Linie Frauen) künftig besser vor digitalem Missbrauch geschützt sein sollen.“

    Verwendete Quellen: „Caren Miosga“, instagram.com, tagesschau.de, faz.net

    Quelle: Gala

  • EU Prüfung Snapchat: Schützt die App Kinder Wirklich?

    EU Prüfung Snapchat: Schützt die App Kinder Wirklich?

    Die EU-Kommission nimmt Snapchat ins Visier, um den Schutz von Kindern und Jugendlichen im Netz zu verbessern. Im Fokus der EU Prüfung Snapchat steht der Verdacht, dass die Plattform junge Nutzer nicht ausreichend vor unangemessenen Inhalten und Kontakten schützt.

    Symbolbild zum Thema EU Prüfung Snapchat
    Symbolbild: EU Prüfung Snapchat (Bild: Picsum)

    Zusammenfassung

    • EU-Kommission leitet Verfahren gegen Snapchat ein.
    • Verdacht auf unzureichenden Schutz von Kindern vor Cybergrooming und unangemessener Werbung.
    • Vorläufige Verstöße gegen EU-Recht bei vier Pornoseiten festgestellt.
    • Prüfung stützt sich auf Erkenntnisse aus den Niederlanden und Deutschland.

    Warum prüft die EU-Kommission Snapchat?

    Die EU-Kommission hat Bedenken, dass Snapchat-Nutzer, insbesondere Kinder, Risiken wie Cybergrooming, Werbung für Alkohol und Drogen sowie Anwerbung für kriminelle Aktivitäten ausgesetzt sind. Die Behörde zweifelt daran, dass die Altersbeschränkungen und Jugendschutzeinstellungen der App ausreichend sind, um diese Gefahren zu minimieren. Die Stern berichtet über die Einleitung des Verfahrens.

    Welche Risiken sieht die EU bei Snapchat?

    Die EU-Kommission sieht eine Gefahr darin, dass Kinder durch falsche Altersangaben Zugang zu Snapchat erhalten. Umgekehrt könnten sich Erwachsene fälschlicherweise als Jugendliche ausgeben, um das Vertrauen junger Nutzer zu gewinnen. Dies könnte zu Cybergrooming führen, bei dem Erwachsene versuchen, sexuelle Beziehungen zu Minderjährigen aufzubauen. Zudem könnten Kinder auf Inhalte stoßen, die Drogen, Alkohol oder den Kauf von Artikeln mit Altersbeschränkung thematisieren. (Lesen Sie auch: Handy Nachts Ausschalten Vorteile: Besser Schlafen und…)

    📌 Hintergrund

    Cybergrooming bezeichnet die Kontaktaufnahme von Erwachsenen zu Kindern und Jugendlichen über das Internet mit dem Ziel, sexuelle Beziehungen anzubahnen.

    Wie geht die EU-Kommission bei der Prüfung vor?

    Die EU-Kommission stützt sich bei ihrer Untersuchung auf eigene Erkenntnisse sowie auf Informationen aus einer niederländischen Untersuchung und von der deutschen Bundesnetzagentur. Ziel ist es, zu prüfen, ob Snapchat ausreichend Maßnahmen ergreift, um Kinder und Jugendliche vor den genannten Risiken zu schützen.

    Was bedeutet das für Bürger?

    Die Prüfung der EU-Kommission soll sicherstellen, dass soziale Netzwerke wie Snapchat die Privatsphäre und Sicherheit von Kindern und Jugendlichen besser schützen. Sollten Verstöße festgestellt werden, drohen dem Unternehmen hohe Geldstrafen. Für junge Nutzer und ihre Eltern könnte dies zu verbesserten Sicherheitseinstellungen und einem stärkeren Bewusstsein für die Risiken der Plattform führen. (Lesen Sie auch: Allgemeinwissen Quiz: Teste Dein Wissen mit 17…)

    Welche Konsequenzen drohen Snapchat?

    Sollte die EU-Kommission zu dem Schluss kommen, dass Snapchat gegen EU-Recht verstößt, kann sie Sanktionen verhängen. Diese könnten in Form von Geldstrafen erfolgen, die sich nach dem jährlichen Umsatz des Unternehmens richten. Zudem könnte die Kommission Snapchat dazu verpflichten, seine Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche zu verbessern.

    Wie steht es um den Schutz auf Pornoseiten?

    Die EU-Kommission ist bei der Prüfung von vier Pornoseiten – Pornhub, Stripchat, XNXX und XVideos – bereits einen Schritt weiter. Nach vorläufiger Einschätzung verstoßen diese Seiten gegen EU-Recht. Sollte sich dieser Verdacht bestätigen, drohen ihnen Geldstrafen von bis zu sechs Prozent des jährlichen Konzernumsatzes. Die Kommission geht gegen unzureichenden Jugendschutz vor.

    Häufig gestellte Fragen

    Warum ist der Schutz von Kindern und Jugendlichen im Netz so wichtig?

    Kinder und Jugendliche sind im Netz besonders gefährdet, da sie oft noch nicht in der Lage sind, Risiken richtig einzuschätzen. Sie können leichter Opfer von Cybermobbing, Cybergrooming oder der Verbreitung von unangemessenen Inhalten werden. (Lesen Sie auch: Macaulay Culkin Filmrolle: Darum Lehnte Er Millionen)

    Detailansicht: EU Prüfung Snapchat
    Symbolbild: EU Prüfung Snapchat (Bild: Picsum)

    Welche Rolle spielen Eltern beim Schutz ihrer Kinder auf Snapchat?

    Eltern sollten sich über die Funktionen und Risiken von Snapchat informieren und mit ihren Kindern offen über den Umgang mit der App sprechen. Sie können auch bestimmte Einstellungen vornehmen, um den Zugang zu bestimmten Inhalten einzuschränken.

    Was können Kinder und Jugendliche tun, wenn sie auf Snapchat belästigt werden?

    Sie sollten sich an ihre Eltern, Lehrer oder andere Vertrauenspersonen wenden. Zudem können sie belästigende Nutzer blockieren und Vorfälle bei Snapchat melden. Es gibt auch Beratungsstellen, die Unterstützung anbieten.

    Welche Gesetze sollen Kinder und Jugendliche im Internet schützen?

    In der EU gibt es verschiedene Gesetze, die den Schutz von Kindern und Jugendlichen im Netz gewährleisten sollen, darunter die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und der Digital Services Act (DSA). Diese Gesetze verpflichten Plattformen, Maßnahmen zum Schutz junger Nutzer zu ergreifen. (Lesen Sie auch: ältere Social Media: Weniger Nutzung bei über…)

    Illustration zu EU Prüfung Snapchat
    Symbolbild: EU Prüfung Snapchat (Bild: Picsum)