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  • Tiwag Strompreis: friert ein und halbiert Sommer-Tarif

    Tiwag Strompreis: friert ein und halbiert Sommer-Tarif

    Tirols Energieversorger TIWAG Strompreis gestaltet seine Tarife neu und bietet seinen Kunden ab sofort eine Preisgarantie für die nächsten zwei Jahre sowie einen vergünstigten Sommer-Tarif. Konkret wird der Strompreis für die kommenden 24 Monate eingefroren, und in den Sommerhalbjahren gibt es täglich zwischen 10 und 16 Uhr einen um 50 Prozent reduzierten Strompreis von 4,9 Cent netto pro Kilowattstunde. Dies gab die TIWAG am Donnerstag bekannt, wie tirol.ORF.at berichtet.

    Symbolbild zum Thema Tiwag Strompreis
    Symbolbild: Tiwag Strompreis (Bild: Picsum)

    Hintergrund der TIWAG-Strompreis-Initiative

    Die Ankündigung der TIWAG erfolgt in einer Zeit, in der viele Energieversorger mit steigenden Preisen und Unsicherheiten auf dem Energiemarkt zu kämpfen haben. Die Krise im Nahen Osten und die damit verbundene Abhängigkeit Europas von Energieimporten verdeutlichen die Notwendigkeit, den Kunden Planungssicherheit zu bieten. Mit den neuen Tarifen „dual fix privat“ und „dual fix business“ möchte die TIWAG sowohl Privat- als auch Gewerbekunden mit einem Verbrauch von bis zu 100.000 Kilowattstunden pro Jahr eine verlässliche Grundlage für ihre Energiekosten geben. (Lesen Sie auch: Polizeieinsatz in Siegburg: ICE nach Frankfurt evakuiert)

    Aktuelle Entwicklung: Details zum neuen TIWAG-Tarif

    Der neue Tarif der TIWAG beinhaltet eine Reihe von Vorteilen für die Kunden. Zum einen wird der Arbeitspreis für Strom für die nächsten 24 Monate eingefroren, was bedeutet, dass Kunden vor unerwarteten Preiserhöhungen geschützt sind. Zum anderen profitieren Kunden von einem reduzierten Strompreis in den Sommermonaten, wenn der Stromverbrauch aufgrund von geringerem Heizbedarf tendenziell niedriger ist. Laut Kronen Zeitung können Kunden durch den Tarifwechsel und eine verbrauchsoptimierte Stromnutzung in den Sommermonaten ihre Stromkosten deutlich reduzieren.

    Um von den neuen Tarifen profitieren zu können, müssen die Kunden aktiv den Tarif wechseln und am Smartmeter die viertelstündliche Ablesung aktivieren. Der reduzierte Strompreis von 4,9 Cent netto pro Kilowattstunde gilt dann vom 1. April bis zum 30. September zwischen 10 und 16 Uhr. Außerhalb dieser Zeiten sowie in den Wintermonaten gilt der normale Arbeitspreis von 9,8 Cent netto pro Kilowattstunde. Die TIWAG betont, dass sie mit diesem Angebot aktuell der günstigste Landesenergieversorger Österreichs sei. (Lesen Sie auch: Italien Schnee: unter: Unwetter sorgt für Chaos…)

    Voraussetzungen für den neuen Tarif

    • Aktiver Tarifwechsel durch den Kunden
    • Aktivierung der viertelstündlichen Ablesung am Smartmeter
    • Gültigkeit des reduzierten Strompreises: 1. April bis 30. September, 10 bis 16 Uhr

    Reaktionen und Stimmen zur TIWAG-Initiative

    Die Ankündigung der TIWAG wurde von Kunden und Experten positiv aufgenommen. Viele begrüßen die Planungssicherheit, die der eingefrorene Strompreis bietet. „Wir frieren die Preise für die nächsten zwei Jahre ein. Darüber hinaus geben wir den Kundinnen und Kunden den Vorteil heimischer Erzeugung, aber auch der Erneuerbaren Erzeugung in Europa weiter“, sagte TIWAG-Vorstandsdirektor Michael Kraxner laut TIWAG.

    TIWAG Strompreis: Was bedeutet das für die Zukunft?

    Die Initiative der TIWAG könnteSignalwirkung für andere Energieversorger in Österreich und darüber hinaus haben. In Zeiten steigender Energiepreise und großer Unsicherheiten auf dem Energiemarkt suchen viele Kunden nach verlässlichen und planbaren Angeboten. Wenn sich das Modell der TIWAG bewährt, könnten auch andere Versorger ähnliche Tarife anbieten, um Kunden zu gewinnen und zu halten. (Lesen Sie auch: Ein Hof zum Verlieben Moritz Otto: Ein:…)

    Darüber hinaus unterstreicht die TIWAG mit ihrem Angebot die Bedeutung von erneuerbaren Energien und heimischer Produktion. Indem sie den Kunden den Vorteil erneuerbarer Energien weitergibt, trägt sie dazu bei, das Bewusstsein für nachhaltige Energieversorgung zu stärken. Dies ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer klimafreundlichen Zukunft.Faktoren wie die geopolitische Lage, die Entwicklung der erneuerbaren Energien und die Nachfrage nach Energie werden eine entscheidende Rolle spielen. Die TIWAG hat mit ihrem neuen Tarif ein Zeichen gesetzt und ihren Kunden Planungssicherheit gegeben.

    Detailansicht: Tiwag Strompreis
    Symbolbild: Tiwag Strompreis (Bild: Picsum)

    Häufig gestellte Fragen zu tiwag strompreis

    Illustration zu Tiwag Strompreis
    Symbolbild: Tiwag Strompreis (Bild: Picsum)
  • Energiesparen: Firma sieht zunehmende Dynamik bei Einbau von Smart Metern

    Energiesparen: Firma sieht zunehmende Dynamik bei Einbau von Smart Metern

    Mit Smart Metern können Haushalte ihren Stromverbrauch detailliert verfolgen – ein Großteil hat solche Stromzähler aber noch nicht.

    Deutschland hinkt beim Einbau digitaler Stromzähler hinterher – aus Sicht eines Unternehmens kommt aber zunehmend Dynamik in den Markt hinein. „Der Rollout kommt langsam in die Gänge“, sagte Bela Schramm, Geschäftsführer von Metrify. Deutschland habe auf eine „Goldrand-Lösung“ mit hohen Sicherheitsstandards und komplexen Regelungen gesetzt und hinke daher international hinterher. „Wir sehen aber nun, dass richtig Bewegung in den Markt kommt, sowohl bei Netzbetreibern als auch bei wettbewerblichen Anbietern.“ 

    Smart Meter messen alle 15 Minuten den Stromverbrauch eines Haushalts und übermitteln die Daten an die Netzbetreiber und Energielieferanten. Mit solchen intelligenten Messsystemen können Haushalte genau sehen, zu welcher Tageszeit sie wie viel Strom verbraucht haben. Haben Verbraucher einen speziellen Stromtarif abgeschlossen, können sie etwa den Betrieb einer Waschmaschine oder das Laden eines E-Autos in Zeiten mit viel Sonnen- und Windenergie legen, in denen Strom günstiger ist.

    Bislang sind Netzbetreiber nur unter bestimmten Bedingungen zur Umrüstung bei privaten Kunden verpflichtet, etwa wenn in den Haushalten eine Wärmepumpe angeschlossen wurde. In Europa hinkt Deutschland daher bei der Umrüstung weit hinterher: Während in vielen Ländern die Smart-Meter-Quote bereits bei 80 Prozent und mehr liegt, waren es in Deutschland zum Jahresende 2025 nur 5,5 Prozent – das entspricht knapp 3,1 Millionen Geräten.

    „Viele Menschen wissen gar nicht, was Smart Meter sind und was sie können“, sagte Schramm. „Das wollen wir ändern, Kunden sollen nicht auf ihren Netzbetreiber warten müssen.“ Metrify gehe gezielt auf Besitzer von Einfamilienhäusern zu, in einem nächsten Schritt sei dies auch bei Mehrfamilienhäusern geplant. Metrify sieht sich als Deutschlands größter wettbewerblicher Messstellenbetreiber und plant bis 2030 insgesamt 2,5 Millionen Smart Meter zu installieren, unabhängig von den Rollout-Plänen lokaler Netzbetreiber. Metrify, eine Tochter des Energieunternehmens Enpal, hat bis heute nach eigenen Angaben mehr als 70.000 Smart Meter installiert.

    Das Wichtigste zu Einbau

    Quelle: Stern

  • Smart Meter: Bundesnetzagentur geht

    Smart Meter: Bundesnetzagentur geht

    Die Bundesnetzagentur hat ein Verfahren gegen 77 Stromnetzbetreiber eingeleitet. Grund dafür ist, dass diese Unternehmen die gesetzlich vorgeschriebene Quote von 20 Prozent beim Einbau von intelligenten Stromzählern, sogenannten Smart Metern, nicht erfüllt haben. Das teilte die Behörde am 27. März 2026 in Bonn mit.

    Symbolbild zum Thema Stromnetzbetreiber
    Symbolbild: Stromnetzbetreiber (Bild: Picsum)

    Hintergrund: Was sind Smart Meter und warum sind sie wichtig?

    Smart Meter sind digitale Stromzähler, die den Energieverbrauch präzise erfassen und die Daten an den Stromnetzbetreiber übermitteln. Sie sollen eine Grundlage für ein intelligentes Stromnetz bilden, das Angebot und Nachfrage besser aufeinander abstimmen kann. Dies ist besonders wichtig für die Energiewende, da erneuerbare Energien wie Solar- und Windkraft nicht immer konstant verfügbar sind. Smart Meter ermöglichen es, den Stromverbrauch flexibler zu gestalten undlastabhängig zu steuern. Verbraucher können beispielsweise ihren Stromverbrauch in Zeiten hoher Erzeugung erneuerbarer Energien verlagern und so Kosten sparen. Ein intelligentes Messsystem hilft Verbrauchern, Energie zu sparen.

    Die Bundesregierung schreibt den Einbau von Smart Metern schrittweise vor. Bis 2032 sollen alle Haushalte mit einem Jahresverbrauch über 6.000 Kilowattstunden sowie bestimmte andere Verbraucher mit den intelligenten Zählern ausgestattet sein. (Lesen Sie auch: Madagaskar: Einzigartige Natur, Reiseziele & aktuelle Hinweise…)

    Aktuelle Entwicklung: Bundesnetzagentur erhöht Druck auf Stromnetzbetreiber

    Die Bundesnetzagentur will mit den eingeleiteten Verfahren die Stromnetzbetreiber dazu bringen, die Smart Meter zügiger einzubauen. Behördenpräsident Klaus Müller betonte, dass der Einbau von Smart Metern eine zentrale Rolle für die Digitalisierung des Stromsystems spiele. „Wir stellen fest, dass viele Unternehmen die gesetzlichen Ausbauziele nicht erfüllen“, so Müller. In einem ersten Schritt würden nun Verfahren gegen die Unternehmen eingeleitet, die mit dem Rollout noch nicht begonnen hätten. Ziel der Verfahren sei es, die Einhaltung der Ausbauziele über Zwangsgelder sicherzustellen, so Müller berichtet die Tagesschau.

    Betroffen sind vor allem kleinere und mittelgroße Stromnetzbetreiber. Die Bundesnetzagentur kündigte an, weitere Aufsichtsverfahren einzuleiten. Die Behörde plant, die Einhaltung der Ausbauziele zukünftig noch stärker zu kontrollieren und bei Verstößen konsequent vorzugehen.

    Einige Netzbetreiber scheinen die Bedeutung der Smart Meter nicht zu erkennen oder scheuen die Investitionskosten. Andere argumentieren, dass der Einbau der intelligenten Zähler zu kompliziert und bürokratisch sei. Das Handelsblatt berichtet, dass Deutschland sich in einem teuren, komplizierten und ineffizienten System verzettelt. (Lesen Sie auch: Eva Pölzl: Was steckt hinter den Streaming-Tipps)

    Das Problem mit dem Smart-Meter-Rollout in Deutschland

    Obwohl Smart Meter eine Schlüsseltechnologie für die Energiewende darstellen, kommt der Einbau in Deutschland nur schleppend voran. Während andere europäische Länder wie Frankreich, Großbritannien und Schweden ihre Stromnetze bereits weitgehend digitalisiert haben, hinkt Deutschland hinterher. Einer der Hauptgründe dafür ist die komplexe und teure Technik, die in Deutschland eingesetzt wird. Statt auf einfache, kostengünstige Lösungen zu setzen, hat sich Deutschland für ein sogenanntes „intelligentes Messsystem“ (iMSys) entschieden, das mit zahlreichen Zusatzfunktionen ausgestattet ist. Diese Zusatzanforderungen verteuern den Rollout und verlangsamen ihn.

    Kritiker bemängeln, dass das iMSys überdimensioniert sei und keinen klaren Mehrwert für die Verbraucher bringe. Sie fordern eine einfachere und kostengünstigere Lösung, die sich auf die Erfassung und Übermittlung des Stromverbrauchs in Echtzeit beschränkt. Eine solche Lösung könnte den Smart-Meter-Rollout beschleunigen und die Energiewende voranbringen.

    Was bedeutet das für Verbraucher?

    Für Verbraucher bedeutet die schleppende Einführung von Smart Metern, dass sie noch länger auf die Vorteile der intelligenten Stromzähler verzichten müssen. Dazu gehören: (Lesen Sie auch: Altersvorsorgedepot Riester: -Nachfolger beschlossen: Was)

    Detailansicht: Stromnetzbetreiber
    Symbolbild: Stromnetzbetreiber (Bild: Picsum)
    • Transparentere Informationen über den eigenen Stromverbrauch
    • Möglichkeit, den Stromverbrauch flexibler zu gestalten und Kosten zu sparen
    • Teilnahme an flexiblen Stromtarifen, die sich an der aktuellen Strompreislage orientieren
    • Beitrag zur Stabilisierung des Stromnetzes durchlastabhängige Steuerung des Verbrauchs

    Verbraucher, die bereits einen Smart Meter haben, sollten sich aktiv mit den Möglichkeiten auseinandersetzen, die der intelligente Zähler bietet. Viele Stromnetzbetreiber bieten spezielle Apps oder Online-Portale an, über die der Stromverbrauch visualisiert und analysiert werden kann.Es ist zu erwarten, dass die Unternehmen ihre Anstrengungen beim Einbau von Smart Metern verstärken werden, um Zwangsgelder zu vermeiden. Ob dies jedoch ausreicht, um die Ausbauziele zu erreichen, ist fraglich. Es bedarf möglicherweise weiterer Maßnahmen, um den Smart-Meter-Rollout in Deutschland zu beschleunigen. Dazu gehören:

    • Vereinfachung der technischen Anforderungen an Smart Meter
    • Förderung des Einbaus von Smart Metern durch finanzielle Anreize
    • Abbau bürokratischer Hürden
    • Stärkere Information und Sensibilisierung der Verbraucher

    Nur wenn diese Maßnahmen ergriffen werden, kann Deutschland den Smart-Meter-Rollout erfolgreich abschließen und die Vorteile der intelligenten Stromnetze für die Energiewende nutzen.

    Häufig gestellte Fragen zu Stromnetzbetreiber

    Illustration zu Stromnetzbetreiber
    Symbolbild: Stromnetzbetreiber (Bild: Picsum)