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  • Nach "Dark" & "Woodwalkers": Deutscher Topstar im intensiven Trailer zum US-Sci-Fi-Actioner "Speed Train"

    Nach "Dark" & "Woodwalkers": Deutscher Topstar im intensiven Trailer zum US-Sci-Fi-Actioner "Speed Train"

    Dank großer Rollen in Topfilmen wie „Schachnovelle“ oder der „Woodwalkers“-Reihe beziehungsweise in der weltweit erfolgreichen Netflix-Serie „Dark“ kann Oliver Masucci sich in Deutschland seine Rollen längst aussuchen. In der US-Filmindustrie muss der in Stuttgart geborene Mime offenbar ers…

    Originalartikel veröffentlicht auf Filmstarts

  • Eine Milliarde weniger Budget: Unis drohen der Regierung und sagen ihr den Kampf

    Eine Milliarde weniger Budget: Unis drohen der Regierung und sagen ihr den Kampf

    Kommenden Mittwoch wollen die Rektorinnen und Rektoren am Ring demonstrieren. Aus Protest steigen sie auch aus dem Hochschulstrategieprozess des Wissenschaftsressorts aus

    Quelle: milliarde-weniger-budget-unis-drohen-der-regierung-und-sagen-ihr-den-kampf-an?ref=rss“ target=“_blank“ rel=“nofollow“>Der Standard

  • Der nächste Gipfel in Peking: Wladimir Putin ist als Bittsteller nach China gekommen

    Der nächste Gipfel in Peking: Wladimir Putin ist als Bittsteller nach China gekommen

    Eine Woche nach seinem Treffen mit dem amerikanischen Präsidenten Trump hat Chinas Staats- und Regierungschef Xi seinen russischen Amtskollegen empfangen. Der steht unter Druck und hofft auf Hilfe von seinem engsten Verbündeten.

    Quelle: china-handel/“ title=“Staatsbesuch: Trump trifft Xi – Darum geht es in Peking„>gipfel-in-peking-wladimir-putin-ist-als-bittsteller-nach-china-gekommen-ld.10007792″ target=“_blank“ rel=“nofollow“>Neue Zürcher Zeitung

  • Jackie Kennedy Onassis (†): Ein Rückblick in Bildern auf das Leben von Jackie Kennedy Onassis (†64)

    Jackie Kennedy Onassis (†): Ein Rückblick in Bildern auf das Leben von Jackie Kennedy Onassis (†64)

    Jacqueline „Jackie“ Kennedy Onassis ist die Ehefrau von US-Präsident John F. Kennedy und von 1961 bis 1963 First Lady der Vereinigten Staaten. Nach der Ermordung ihres Mannes wird sie zu einer Symbolfigur für Würde und Trauer. Später heiratet sie den griechischen Reeder Aristoteles Onassis. Am 19. Mai 1994 stirbt sie im Alter von 64 Jahren an den Folgen ihrer Krebserkrankung und hinterlässt ihre beiden Kinder John F. Kennedy Jr. und Caroline Kennedy.

    Bis heute gilt sie als eine der einflussreichsten First Ladys in der Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika: Jacqueline Lee Bouvier, genannt „Jackie“, kommt am 28. Juli 1929 in Southampton auf Long Island im US-Bundesstaat New York zur Welt. Ihr Vater ist der irisch-und französischstämmige Bankier John Vernou Bouvier III., ihre Mutter Janet Norton Lee. Das Mädchen wächst in wohlhabenden Verhältnissen auf, studiert an der Georgetown University und arbeitet als Journalistin und Fotografin bei der Zeitung „Washington Times-Herald“. Ihre Verlobung mit dem Börsenmakler John Husted wird im März 1952 wieder gelöst.

    1953 heiratet Jackie Kennedy ihren Mann John F. Kennedy

    Bereits Mai 1951 hat sie bei einer Dinnerparty John F. Kennedy kennengelernt, der aus der einflussreichen Politikerfamilie stammt. Im Juni 1953 verloben sich die beiden, die Hochzeit folgt am 12. September 1953 in Newport, Rhode Island. Während ihrer Ehe bekommen Jackie und John F. Kennedy vier gemeinsame Kinder, doch nur zwei überleben: Tochter Caroline Kennedy wird am 27. November 1957 geboren wird, Sohn John F. Kennedy Jr. – genannt John-John –, erblickt am 15. November 1960 das Licht der Welt. Tochter Arabella ist 1956 eine Totgeburt, Sohn Patrick 1963 eine Frühgeburt – er wird nur wenige Tage alt.

    Die Ehe gilt als nicht besonders glücklich. Doch Jackie unterstützt ihren Mann, der inzwischen Senator von Massachusetts ist, in dessen Wahlkampf, während sie sich zu Hause um die Kinder kümmert. Im Januar 1961 ist es so weit: Das Paar zieht ins Weiße Haus ein. John F. Kennedy ist zum 35. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt worden. Während seiner Amtszeit wird Jackie Kennedy als First Lady zur Stilikone. Sie kümmert sich nicht nur um kulturelle Projekte, sondern auch um soziale Belange. Doch der 22. November 1963 sollte ihr Leben für immer verändern.

    1963 wird US-Präsident John F. Kennedy erschossen

    An diesem Tag muss Jackie Kennedy die Ermordung ihres Ehemanns miterleben: Während einer Fahrt in einer offenen Limousine durch Dallas, Texas, wird John F. Kennedy angeschossen. Jackie sitzt zum Zeitpunkt des Attentats direkt neben ihm. Die Welt steht unter Schock. Auf der Beerdigung von John F. Kennedy schreibt ein Bild Geschichte: Der kleine John-John salutiert für einen letzten Gruß am Sarg seines ermordeten Vaters. Es ist sein dritter Geburtstag. Nach dem Tod ihres Mannes fällt Jackie Kennedy in tiefe Trauer.

    Sie geht eine Verbindung mit Aristoteles Onassis ein

    1968 heiratet sie überraschend den griechischen Reedereimagnaten Aristoteles Onassis. Der Milliardär ist 23 Jahre älter. Berichten zufolge soll Jackie bei ihm in erster Linie Schutz und Privatsphäre für sich und ihre Kinder gesucht haben. Die Ehe ist distanziert und geprägt von einer persönlichen Tragödie: Am 22. Januar 1973 stirbt Onassis‘ Sohn Alexander mit nur 24 bei einem Flugzeugabsturz. Am 15. März 1975 erliegt Aristoteles Onassis im Alter von 69 Jahren in Paris den Folgen einer Lungenentzündung.

    1994 stirbt Jackie Kennedy an Krebs

    Jackie Kennedy Onassis kehrt nach dem Verlust mit ihren Kindern zurück nach New York, wo sie als Buchlektorin arbeitet und sich kulturellen Projekten widmet. Im Januar 1994 wird bei ihr ein Non-Hodgkin-Lymphom diagniostiziert. Am 19. Mai 1994 stirbt sie im Schlaf an den Folgen ihrer Krebserkrankung. Sie wird 64 Jahre alt. In Arlington wird Jackie Kennedy Onassis neben ihrem ersten Ehemann begraben.

  • PKW kam von der Fahrbahn ab (BAB 12)

    PKW kam von der Fahrbahn ab (BAB 12)

    In der Nacht zum 20.05.2026 kam ein PKW VW Touran, der die BAB 12 zwischen den Anschlussstellen Fürstenwalde West und Storkow in Richtung Berlin befuhr, nach rechts von der Fahrbahn ab.

    Der 47-jährige Fahrzeugführer äußerte, dass er einem Stück Wild ausweichen wollte. Rettungskräfte brachten den leicht verletzten Fahrzeugführer in ein nahegelegenes Krankenhaus. Der am Fahrzeug entstandene Sachsch…

    Quelle: Polizei Brandenburg

  • Fahrschulreform: Unterwegs mit dem Fahrsimulator, der den Führerschein billiger machen soll

    Fahrschulreform: Unterwegs mit dem Fahrsimulator, der den Führerschein billiger machen soll

    Die Politik will den Führerschein günstiger machen. Dazu könnten auch Fahrstunden im Simulator beitragen. Ist das realistisch? Wir haben es ausprobiert.

    Quelle: fahrsimulator-37163296.html“ target=“_blank“ rel=“nofollow“>Stern

  • Hauseinsturz Görlitz

    Hauseinsturz Görlitz

    Ein Haus stürzt ein, drei Menschen werden vermisst. Für Angehörige und Helfer ist die Situation am Unglücksort belastend.

    Symbolbild zum Thema Hauseinsturz Görlitz
    Symbolbild: Hauseinsturz Görlitz (Bild: Picsum)

    Auch am zweiten Tag nach dem dramatischen Hauseinsturz im sächsischen Görlitz waren Helfer auf der Suche nach drei Vermissten im Dauereinsatz. Die Arbeiten unter schwierigen Bedingungen kamen schon am Vormittag schneller voran. Immer wieder wurden große Teile des einstigen Gründerzeithauses aus den Trümmern gezogen. Doch bislang gibt es keine Hinweise auf die Vermissten. 

    Es ist ein Wettrennen gegen die Zeit. Die Einsatzkräfte gehen davon aus, dass Verschüttete bis zu 72 Stunden unter solchen Trümmern überleben könnten. Das Haus stürzte am Montagabend zusammen. 

    „Grundsätzlich gehen wir immer davon aus, dass – so lange, wie wir das Gegenteil nicht bewiesen haben – dass es noch Überlebende gibt“, sagte die Leiterin der Feuerwehr Görlitz, Anja Weigel. „Die Chancen sinken natürlich mit jeder Stunde.“ Sie betonte aber auch: „Aber wenn wir Glück haben, ist vielleicht eine Person in einem Hohlraum eingeschlossen. Vielleicht gibt’s ja ein Wunder.“  (Lesen Sie auch: Hauseinsturz Görlitz: Suche nach Vermissten geht Weiter)

    Seelsorger sind ansprechbar

    In Sichtweite des Unglücksortes stand ein Zelt, in das sich Angehörige zurückziehen konnten. Dort war auch ein Team aus drei Seelsorgern ansprechbar. Für die Angehörigen gebe es die Möglichkeit, auch woanders zu schlafen, sagte der Leiter der Notfallseelsorge des Landkreises Görlitz, Frank Hirschmann. „Aber sie wollen da sein und sehen, was geschieht. Und das kann man auch verstehen.“ Für sie sei das Warten und die damit verbunden Unsicherheit fast zum Zerreißen.

    Bei den Vermissten handelt es sich um zwei rumänische Touristinnen im Alter von 25 und 26 Jahren und einen 48 Jahre alten Mann mit bulgarischer und deutscher Staatsangehörigkeit, der sich aus beruflichen Gründen in Görlitz aufgehalten hatte. 

    Einer der Angehörigen war ein Mann, dessen Verlobte und dessen Cousine in dem Haus waren, als es einstürzte. Die drei wollten in Görlitz Urlaub machen. Das Unglück geschah, als er beim Einkaufen war.  (Lesen Sie auch: Lage noch unklar: Haus in Görlitz eingestürzt…)

    Auch Anwohner waren immer wieder zu sehen. Mit großen Taschen und Koffern kamen sie aus den Nachbargebäuden, um ihre wichtigsten Habseligkeiten abzuholen. „Man ist ja nur indirekt betroffen“, sagt Christoph Wittig, einer von ihnen. „Aber es ist ja trotzdem ein Riesenschreck.“

    Sie könnten bei Freunden übernachten, erzählt er. Trotz allem gehe der Alltag weiter. Deswegen wolle er Schulsachen und sein Fahrrad abholen. „Der Knall war enorm“, berichtete er von dem Unglück. Das Haus habe gewackelt. „Da wir gut versorgt sind und emotional aufgefangen, ist das jetzt ertragbar.“

    Arbeit zwischen Staub und Trümmern

    Detailansicht: Hauseinsturz Görlitz
    Symbolbild: Hauseinsturz Görlitz (Bild: Picsum)

    Die Arbeit an dem eingestürzten Haus in Görlitz und die Suche nach den drei Vermissten war für die Einsatzkräfte eine große Belastung. Es gebe viel Staub, die ganze Zeit müsse mit Schutzmasken gearbeitet werden, sagte der Sprecher der Einsatzleitung des Technischen Hilfswerks (THW), Daniel Hofmann. Und es sei eine sehr harte, anstrengende Arbeit. (Lesen Sie auch: Der Fall Fabian: So erlebt unser Reporter…)

    „Wir haben ein Acht-Stunden-Schichtsystem, so dass wir permanent mindestens zwei Bergungsgruppen am Arbeiten haben, die acht Stunden arbeiten, dann abgelöst werden, in Ruhe gehen, 16 Stunden, dann wiederkommen“, erklärte Hofmann. „Das ist natürlich auch mental belastend.“ 

    Von dem Haus sei nicht mehr viel zu erkennen. „Die Trümmer stapeln sich ungefähr bis zur zweiten Etage. Und es ist tatsächlich ein Schutthaufen, wie man ihn sich vorstellt auf einem großen Abriss“, sagte der THW-Sprecher. „Es ist damit vergleichbar, der Geruch ist vergleichbar.“

    In der Nacht waren die Gasleitungen rund um die Unglücksstelle vollständig geleert worden. Dadurch sei die Explosionsgefahr geringer und die Arbeiten seien weniger gefährlich geworden, sagte eine Polizeisprecherin. Die Suche war währenddessen aus Sicherheitsgründen unterbrochen worden. Trotz der geleerten Gasleitungen kann es der Sprecherin zufolge aber noch Hohlräume mit Gas geben – die Arbeit der Einsatzkräfte wurde dadurch noch schwieriger.

    Ursprünglich berichtet von: Stern (Lesen Sie auch: Felix Bingui Prozess: Drogenboss in Marseille vor…)

    Illustration zu Hauseinsturz Görlitz
    Symbolbild: Hauseinsturz Görlitz (Bild: Picsum)
  • Digitale Souveränität: Thales und Google Cloud Starten

    Digitale Souveränität: Thales und Google Cloud Starten

    Thales und Google Cloud wollen mit einer neuen Plattform deutsche Daten vor Zugriffen aus dem Ausland schützen. Was die Partnerschaft für Unternehmen und Behörden bedeutet.

    Symbolbild zum Thema Digitale Souveränität
    Symbolbild: Digitale Souveränität (Bild: Picsum)

    In die Debatte um digitale Souveränität und die Vormachtstellung von US-amerikanischen Tech-Giganten kommt Bewegung: Der französische Rüstungs- und Technologiekonzern Thales hat eine strategische Partnerschaft mit Google Cloud angekündigt. Gemeinsam möchten die beiden Unternehmen eine souveräne Cloud-Plattform in Deutschland aufbauen. Das Angebot soll bis Ende 2026 die allgemeine Marktreife erreichen. (Lesen Sie auch: Digitale Souveränität: Europas Antwort auf Microsoft Office?)

    Seit Jahren wächst in der deutschen Wirtschaft und Verwaltung das Unbehagen über die massive Abhängigkeit von US-Hyperscalern wie Amazon Web Services, Microsoft Azure und Google Cloud, die zusammen den europäischen Markt dominieren. 

    Konflikt zwischen Cloud-Act und DSGVO (Lesen Sie auch: Digitale Souveränität: Deutsche Bevorzugen Firmen aus Europa)

    Unternehmen und Behörden benötigen dringend die Skalierbarkeit und die modernen KI-Modelle der Amerikaner. Gleichzeitig müssen sich die US-Mutterkonzerne an den Cloud-Act halten. Dieses US-Gesetz verpflichtet amerikanische IT-Anbieter, US-Behörden im Zweifelsfall Zugriff auf gespeicherte Daten zu gewähren, völlig unabhängig davon, ob die Server physisch in Frankfurt, Paris oder Seattle stehen. 

    Für europäische Organisationen und Unternehmen führt das zu einem unlösbaren Dilemma: Die Weitergabe von Daten ohne richterlichen Beschluss verstößt eklatant gegen die Europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und kann empfindliche Bußgelder nach sich ziehen. (Lesen Sie auch: Google KI Suche: Revolutioniert die KI das…)

    Brandmauer soll schützen 

    Das Modell von Thales und Google soll diesen Konflikt nun lösen. Um die sensiblen Daten vor Zugriffen aus dem Ausland zu schützen, wird eine neue deutsche Gesellschaft gegründet, die sich im Besitz und unter der Kontrolle von Thales befinden wird. Die Architektur sieht eine strikte operative Trennung von Google Cloud vor. Die Plattform läuft auf einer eigenen Infrastruktur, die ausschließlich von Personal aus Deutschland betrieben und verwaltet wird. Damit soll garantiert werden, dass keine dritte Partei Einblick in die gespeicherten oder verarbeiteten Daten erhält. (Lesen Sie auch: KI Brille Google: Antwort auf Metas Modell…)

    Detailansicht: Digitale Souveränität
    Symbolbild: Digitale Souveränität (Bild: Picsum)

    Google liefert hierbei die technologische Plattform inklusive Rechenleistung und KI-Kapazitäten, während Thales die Cybersicherheits-Architektur und die hoheitliche Kontrolle beisteuert. Christoph Ruffner, CEO von Thales, sagte, Deutschland sei ein entscheidender Markt für souveräne Technologien. „Diese Partnerschaft ist eine direkte Antwort auf den Wunsch deutscher Organisationen aus dem privaten und öffentlichen Sektor, Zugang zur Technologie von Google Cloud unter vollständiger deutscher Kontrolle zu erhalten.“

    Ursprünglich berichtet von: Stern

    Illustration zu Digitale Souveränität
    Symbolbild: Digitale Souveränität (Bild: Picsum)
  • Gartenpflege Rasen: Säen im Frühling

    Gartenpflege Rasen: Säen im Frühling

    Rasen säen ist zwar aufwendig, aber auch kein Hexenwerk – und doch gilt es, einige Dinge zu beachten. Die wichtigsten Schritte für die Nachsaat im Frühling – einfach erklärt.

    Symbolbild zum Thema Gartenpflege Rasen
    Symbolbild: Gartenpflege Rasen (Bild: Picsum)

    Was ist der Unterschied zwischen den Rasen in den Fußballstadien dieser Welt und denen in den meisten Schrebergärten Deutschlands? Genau. Die Greenkeeper vieler Fußballvereine lassen regelmäßig frischen und akkurat gepflegten Rasen in Teppichoptik ausrollen. 

    Kleingärtner haben nicht nur mehr Zeit – sie lieben es auch, selbst auf ihrer Parzelle zu werkeln. Deshalb legen die meisten ihr privates Grün selbst an. Das ist auch deutlich preisgünstiger als Rollrasen. Nun ist Rasen säen zwar aufwendig, aber auch keine Atomphysik – und doch gilt es, einige Dinge zu beachten, wenn man auf dem Grün später ungestört in der Sonne genießen oder mit den Kindern darauf fußballspielen möchte. 

    Wir erklären, wann man Rasen am besten säen sollte, was bei der Auswahl des Saatguts wichtig ist, wie der Boden vorbereitet werden muss und was Rasensamen unbedingt zum Keimen brauchen. (Lesen Sie auch: Gartenarbeit April: So Erstrahlen Rasen, Terrasse und…)

    Ursprünglich berichtet von: Stern

    Rasen säen: Wann ist der beste Zeitpunkt?

    „Siehst du im März gelbe Blumen im Freien, kannst du getrost die Samen streuen“ – heißt es in einer alten Bauernregel. Und genau so soll es auch sein. Die Frühlingsmonate März und April, je nach Wetterlage auch der Mai, gelten als ideal, um neuen Rasen zu säen. Dasselbe gilt fürs Rasen nachsäen. Denn Rasensamen sind zwar winterhart, entfalten ihre volle Kraft aber nur, wenn sie möglichst schnell keimen. Und dafür brauchen sie eine Bodentemperatur von konstant über zehn Grad. Genügend Feuchtigkeit bringt zusätzlich Schwung in den Keimprozess. 

    Kurz erklärt: In vier Schritten zum perfekten Planum

    1. Erdreich mit einem Spaten durcharbeiten
    2. Unkraut, Wurzeln und Steine akribisch absammeln
    3. Fläche mit einem breiten Rechen glatt harken
    4. Boden einige Tage ruhen lassen

    Bevor die Rasensamen verteilt werden, sollte die Rasenfläche unkrautfrei sein. Hierfür sollte das Erdreich mit einem Spaten (und den Händen) durchgearbeitet und von Wurzeln, größeren Erdklumpen und Steinen befreit werden. Klingt mühsam – und das ist es auch. Alternativ hilft eine sogenannte Motorhacke, die man im gut sortierten Fachhandel auch tageweise ausleihen kann.

    Im nächsten Schritt hat der Rechen seinen großen Auftritt. Denn auf fein krümeliger, lockerer und durchlässiger Erde fühlen sich die Gräser am wohlsten. Mit einem möglichst breiten Werkzeug muss die Fläche so glatt wie möglich geharkt werden. In Unebenheiten und Löchern kann sich später sonst leicht Regen- oder Gießwasser sammeln. Mit einer Walze, die von Baumärkten ebenfalls verliehen wird, geht es danach in Längs- und Querrichtung über den Boden, um die Erde zu verdichten. Damit sich der Boden noch etwas setzen kann, sollte die Rasenfläche „in spe“ noch einige Tage ruhen. Erst dann schlägt die Stunde der Samen. (Lesen Sie auch: Fernbeziehung Verlängern? Expertin rät zu Offenen Gesprächen)

    Rasen säen: Welche Samen sind die richtigen?

    Wer in einem Bau- oder Gartenmarkt einmal vor dem Regal mit den Rasensamen gestanden hat, dürfte gestaunt haben, wie viele verschiedene Samen es gibt. Günstige, sehr teure, solche für Zierrasen, wieder andere für Spielrasen oder Schattenrasen. Das Ganze in diversen Abpackungen zwischen einem Pfund für kleinere und mehr als zehn Kilogramm für größere Rasenflächen. Hochwertige Samen für eine Fläche von ca. 100 Quadratmetern kosten je nach Anbieter zwischen 30 und 40 Euro. Während billigere Samen schneller keimen, bilden die hochpreisigen Körnchen später eine dichtere und zugleich robustere Grasnarbe. Zudem sind die Günstigeren weniger ergiebig. Deshalb sollte hier nicht am falschen Ende gespart werden.

    Wichtig! Rasensamen sollten nicht zu lange gelagert werden. Einige Arten sind nach einem Jahr häufig nicht mehr keimfähig. Dazu gehört unter anderem der Rot-Schwingel.

    Beim Kauf der Rasensamen sollte zudem auf den Aufdruck „RSM“ auf der Verpackung geachtet werden. Dieser steht für eine hochwertige „Regel-Saatgut-Mischung“, in der ausschließlich Rasensamen erstklassiger Gräsersorten enthalten sind.

    Detailansicht: Gartenpflege Rasen
    Symbolbild: Gartenpflege Rasen (Bild: Picsum)

    Richtig Rasen säen: streuen, harken, walzen, gießen

    Der Boden für den neuen Rasen ist optimal vorbereitet. Die passenden Samen liegen bereit. Gut so. Dann kann das eigentliche Rasen säen beginnen. Dafür muss das Saatgut zunächst entsprechend den Angaben auf der Verpackung abgemessen und in eine Sähwanne oder einen Streuwagen abgefüllt werden. Vor allem weniger geübte Hobbygärtner sollten diese Variante wählen. Man braucht zwar etwas Geschick, dafür lassen sich die Samen deutlich gleichmäßiger verteilen, als wenn man sie mit der Hand ausstreut. Starker Wind ist beim Aussähen von Rasensamen übrigens nicht hilfreich. Ist das Saatgut gleichmäßig aufgebracht, werden sie mit einem Rechen in Längs- und Querrichtung leicht eingeharkt. So bekommen Sie beim Walzen mehr Bodenkontakt und wachsen besser an. Auch mit der Walze sollte in Längs- und Querrichtung gearbeitet werden, um einen sauberen Bodenschluss zu erzielen. (Lesen Sie auch: Messner Familienstreit: Sohn Simon Widerspricht öffentlich!)

    Die folgenden vier Tage sind entscheidend für die spätere Qualität des Rasens. Fällt in dieser Zeit kein Niederschlag, sollte der Boden mehrmals am Tag für ca. zehn Minuten mit einer Gießbrause oder einem Regner beregnet werden. 

    Wichtig! Rasensamen sind während und unmittelbar nach der Keimung besonders empfindlich für Trockenheit. In der Regel keimt das Saatgut – abhängig von der Witterung – nach sechs bis 28 Tagen.

    Geduld und Wasser: Was nach der Aussaat wichtig ist

    Neben ausreichender Bewässerung brauchen junge Rasengräser vor allem eins: Ruhe. Bis die Wiese voll genutzt werden kann, sollten mindestens acht Wochen eingeplant werden. In dieser Zeit ist Wasser das A und O. Je besser der Boden vorbereitet wurde, desto weniger etablieren sich in den ersten Wochen Rasenunkräuter wie Löwenzahn, Gänseblümchen oder Klee. Binnen zwei bis vier Wochen sollte eine dichte Rasenfläche entstehen. Sind die Halme ca. acht bis zehn Zentimeter lang, muss der junge Rasen zum ersten Mal gemäht werden. Idealerweise auf eine Schnitthöhe von etwa fünf Zentimetern. Danach etwas Langzeitdünger ausbringen, damit sich die Gräser verzweigen und die Grasnarbe auch tobende Kinder spielend leicht und ausdauernd verkraftet.

    Quellen:gartenjournal.net; mein-schoener-garten.de; plantopedia.de (Lesen Sie auch: Kinderdrachen Kaufen: So Finden Eltern das Sichere…)

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    Symbolbild: Gartenpflege Rasen (Bild: Picsum)
  • Kein Investor Gefunden: Fachmarktkette Hammer schließt

    Kein Investor Gefunden: Fachmarktkette Hammer schließt

    Ende Mai ist endgültig Schluss für die Fachmarktkette Hammer. Den mehr als 1.000 Beschäftigten wurde vor einigen Wochen bereits gekündigt.

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    Symbolbild: Kein Investor (Bild: Picsum)

    Die Fachmarktkette Hammer stellt den Geschäftsbetrieb ein. Bis Ende Mai schließen die letzten 21 Filialen, wie Insolvenzverwalter Stefan Meyer der Deutschen Presse-Agentur sagte. Anschließend soll das Unternehmen abgewickelt werden. Ein Investor für eine Übernahme und eine Fortführung habe sich nicht gefunden. (Lesen Sie auch: Mäc Geiz Insolvenz: 180 Filialen Betroffen –…)

    Die Hammer Raumstylisten GmbH, zu der die auf Raumausstattung und Heimtextilien spezialisierte gleichnamige Kette gehört, hatte im Januar einen Insolvenzantrag gestellt. Mangels Perspektive schlossen bereits Ende März 46 Hammer-Filialen, weitere 20 vier Wochen später. Ende April wurde allen rund 1.100 Beschäftigten gekündigt. Die Entwicklung sei „außerordentlich bedauerlich“, sagte Meyer. Zwar habe es mehrere Interessenten gegeben, unverbindliche Angebote seien jedoch zurückgezogen worden.

    Der Insolvenzverwalter bezeichnete die Rahmenbedingungen des Verfahrens als „äußerst herausfordernd“. Er begründete das unter anderem mit der zweiten Insolvenz innerhalb kurzer Zeit, einem schwierigen Marktumfeld im Einzelhandel sowie dem finanziellen Zustand des Unternehmens. Laut Meyer laufen derzeit noch Gespräche mit Vermietern und branchenfremden Interessenten. Dabei geht es um die Übernahme von Mietflächen an bisherigen Hammer-Standorten. Ob Beschäftigte übernommen werden, ist offen. (Lesen Sie auch: Spacex Börsengang: Plant Musk den Schritt schon…)

    Pleitewelle im Einzelhandel

    Die Hammer-Fachmärkte waren erst im Herbst von einem Investorenkonsortium namens Rethink übernommen worden. Wer dahintersteht, blieb unklar. Zuvor hatte der ehemalige Mutterkonzern, die Brüder Schlau Gruppe, im Juni 2025 Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt und war anschließend abgewickelt worden. Im Zuge dessen wurden bereits zahlreiche Hammer-Filialen geschlossen. Die Großhandelssparte Schlau wurde vollständig aufgegeben.  (Lesen Sie auch: Chase Deutschland: JPMorgan Lockt deutsche Sparer mit…)

    Der Einzelhandel steht wegen der schwachen Konsumstimmung und des wachsenden Onlinehandels stark unter Druck. Kürzlich hatten unter anderem der Non-Food-Discounter Mäc Geiz und die Deko-Kette Depot Insolvenzanträge gestellt. Die Zahl der Pleiten in der Branche befindet sich auf dem höchsten Stand seit zehn Jahren. Der Kreditversicherer Allianz Trade verzeichnete im vergangenen Jahr 2.571 Fälle. Branchenexperten erwarten weiter steigende Zahlen.

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    Symbolbild: Kein Investor (Bild: Picsum)

    Ursprünglich berichtet von: Stern (Lesen Sie auch: Jugendschutz im Netz: Wenn KI dabei hilft,…)

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    Symbolbild: Kein Investor (Bild: Picsum)
  • Vilnius 2026: Litauens Hauptstadt im Aufbruch – Kultur, Wirtschaft und Nachhaltigkeit

    Vilnius 2026: Litauens Hauptstadt im Aufbruch – Kultur, Wirtschaft und Nachhaltigkeit

    Vilnius, die faszinierende Hauptstadt Litauens, präsentiert sich im Mai 2026 als eine Stadt voller Dynamik und Kontraste. Sie ist nicht nur ein historisches Juwel im Herzen des Baltikums, dessen Altstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, sondern auch ein Motor für wirtschaftliche Entwicklung und ein Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit. In diesem Artikel beleuchten wir die aktuellen Entwicklungen, kulturellen Highlights und wirtschaftlichen Perspektiven, die Vilnius zu einem immer attraktiveren Ziel für Reisende und Investoren machen.

    Lesezeit: ca. 11 Minuten

    Vilnius ist die Hauptstadt Litauens und das pulsierende Zentrum des Landes, bekannt für seine beeindruckende Barockarchitektur und eine lebendige Kulturszene. Die historische Altstadt wurde 1994 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt und zieht jährlich zahlreiche Besucher an. Die Stadt entwickelt sich zudem rasant zu einem führenden Hub für Nachhaltigkeit und Innovation im Baltikum.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Hauptstadt Litauens: Vilnius ist die größte Stadt und das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum Litauens.
    • UNESCO-Weltkulturerbe: Die historische Altstadt von Vilnius ist seit 1994 als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt und zählt zu den größten in Osteuropa.
    • Wirtschaftswachstum: Für 2026 wird für Litauen, maßgeblich getragen von Vilnius, ein Wirtschaftswachstum von 3,1% bis 3,6% prognostiziert.
    • Bevölkerung 2026: Die geschätzte Einwohnerzahl der Stadtgemeinde Vilnius liegt im Januar 2026 bei rund 617.984 Menschen.
    • Grüne Transformation: Vilnius strebt bis 2030 Klimaneutralität an und plant ab 2026 den Einsatz von Wasserstoffbussen im öffentlichen Nahverkehr.
    • Kulturelle Vielfalt: Zahlreiche Festivals und Events prägen den Veranstaltungskalender 2026, darunter der Tag der Straßenmusik und die Lange Nacht der Museen.
    • Investitionsstandort: Vilnius wurde 2025 als Nummer 1 in Europa für seine FDI-Strategie ausgezeichnet und ist ein dynamisches Start-up-Zentrum.

    Vilnius: Geschichte und UNESCO-Weltkulturerbe

    Die Geschichte von Vilnius reicht bis ins frühe 14. Jahrhundert zurück, als Großfürst Gediminas die Stadt gründete. Sie entwickelte sich schnell zu einem bedeutenden Zentrum im Großfürstentum Litauen, das zu seinen Hochzeiten von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer reichte. Die Altstadt von Vilnius ist ein beeindruckendes Zeugnis dieser reichen Vergangenheit und wurde 1994 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Dies ist nicht zuletzt der außergewöhnlichen Mischung aus Gotik, Renaissance, Klassizismus und vor allem Barockarchitektur zu verdanken, die ihr einen einzigartigen Charakter verleiht.

    Mit über 50 Kirchen trägt Vilnius den Beinamen „Rom des Ostens“. Die verwinkelten Gassen und historischen Gebäude erzählen Geschichten aus verschiedenen Epochen. Trotz zahlreicher Kriege und Besetzungen hat die Stadt ihre beeindruckende Bausubstanz weitgehend bewahrt. Besonders hervorzuheben sind die St.-Stanislaus-Kathedrale mit ihrem freistehenden Glockenturm und die St. Annenkirche, die als Meisterwerke gotischer Architektur gelten. Ein Besuch der Altstadt ist daher eine Zeitreise, die man sich bei einem Aufenthalt in Vilnius nicht entgehen lassen sollte.

    Vilnius: Wirtschaftliche Dynamik und Entwicklung

    Vilnius ist nicht nur das kulturelle, sondern auch das wirtschaftliche Herz Litauens. Die Stadt hat sich in den letzten Jahren zu einer der dynamischsten Metropolen des Baltikums entwickelt. Im Jahr 2024 wurde Vilnius zur reichsten Region im Baltikum (gemessen am nominalen BIP pro Kopf) und überholte damit Tallinn. Im Jahr 2025 übertraf Vilnius Riga als bevölkerungsreichste Hauptstadt. Diese Entwicklung unterstreicht die wachsende Bedeutung von Vilnius als Wirtschaftsstandort.

    Für das Jahr 2026 wird für die litauische Wirtschaft ein Wachstum von 3,1% bis 3,6% prognostiziert. Dieses Wachstum wird maßgeblich durch die Binnenkonsumtion, steigende Realeinkommen und Investitionen gestützt. Vilnius hat sich zudem als attraktiver Standort für ausländische Direktinvestitionen (FDI) etabliert und wurde 2025 in Europa zur Nummer 1 für seine FDI-Strategie gewählt. Die Stadt fördert aktiv ein unternehmensfreundliches Umfeld und ist ein aufstrebendes Zentrum für Start-ups, insbesondere in den Bereichen Tech, Biowissenschaften, Fintech und KI. Diese Entwicklung zieht talentierte Fachkräfte und internationale Investoren an, was die Position von Vilnius als Wirtschaftsführer in der Region weiter festigt. Trotz des positiven Ausblicks wird erwartet, dass das Wachstum ab 2027 etwas nachlassen könnte, da temporäre Effekte wie Abhebungen aus der zweiten Pensionssäule auslaufen.

    Vilnius: Nachhaltigkeit und grüne Initiativen

    Vilnius hat sich ehrgeizige Ziele im Bereich Nachhaltigkeit gesetzt und strebt an, bis 2030 klimaneutral zu werden. Die Stadt ist die erste baltische Hauptstadt, die am Green Cities Programm der EBWE teilnimmt und einen umfassenden Aktionsplan zur Klimaneutralität entwickelt hat. Diese Initiative umfasst eine Reihe von Maßnahmen, die darauf abzielen, die Lebensqualität zu verbessern und die Umweltbelastung zu reduzieren.

    Ein konkretes Projekt ist die Einführung von 16 wasserstoffbetriebenen Bussen im öffentlichen Nahverkehr ab 2026. Diese umweltfreundlichen Fahrzeuge sollen jährlich rund 1.414 Tonnen CO2-Äquivalent einsparen und tragen maßgeblich zur Dekarbonisierung des Transports bei. Darüber hinaus nutzt Vilnius bereits heute 83 Prozent seiner Fernwärme aus erneuerbaren Quellen und hat ein innovatives System zur Verarbeitung von Lebensmittelabfällen mittels schwarzer Soldatenfliegenlarven implementiert, das seit 2024 über 3.000 Tonnen Abfälle umgewandelt hat. Die Stadt ist zudem reich an Grünflächen; rund 60 Prozent des Stadtgebiets sind von Grünflächen bedeckt, und es werden jährlich etwa 2.500 Bäume und Zehntausende Sträucher gepflanzt. Diese Maßnahmen unterstreichen das Engagement von Vilnius, eine Vorreiterrolle bei der Schaffung einer nachhaltigen und lebenswerten Stadt einzunehmen.

    Vilnius: Kultur und Veranstaltungen 2026

    Der Veranstaltungskalender von Vilnius ist im Jahr 2026 prall gefüllt und bietet eine vielfältige Mischung aus traditionellen Festen, modernen Kunstevents und internationalen Großveranstaltungen. Die Stadt pulsiert das ganze Jahr über vor kultureller Energie.

    Highlights im Mai und Juni 2026

    • Tag der Straßenmusik (16. Mai 2026): Tausende Musiker verwandeln die Straßen von Vilnius in eine riesige Bühne, auf der alle Genres erklingen.
    • Lange Nacht der Museen (23. Mai 2026): Museen öffnen ihre Türen kostenlos für Ausstellungen, Workshops und Bildungsangebote.
    • Vilnius Pink Soup Fest (29.–31. Mai 2026): Ein farbenfrohes Festival, das der traditionellen litauischen kalten Rote-Bete-Suppe (Šaltibarščiai) gewidmet ist.
    • Vilnius Dance Festival (5.–7. Juni 2026): Ein elegantes Festival, das die besten Ballroom- und Latein-Tänzer der Welt beherbergt.
    • Kulturnacht (12. Juni 2026): Über hundert kostenlose Veranstaltungen – von Ausstellungen und Konzerten bis hin zu Theater und Performances – beleben die Stadt.
    • Christopher Sommerfest (30. Juni – 30. August 2026): Ein renommiertes Musikfestival, das klassische, Jazz- und Weltmusikdarbietungen an verschiedenen Orten in Vilnius präsentiert.

    Weitere Ereignisse im Jahr 2026

    Das ganze Jahr über finden in Vilnius weitere bedeutende Veranstaltungen statt:

    • Vilnius Buchmesse (26. Februar – 1. März 2026): Das größte Literaturereignis im Baltikum.
    • Kaziukas-Messe (6.–8. März 2026): Ein jahrhundertealter Handwerks- und Frühlingsmarkt, der die Altstadt belebt.
    • Kinofrühling (9.–22. März 2026): Ein Filmfestival mit preisgekrönten Werken und litauischen Premieren.
    • New Baltic Dance (23.–25. April 2026): Ein Festival, das zeitgenössischen Tanz aus dem Baltikum und der Welt präsentiert.
    • Vilnius Marathon (13. September 2026): Ein großes Laufsportevent, das Tausende von Läufern durch die Altstadt führt.
    • Gastronomiewoche (9.–15. November 2026): Eine Gelegenheit, die vielfältige Küche von Vilnius zu entdecken.

    Für Reisende, die ihre Tour personalisieren möchten, bietet das Vilnius Tourist Information Centre sogar einen KI-basierten Reiseplanungsdienst an, der individuelle Interessen berücksichtigt. Dies zeigt, wie Vilnius Tradition und Innovation miteinander verbindet, um Besuchern ein unvergessliches Erlebnis zu bieten. Für aktuelle Informationen zur Google KI Suche und deren Auswirkungen auf die Reiseplanung können Sie unseren Artikel „Google KI Suche: Revolutioniert die KI das Suchfeld der Zukunft?“ lesen. Auch die Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz mit Modellen wie Claude AI sind von Bedeutung, wie unser Beitrag „Claude AI im Fokus: Aktuelle Entwicklungen, Modelle und Nutzen im Mai 2026“ verdeutlicht.

    Vilnius: Sehenswürdigkeiten und Reiseziele

    Vilnius lockt mit einer Fülle von Sehenswürdigkeiten, die von historischer Bedeutung bis hin zu künstlerischen Enklaven reichen. Die Stadt bietet für jeden Geschmack etwas.

    Video: Top 10 Must-See Attractions in Vilnius, Lithuania (Quelle: YouTube / Travel Appreciated)

    Historische Wahrzeichen in Vilnius

    • Gediminas-Turm: Der ikonische Turm auf dem Burgberg bietet einen atemberaubenden Panoramablick über die Altstadt und die umliegende Landschaft. Er ist ein Symbol der Stadt und ein Muss für jeden Besucher.
    • Vilnius Kathedrale: Die neoklassizistische Kathedralbasilika St. Stanislaus und St. Ladislaus ist das Herzstück des Kathedralenplatzes und ein bedeutendes spirituelles und nationales Denkmal. Unter der Kathedrale befinden sich die Krypten litauischer Könige.
    • Tor der Morgenröte: Dieses historische Stadttor beherbergt eine Kapelle mit einem verehrten Gemälde der Jungfrau Maria und ist eine wichtige Pilgerstätte. Es ist das letzte erhaltene Tor der alten Stadtmauer.
    • St. Annenkirche: Ein Meisterwerk der Gotik, bekannt für ihre filigrane Backsteinarchitektur. Der Legende nach wollte Napoleon Bonaparte die Kirche auf seinen Handflächen nach Paris tragen.
    • Vilnius Universität: Eine der ältesten und prestigeträchtigsten Universitäten Osteuropas, gegründet 1579. Ihr historischer Campus beeindruckt mit wunderschönen Innenhöfen und einer prächtigen Bibliothek.

    Kulturelle und alternative Orte

    • Užupis: Das Künstlerviertel Užupis, eine selbsternannte „Republik“, ist bekannt für seinen böhmischen Geist, Straßenkunst und die humorvolle Užupis-Verfassung. Es wird oft mit dem Pariser Montmartre verglichen.
    • Bernardiner Garten: Eine friedliche Oase entlang des Vilnia-Flusses, ideal für Spaziergänge und Entspannung.
    • Pilies Street: Die belebteste und historischste Straße in der Altstadt, perfekt zum Einkaufen und Dinieren, mit zahlreichen Cafés und Galerien.

    Vilnius: Klima und beste Reisezeit

    Vilnius hat ein leicht kontinentales Klima mit sehr kalten Wintern und milden bis angenehm warmen Sommern. Die Stadt liegt im Südosten Litauens, was sie im Winter zu einer der kältesten Regionen macht. Schneefälle sind im Winter häufig, aber selten sehr ergiebig.

    Die beste Reisezeit für Vilnius ist der Sommer, von Juni bis August, wenn die Temperaturen am mildesten sind. Tagsüber liegen die Durchschnittstemperaturen im Juli bei etwa 22-23 °C, können aber auch über 30 °C erreichen. Auch wenn es im Juli und August etwas regnerischer sein kann, ist die Gesamtmenge des Niederschlags moderat. Der Frühling (April-Mai) und der frühe Herbst (September) bieten ebenfalls angenehmes Wetter mit weniger Touristen.

    Monat Durchschnittliche Höchsttemperatur (°C) Durchschnittliche Tiefsttemperatur (°C) Durchschnittlicher Niederschlag (mm)
    Januar -1 -6 48.6
    Februar -1 -6 41.9
    März 3 -3 44.5
    April 11 2 50.2
    Mai 18 8 66.1
    Juni 21 12 79.5
    Juli 23 15 104.3
    August 22 14 90.7
    September 17 8 63.8
    Oktober 10 3 58.8
    November 3 -1 48.6
    Dezember 0 -4 51.5
    Daten basierend auf dem Zeitraum 1992-2021.

    Vilnius: Bevölkerung und Demografie

    Vilnius ist die größte Stadt Litauens und hat in den letzten Jahren ein stetiges Bevölkerungswachstum erlebt. Die geschätzte Einwohnerzahl der Stadtgemeinde Vilnius wird im Januar 2026 bei 617.984 liegen. Die Stadt hat im letzten Jahr um 12.871 Einwohner zugenommen, was einer jährlichen Veränderung von 2,16% entspricht. Die Metropolregion Vilnius hatte im Jahr 2026 eine geschätzte Bevölkerung von 541.000 Einwohnern.

    Vilnius zeichnet sich zudem durch eine bemerkenswerte ethnische Vielfalt aus. Bei der Volkszählung 2011 wurden 128 verschiedene Ethnien erfasst, was sie zur vielfältigsten Stadt des Landes macht. Rund 63,6% der Bevölkerung sind Litauer, gefolgt von Polen (16,5%) und Russen (12%). Diese Multikulturalität prägt das Stadtbild und trägt zur lebendigen Atmosphäre von Vilnius bei.

    Häufig gestellte Fragen zu Vilnius (FAQ)

    Wann ist die beste Reisezeit für Vilnius?
    Die beste Reisezeit für Vilnius ist der Sommer, von Juni bis August, wenn das Wetter mild und angenehm ist und viele Festivals stattfinden.
    Ist die Altstadt von Vilnius ein UNESCO-Weltkulturerbe?
    Ja, die historische Altstadt von Vilnius gehört seit 1994 zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist bekannt für ihre einzigartige Barockarchitektur.
    Welche Rolle spielt Vilnius für die litauische Wirtschaft?
    Vilnius ist das wirtschaftliche Zentrum Litauens und gilt als die reichste Region im Baltikum. Die Stadt ist ein Motor für Wirtschaftswachstum und ein wichtiger Standort für Start-ups und ausländische Direktinvestitionen.
    Welche Nachhaltigkeitsziele verfolgt Vilnius?
    Vilnius strebt an, bis 2030 klimaneutral zu werden. Zu den Initiativen gehören der Einsatz von Wasserstoffbussen ab 2026 und die Nutzung erneuerbarer Energien für die Fernwärmeversorgung.
    Gibt es in Vilnius viele kulturelle Veranstaltungen im Jahr 2026?
    Ja, Vilnius bietet 2026 einen umfangreichen Veranstaltungskalender mit zahlreichen Festivals wie dem Tag der Straßenmusik, der Langen Nacht der Museen und dem Vilnius Pink Soup Fest.

    Fazit: Vilnius – Eine Stadt mit Zukunft

    Vilnius hat sich im Mai 2026 als eine Stadt präsentiert, die ihre reiche Geschichte und ihr kulturelles Erbe mit einer zukunftsorientierten Vision verbindet. Von der beeindruckenden UNESCO-Altstadt über eine dynamische Wirtschaft bis hin zu wegweisenden Nachhaltigkeitsinitiativen ist Vilnius ein faszinierendes Reiseziel und ein bedeutender Akteur im Baltikum. Die zahlreichen Festivals und die offene, multikulturelle Atmosphäre machen Vilnius zu einem Ort, der sowohl Besucher als auch neue Bewohner begeistert. Wer das Baltikum erkunden möchte, findet in Vilnius eine Metropole, die Tradition und Moderne auf einzigartige Weise vereint und stets Neues zu entdecken bietet.

    Über den Autor

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  • Interpol: Aufgaben, Fahndungen und Kritik im Mai 2026

    Interpol: Aufgaben, Fahndungen und Kritik im Mai 2026

    Interpol, die Internationale Kriminalpolizeiliche Organisation, steht am 20. Mai 2026 im Fokus der weltweiten Aufmerksamkeit, insbesondere durch erfolgreiche Fahndungsaktionen und anhaltende Debatten über den Missbrauch ihrer Systeme. Als größte internationale Polizeiorganisation spielt Interpol eine entscheidende Rolle bei der grenzüberschreitenden Verbrechensbekämpfung und dient als unverzichtbare Plattform für den Informationsaustausch zwischen den Polizeibehörden ihrer 196 Mitgliedsländer.

    Aktuell prägen sowohl bemerkenswerte Erfolge, wie die Identifizierung eines Mordopfers in Deutschland im Rahmen der „Identify Me“-Kampagne, als auch die fortgesetzte Kritik am missbräuchlichen Einsatz von Roten Ausschreibungen durch bestimmte Staaten das Bild der Organisation. Diese Dualität aus effektiver Polizeiarbeit und institutionellen Herausforderungen macht Interpol zu einem hochrelevanten Thema in Deutschland und weltweit.

    Interpol, die Internationale Kriminalpolizeiliche Organisation, ist die weltweit größte Polizeiorganisation mit 196 Mitgliedsländern. Sie ermöglicht die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Polizeibehörden zur Bekämpfung internationaler Kriminalität, insbesondere durch den Austausch von Informationen und die Veröffentlichung von Fahndungsersuchen wie den Roten Ausschreibungen. Aktuell steht Interpol im Mai 2026 durch Erfolge in der „Identify Me“-Kampagne und anhaltende Kritik am Missbrauch ihrer Systeme im Fokus.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Interpol ist die weltweit größte internationale Polizeiorganisation mit 196 Mitgliedsländern.
    • Ihre Hauptaufgabe ist die Förderung der grenzüberschreitenden Polizeizusammenarbeit zur Bekämpfung transnationaler Kriminalität.
    • Das Bundeskriminalamt (BKA) fungiert als Deutschlands Nationales Zentralbüro (NZB) für Interpol.
    • Rote Ausschreibungen sind die bekanntesten Fahndungsersuchen, aber keine internationalen Haftbefehle.
    • Im Mai 2026 gab es einen Ermittlungserfolg in Deutschland im Rahmen der „Identify Me“-Kampagne zur Identifizierung von Mordopfern.
    • Interpol steht weiterhin in der Kritik wegen des Missbrauchs Roter Ausschreibungen durch autoritäre Regime, insbesondere Russland.
    • Valdecy Urquiza aus Brasilien ist seit November 2024 Generalsekretär von Interpol.

    Was ist Interpol? Eine Einführung in die Internationale Kriminalpolizeiliche Organisation

    Die Internationale Kriminalpolizeiliche Organisation (IKPO), besser bekannt als Interpol, ist die größte internationale Polizeiorganisation der Welt. Sie wurde 1923 gegründet und umfasst derzeit 196 Mitgliedsländer. Im Gegensatz zu häufigen Darstellungen in Filmen und Medien ist Interpol keine supranationale Strafverfolgungsbehörde mit eigenen bewaffneten Agenten, die Verhaftungen vornehmen können. Stattdessen fungiert sie als ein Netzwerk für die Zusammenarbeit nationaler Polizeibehörden.

    Der Hauptsitz der Organisation befindet sich in Lyon, Frankreich. Interpol unterstützt die Polizeibehörden weltweit durch investigative Hilfe, Fachwissen und Schulungen. Der Fokus liegt dabei auf der Bekämpfung transnationaler Kriminalität, die die Grenzen eines einzelnen Staates überschreitet. Dies beinhaltet ein breites Spektrum an Delikten, von Terrorismus und Cyberkriminalität bis hin zu organisierter Kriminalität, Menschenhandel und Finanzverbrechen. Die Organisation bietet eine Plattform für den sicheren Austausch von Informationen und die Koordination von Ermittlungen, auch zwischen Ländern, die keine diplomatischen Beziehungen pflegen.

    Die Kernaufgaben von Interpol: Kampf gegen transnationale Kriminalität

    Die Arbeit von Interpol konzentriert sich auf vier Hauptbereiche der Kriminalität, die als die drängendsten globalen Bedrohungen angesehen werden: Terrorismus, Cyberkriminalität, organisierte Kriminalität sowie Finanzkriminalität und Korruption. Um diese Aufgaben effektiv zu erfüllen, stellt Interpol ihren Mitgliedsländern eine Reihe von Diensten und Expertisen zur Verfügung. Ein zentrales Element ist das sichere globale Polizeikommunikationssystem namens I-24/7. Dieses System ermöglicht es Polizeibehörden in allen Mitgliedsländern, wichtige Polizeidaten sofort und in einer sicheren Umgebung abzufragen, zu übermitteln und darauf zuzugreifen.

    Darüber hinaus verwaltet Interpol eine Vielzahl von Datenbanken, die entscheidende Informationen im Kampf gegen das Verbrechen enthalten. Dazu gehören Daten über bekannte Straftäter, gesuchte Personen, Fingerabdrücke, DNA-Profile, gestohlene oder verlorene Reisedokumente, gestohlene Kraftfahrzeuge, Bilder von sexuellem Kindesmissbrauch und gestohlene Kunstwerke. Diese Datenbanken sind ein mächtiges Werkzeug, da nationale Polizeibehörden oft nur über Informationen innerhalb ihrer eigenen Landesgrenzen verfügen. Beispielsweise enthält die Datenbank für verlorene und gestohlene Reisedokumente über 12 Millionen Einträge.

    Interpol bietet zudem operative Unterstützung, wie forensische Analysen und Hilfe bei der Lokalisierung von Flüchtigen weltweit. Die Organisation betreibt ein 24-Stunden-Kommando- und Koordinationszentrum, das Mitgliedsländer in Krisensituationen unterstützt und den Informationsaustausch koordiniert. Auch Schulungen und Kapazitätsaufbau für nationale Polizeikräfte sind ein wichtiger Bestandteil der Arbeit, um die Fähigkeit der Mitgliedsländer zur effektiven Bekämpfung schwerer transnationaler Kriminalität und Terrorismus zu verbessern.

    Die Rolle der Roten Ausschreibungen (Red Notices)

    Die wohl bekanntesten Instrumente von Interpol sind die sogenannten Roten Ausschreibungen (Red Notices). Eine Rote Ausschreibung ist ein Ersuchen an Strafverfolgungsbehörden weltweit, eine Person zum Zwecke der Auslieferung oder einer ähnlichen rechtlichen Maßnahme zu lokalisieren und vorläufig festzunehmen. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass eine Rote Ausschreibung kein internationaler Haftbefehl ist. Sie basiert auf einem nationalen Haftbefehl oder einer gerichtlichen Anordnung des ersuchenden Landes. Die Mitgliedsländer entscheiden nach ihren eigenen Gesetzen, ob sie eine Person festnehmen. Die Ausschreibung enthält Identifikationsinformationen der gesuchten Person wie Name, Geburtsdatum, Nationalität, Fotos und Fingerabdrücke.

    Interpol gibt verschiedene Arten von Notices heraus, die farbcodiert sind und unterschiedlichen Zwecken dienen. Neben den Roten Ausschreibungen gibt es beispielsweise Blaue Ausschreibungen zur Informationsbeschaffung über eine Person oder Gelbe Ausschreibungen für vermisste Personen. Rote Ausschreibungen werden für Personen ausgestellt, die wegen schwerer gewöhnlicher Straftaten wie Mord, Vergewaltigung oder Betrug gesucht werden, entweder zur Strafverfolgung oder zur Verbüßung einer Strafe. Politisch, militärisch, religiös oder rassistisch motivierte Fälle sind gemäß der Verfassung von Interpol ausgeschlossen.

    Interpol in Deutschland: Das Bundeskriminalamt als Nationales Zentralbüro

    In Deutschland übernimmt das Bundeskriminalamt (BKA) die Funktion des Nationalen Zentralbüros (NZB) für Interpol. Das BKA, mit Sitz in Wiesbaden, ist somit die zentrale Anlaufstelle für alle internationalen Fahndungsersuchen und den Informationsaustausch mit Interpol und den Polizeibehörden der anderen Mitgliedsländer. Es koordiniert die Zusammenarbeit zwischen den deutschen Polizeibehörden auf Bundes- und Landesebene und den europäischen sowie internationalen Polizeiorganisationen.

    Die Abteilung IZ des BKA ist beispielsweise für die Abstimmung in Fällen internationaler Zusammenarbeit in Strafsachen zuständig und gewährleistet einen schnellen und sicheren Informationsaustausch mit Interpol. Das BKA entsendet zudem Verbindungsbeamte in über 60 deutsche Botschaften weltweit, die mit den lokalen Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeiten und die Interessen der deutschen Polizei im Ausland vertreten. Diese Beamten sind ein wichtiges Instrument für die Sammlung und den Austausch von Informationen, die für die Strafverfolgung in Deutschland von Bedeutung sind. Die deutsche Polizei ist somit eng in das globale Netzwerk von Interpol eingebunden, um transnationale Kriminalität effektiv zu bekämpfen. Das BKA ist auch in der Bekämpfung von Kunst- und Antiquitätenkriminalität aktiv und nutzt die Datenbanken von Interpol (ASF-WOA) zur Überprüfung gestohlener oder gefälschter Kunstwerke.

    Aktuelle Erfolge und Herausforderungen im Mai 2026

    Interpol ist im Mai 2026 sowohl durch bedeutende Erfolge als auch durch anhaltende Kritik an ihren Arbeitsweisen präsent. Diese Entwicklungen zeigen die immense Bedeutung der Organisation, aber auch die Notwendigkeit ständiger Anpassung und Reformen.

    „Identify Me“-Kampagne: Ein Durchbruch in Deutschland

    Ein herausragender Erfolg, der die Wirksamkeit der internationalen Polizeizusammenarbeit unterstreicht, ist die „Identify Me“-Kampagne von Interpol. Diese Kampagne zielt darauf ab, die Identität von 47 Frauen zu klären, deren Leichen in den letzten Jahrzehnten in verschiedenen europäischen Ländern gefunden wurden und deren Fälle ungeklärt blieben. Im Mai 2026 konnte ein signifikanter Durchbruch in einem der ältesten deutschen Fälle dieser Kampagne erzielt werden: dem „Mädchen im Main“.

    Die Leiche einer jungen Frau wurde bereits am 31. Juli 2001 im Main in Frankfurt entdeckt. Nach fast 25 Jahren konnte das Opfer, die 16-jährige Diana S., identifiziert werden. Dies führte am 12. Mai 2026 zur Festnahme ihres 67-jährigen Vaters durch das Hessische Landeskriminalamt in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main. Der Verdächtige befindet sich wegen des Verdachts auf Mord in Untersuchungshaft. Interpol-Generalsekretär Valdecy Urquiza betonte, dass dieser Erfolg die Bedeutung der weiteren Untersuchung ungelöster Cold Cases unterstreicht und die Vorteile der Kombination von öffentlichem Engagement, beharrlicher Ermittlungsarbeit und forensischen Fähigkeiten hervorhebt.

    Dieser Fall ist der sechste erfolgreiche Identifizierungserfolg der „Identify Me“-Kampagne. Bereits im April 2026 konnte im Rahmen der Kampagne die „Frau mit der Richmond-Zahnkrone“ in Frankreich als Hakima Boukerouis identifiziert und ein Verdächtiger festgenommen werden. Diese Erfolge zeigen, wie Interpol mithilfe internationaler Koordination und öffentlicher Aufrufe langjährige Kriminalfälle aufklären kann. Ein weiteres Beispiel für die Relevanz internationaler Fahndungsarbeit ist der Felix Bingui Prozess, bei dem ein Drogenboss in Marseille vor Gericht steht und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Behörden essenziell ist.

    Kritik am Missbrauch von Roten Ausschreibungen

    Trotz dieser Erfolge sieht sich Interpol weiterhin mit ernsthafter Kritik konfrontiert, insbesondere hinsichtlich des Missbrauchs von Roten Ausschreibungen durch autoritäre Regime. Medienberichte und Whistleblower-Daten vom Januar 2026 legen nahe, dass Länder wie Russland, die Türkei und Tadschikistan die Systeme von Interpol extensiv nutzen, um politische Gegner, Journalisten und Geschäftsleute im Ausland ins Visier zu nehmen. Amnesty International und UN-Experten haben Bedenken geäußert, dass Staaten internationale Polizeimechanismen für politische Zwecke missbrauchen und Menschenrechtsverteidiger transnational unterdrücken.

    Einem Whistleblower zufolge erhielt Interpols unabhängige Beschwerdestelle im letzten Jahrzehnt mehr Beschwerden über Russland als über jedes andere Land. Viele dieser Beschwerden führten dazu, dass russische Fälle von Interpol aufgehoben wurden. Die Organisation wird kritisiert, dass sie politisch motivierte Verfolgungen nicht ausreichend filtert, obwohl ihre Verfassung dies verbietet. Die mangelnde Transparenz bei der Überprüfung und Löschung missbräuchlicher Ausschreibungen, insbesondere durch die Kommission zur Kontrolle der Interpol-Akten (CCF), wird ebenfalls scharf kritisiert. Es wird gefordert, dass Interpol strengere Reformen umsetzt, um die Integrität ihrer Systeme zu wahren und Staaten, die systematisch Missbrauch betreiben, zu suspendieren. Die Debatte um den Missbrauch von Interpol-Systemen ist auch im Kontext der globalen KI-Kindesmissbrauch-Bekämpfung relevant, wo die Balance zwischen effektiver Fahndung und dem Schutz individueller Rechte gewahrt werden muss.

    Interpol: Die Rolle und Aufgaben der internationalen Polizeiorganisation (Symbolbild)

    Der Generalsekretär von Interpol: Valdecy Urquiza

    Seit November 2024 ist Valdecy Urquiza aus Brasilien der Generalsekretär von Interpol. Er wurde von der 92. Generalversammlung in Glasgow, Vereinigtes Königreich, ernannt und ist der erste Generalsekretär, der nicht aus Europa oder Amerika stammt. Als oberster internationaler Beamter und faktischer Chief Executive Officer ist Urquiza für die tägliche Entscheidungsfindung und das Funktionieren aller Dienststellen des Generalsekretariats weltweit verantwortlich. Er ist auch der Hauptsprecher der Organisation und engagiert sich bei Polizeiführern und Regierungsvertretern.

    Urquiza tritt sein Amt in einer Zeit erheblicher Herausforderungen an, insbesondere angesichts der oben genannten Kritik am Missbrauch von Interpol-Systemen und der Notwendigkeit, die Neutralität und Glaubwürdigkeit der Organisation zu wahren. Seine Amtszeit wird entscheidend sein, um Interpol auf dem Weg zu neutralem Erfolg zu halten und die Zusammenarbeit in einer zunehmend komplexen globalen Sicherheitslandschaft zu stärken. Die Wahl eines Generalsekretärs aus dem „Globalen Süden“ könnte auch dazu beitragen, Interpols Rolle in einer sich wandelnden Weltordnung neu zu definieren.

    Interpol im Überblick (Stand: Mai 2026)
    Merkmal Details Quelle
    Gründungsjahr 1923
    Mitgliedsländer 196
    Hauptsitz Lyon, Frankreich
    Generalsekretär (seit Nov. 2024) Valdecy Urquiza (Brasilien)
    Nationales Zentralbüro Deutschland Bundeskriminalamt (BKA)
    Kernaufgaben Bekämpfung von Terrorismus, Cyberkriminalität, organisierter Kriminalität, Finanzkriminalität

    Häufig gestellte Fragen zu Interpol (FAQ)

    Was ist Interpol genau?

    Interpol ist die Internationale Kriminalpolizeiliche Organisation, die als globales Netzwerk die Zusammenarbeit zwischen den Polizeibehörden ihrer 196 Mitgliedsländer fördert, um transnationale Kriminalität zu bekämpfen. Sie hat keine eigenen Ermittlungs- oder Verhaftungsbefugnisse.

    Ist eine Rote Ausschreibung ein internationaler Haftbefehl?

    Nein, eine Rote Ausschreibung ist kein internationaler Haftbefehl. Sie ist ein Ersuchen an Strafverfolgungsbehörden weltweit, eine gesuchte Person zum Zwecke der vorläufigen Festnahme und Auslieferung zu lokalisieren. Die Festnahme erfolgt nach nationalem Recht des jeweiligen Landes.

    Welche Aufgaben hat Interpol in Deutschland?

    In Deutschland fungiert das Bundeskriminalamt (BKA) als Nationales Zentralbüro für Interpol. Es ist die zentrale Anlaufstelle für internationale Fahndungsersuchen, koordiniert den Informationsaustausch und die Zusammenarbeit zwischen deutschen und internationalen Polizeibehörden.

    Warum steht Interpol in der Kritik?

    Interpol steht in der Kritik wegen des Missbrauchs von Roten Ausschreibungen durch autoritäre Regime, die diese nutzen, um politische Gegner, Journalisten und Dissidenten im Ausland zu verfolgen. Es gibt Forderungen nach mehr Transparenz und strengeren Kontrollen.

    Wer ist aktuell Generalsekretär von Interpol?

    Seit November 2024 ist Valdecy Urquiza aus Brasilien der Generalsekretär von Interpol. Er ist für die tägliche Leitung der Organisation verantwortlich.

    Wie viele Mitglieder hat Interpol?

    Interpol hat derzeit 196 Mitgliedsländer und ist damit die weltweit größte internationale Polizeiorganisation.

    Fazit: Interpol zwischen globaler Sicherheit und notwendiger Reform

    Interpol bleibt im Mai 2026 eine unverzichtbare Säule der globalen Sicherheitsarchitektur. Ihre Fähigkeit, Polizeibehörden aus 196 Ländern zu vernetzen und den Kampf gegen transnationale Kriminalität zu koordinieren, ist angesichts der zunehmenden Komplexität und Internationalität von Verbrechen von entscheidender Bedeutung. Aktuelle Erfolge, wie die Identifizierung des „Mädchens im Main“ durch die „Identify Me“-Kampagne, demonstrieren die konkreten und lebensrettenden Auswirkungen ihrer Arbeit. Diese Erfolge sind ein Zeugnis für die Effektivität der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und den Wert des Informationsaustauschs, den Interpol ermöglicht.

    Dennoch steht die Organisation vor der anhaltenden Herausforderung, ihre Integrität angesichts des dokumentierten Missbrauchs von Systemen wie den Roten Ausschreibungen zu wahren. Die Kritik an politisch motivierten Fahndungsersuchen durch bestimmte Mitgliedsstaaten erfordert eine ständige Wachsamkeit und die Umsetzung von Reformen, um die Neutralität und Glaubwürdigkeit von Interpol zu sichern. Die Amtszeit des neuen Generalsekretärs Valdecy Urquiza wird maßgeblich davon abhängen, wie erfolgreich diese Balance zwischen effektiver Verbrechensbekämpfung und dem Schutz individueller Rechte und der Prinzipien der Organisation gemeistert wird. Die Zukunft von Interpol wird somit von ihrer Fähigkeit abhängen, sich anzupassen, transparent zu agieren und gleichzeitig eine entscheidende Rolle bei der Gewährleistung der globalen Sicherheit zu spielen.